Baby & Kind

Wackelzahn-Pubertät: Was zur Hölle ist das? Laura klärt auf!

Was passiert mit meinem Kind in der Wackelzahn-Pubertät genau? Wie können wir uns als Eltern verhalten? Buchautorin & Bloggerin Laura Fröhlich gibt Antworten. Autorin: Dorothee Dahinden

Wackelzahn-Pubertät – ein Wort, bei dem sich höchstwahrscheinlich vor allem die ältere Generation ratlos an der Stirn kratzt und sich fragt, was wir uns denn jetzt schon wieder ausgedacht haben. Wenn die Zähne wackeln, dann wackelt die Seele – kurz Wackelzahn-Pubertät. Was hat es damit auf sich? Buchautorin & Bloggerin Laura Fröhlich gibt Antworten.

Die Dreifachmama Laura ist Expertin für die Wackelzahn-Pubertät. Sie hat einen tollen Ratgeber rund um das Thema geschrieben, der uns Eltern dabei hilft, mit der ganzen Familie entspannt und auch auf Augenhöhe durch die diese „heiße Phase“ zu kommen.


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„Das ist ein ziemliches Durcheinander und wir Eltern denken dann: Was ist denn nun los?

Laura Fröhlich, Bloggerin & Buchautorin

Liebe Laura, du bist ja nun Expertin in Sachen Wackelzahnpubertät. Wie kam es eigentlich dazu, dass du dieses Thema aufgegriffen hast?

Wackelzahn-Pubertät
Foto: Laura Fröhlich

(lacht) Ich bin tatsächlich eine selbsternannte Expertin, denn ich mache täglich Erfahrungen mit meinen beiden Wackelzahnkindern. Sie sind sechs und acht Jahre alt und wir geraten immer mal wieder aneinander.

Mittlerweile habe ich aber viele Tricks herausgefunden, wie wir ganz prima miteinander klarkommen, was die beiden aktuell dringend brauchen und warum es ab und zu schwierig wird.

Wackelzahn-Pubertät: Unsere Kinder bekommen mehr und mehr individuelle Persönlichkeit!

Also zusammengefasst bin ich theoretisch ein Profi, in der Praxis hapert es natürlich wie bei alle anderen Eltern auch. Aber ich liebe dieses Alter und finde es ganz bezaubernd, denn aus den Kindern schält sich ihre individuelle Persönlichkeit noch stärker heraus und das ist so unglaublich spannend!

Gleichzeitig sind sie immer noch klein und kuschelig und genau hier liegt der Knackpunkt: Sie selbst verunsichert dieser Zwiespalt sehr, weil sie einerseits noch richtige Kinder sind, also noch lange keine Teenies, und andererseits langsam groß werden (wollen). Das Leben verlangt mehr von ihnen, es ist die Zeit der ersten Schritte ohne Eltern, der Schulanfang steht bevor und zum Kinderturnen geht es inzwischen ohne Mama oder Papa.

Wackelzahn-Pubertät: „So langsam wird es ein ganz normaler Begriff.“

Wackelzahn-Pubertät
Foto: Laura Fröhlich

Wackelzahnpubertät – grad die ältere Generation runzelt bei diesem Begriff erst einmal die Stirn. So meine Erfahrung. Ich finde ihn genial. Wer hat ihn geprägt? Weißt du da mehr?

Ich weiß jetzt gar nicht so genau, wer diesen Begriff geprägt hat. Ich kenne ihn aus dem Internet und von anderen Eltern und ich glaube, so langsam wird es ein ganz normaler Begriff, denn jeder weiß sofort, was gemeint ist.

Wann beginnt den die Wackelzahnpubertät? Was zeichnet sie aus? Und wie lange dauert sie? Klingt ja ein bisschen wie der Vorhof zur „Elternhölle“, wenn ich es mit Kawumms ausdrücke – denn ich erinnere mich an mich als Pubertierende. Puh. Ich war arrogant und ätzend.

Die Wackelzahn-Pubertät verläuft so zwischen fünf und acht bis zehn Jahren. Ganz oft zeichnet sie sich dadurch aus, dass Kinder nun sehr viel diskutieren wollen, auch mal richtig wütend werden und dann auf einmal ganz viel Nähe brauchen. Das ist ein ziemliches Durcheinander und wir Eltern denken dann: Was ist denn nun los?

Widersprüchliche Gefühle sind jetzt an der Tagesordnung!

Das alles liegt aber anders als an der späteren Pubertät nicht an den Hormonen, sondern eher an diesen widersprüchlichen Gefühlen zwischen klein sein und groß werden wollen. Außerdem spüren sie, dass mit der Schule ein neuer Abschnitt beginnt. Viele Kinder reagieren darauf verunsichert, vor allem wenn Erwachsene so gruselige Dinge sagen, wie: „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“.

Konkret gefragt: Meine Tochter ist fast 5. Ignoriert mich ab und an beim Abholen. „Was willst du denn schon hier?“ – so oder so ähnlich. Ich weiß noch, dass ich vor ein paar Wochen dachte. „Na, geil. Willkommen in meinem Leben, wenn das so im Teeniealter richtig losgeht.“ Ist das nun schon vielleicht Wackelzahnpubertät oder schlechte Laune gepaart mit einfach keinen Bock?

Die echte Pubertät sowie die Wackelzahn-Pubertät sind wichtige Phasen im Leben der Kinder und da müssen wir eben alle miteinander durch. Grundsätzlich handelt es sich ja um einen Entwicklungsschritt, der viel mit Loslösung zu tun hat. Das ist schwierig für Kinder, aber auch für Eltern.

Lasst uns unseren Kindern Verständnis gegenüberbringen!

Was du da beschreibst klingt für mich danach, dass deine Tochter ernst genommen werden möchte. Sie wollte gerne noch spielen und fragt sich mittlerweile, warum immer die Mama oder der Papa bestimmt, wann sie aufhören muss. Die Kinder spüren, dass sie älter werden und sie fordern von uns ein, dass wir sie ernst und wahrnehmen und ihren Willen beachten. Ich merke das auch bei meinen Kindern. Wenn ich sie übergehe oder ihren Willen ignoriere, reagieren sie unglaublich wütend. Geht uns Erwachsenen ja eigentlich ganz genauso.

Ganz oft ist schon viel damit geholfen, wenn wir ihnen Verständnis entgegen bringen. Wenn du deine Tochter abholst, könntest du direkt mal sagen: „Ich verstehe dich gut. Du spielst gerade so toll und möchtest das jetzt nicht unterbrechen, oder?“ Aber natürlich müssen wir ihnen dann auch erklären, wieso wir sie aber jetzt mitnehmen möchten. Vielleicht könnt ihr euch auch einigen, dass du noch fünf Minuten wartest? Kompromisse sind sowieso fast immer die beste Lösung, so wird jeder mit einbezogen – Kinder wie Eltern.

Wackelzahn-Pubertät: Jedes Kind reagiert anders.

Eine andere Mama hat mir erzählt, dass ihre Tochter eine Zeit lang total sensibel gewesen sei. Sie habe viel auf die Goldwaage gelegt, wenn wir das bei unseren Kindern überhaupt schon sagen können. Und sie habe sich auf eine gewisse Art in sich zurückgezogen. Das ging wohl eine ganze Zeit lang so. Plötzlich war sie wieder die alte. Kennst du auch solche Phasen? Gehören sie gar zur Wackelzahnpubertät? Ich habe damals noch gesagt: das könnte das sein…Kannst du was dazu sagen?

Manche Kinder reagieren auf die Zeit der Wackelzahn-Pubertät mit Wut oder Zorn, andere Kinder sind eher verängstigt und ziehen sich zurück. Vielleicht gibt es auch offene oder versteckte Ängste vor der Schule, dem Abschied vom Kindergarten und von liebgewonnenen Freund*innen. Jedes Kind äußert sich da natürlich dem eigenen Charakter entsprechend. Wichtig ist einfach, dass wir wissen, dass unsere Kinder vor großen Herausforderungen stehen und unsere Hilfe und Unterstützung brauchen.

„Was brauchst du denn jetzt geade eigentlich?“

Vor allem mit guter Kommunikation können wir ganz viel helfen. Die Expertin für Gewaltfreie Kommunikation, Isabel Gößwein, rät im Buch dazu, die Kinder in der Wackelzahn-Pubertät immer mal wieder zu fragen: „Was brauchst du denn jetzt gerade eigentlich?“ Die kleinen Kinder fragen wir das ständig, aber sobald sie älter sind und gut sprechen gelernt haben, hören wir manchmal auf zu fragen. Dabei brauchen gerade unsere Kinder diese Frage und das Interesse an ihnen.

Lauras Buch: „Wackelzahn-Pubertät“

Im Buch findet ihr jedenfalls zahlreiche Tipps für diese Zeit. Wie können wir so miteinander reden, dass wir uns wirklich verstehen? Was tun bei Wut und Zorn, Geschwisterstreit und ewigen Diskussionen? Wie viel Taschengeld ist sinnvoll und wie ist der Medienkonsum in diesem Alter zu regeln? Ich habe mit meinem Ewigen Speiseplan eine gute Idee, wie Eltern Vitamine in Kinder bekommen, die nichts Grünes mögen, und auch das Thema Aufklärung kommt nicht zu kurz.

Vor allem wollte ich aber ein Buch schreiben, das Eltern nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher kommt. Denn wir alle machen Fehler und lernen Schritt für Schritt, die Wackelzahn-Pubertät und unsere Kinder besser zu verstehen. Ich glaube, wenn man diese Zeit gemeinsam meistert, hat man auch eine gute und vertrauensvolle Grundlage geschaffen, wenn die Pubertät beginnt.

Leseprobe „Wackelzahn-Pubertät“

Wackelzahnpubertät
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Hier geht es zu Lauras Blog „Heute ist Musik“ – absolute Lese-Empfehlung!

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Foto: Laura Fröhlich

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