Meditation. Oh Gott. Puh. Wie soll ich das denn noch bitte in meinen Alltag einbauen? Wie geht das überhaupt? Sitzen, nicht denken, nichts machen?! Himmelherjee – kann ich nicht. Bitte stoppt solche Gedanken – und lest bitte weiter. Denn dieses Spezial ist für alle von euch, die sich im Innneren eigentlich nur nach einem sehen: Ruhe! Und Ommmmm!

Wobei hilft mir Meditation? Warum ist sie so gesund? Und wie fange ich überhaupt an? Diese Fragen beantworten wir dir.

Unsere Frauenärztin Dr. Judith Bildau erklärt dir die körperlichen Effekte. Und die sind echt der Wahnsinn. Beispiel: Meditation hilft dir beim Abnehmen.

Unsere Mamapsychologin Isabel Huttarsch gibt dir 3 Tipps, wie du mit der Meditation beginnst und dann auch noch am Ball bleibst.


Übrigens, da ich unsere Expertinnen auch nach außerhalb verlinke und euch eine App empfehle, muss ich hier Werbung dazuschreiben. Alles völlig unbezahlt und unbeauftragt*


Und ich, Doro, möchte dir von meiner Erfahrung erzählen. Denn, ehrlich: Ich bin eher so Typ Flummi und habe Gedankenpingpong im Hirn. Innere Ruhe – immer mein Wunsch. Ja. Absolut. Aber: Ruhe finden als Mensch gewordenes Erdmännchen? Empfand ich als schwer. So viel vorweg: Ich meditiere. Mit Erfolg. Ich bin viel entspannter. Und wenn ich das kann….du weißt schon!

Meditation


Meditation – warum es so gut für uns ist –
Frauenärztin Dr. Judith Bildau über medizinischen Effekte
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Frauenärztin & MutterKutter-Autorin Dr. Judith Bildau

Ruhe, Entspannung, Konzentration, ganz bei sich selbst sein… diese Schlagworte fallen mir sofort bei dem Thema ‚Meditation‘ ein. Menschen, die regelmäßig meditieren, berichten über mehr Ausgeglichenheit, mehr Wohlbefinden, mehr innere Gelassenheit. Mittlerweile wissen wir Mediziner/innen aber auch um die gesundheitsfördernde Wirkung der Meditation. Doch welche sind das genau?

Meditation stärkt das Immunsystem!

Eine amerikanische Studie hat gezeigt, dass durch die regelmäßige Meditation, neben der Reduktion von Angst und Stress, auch das Immunsystem gestärkt wird (1). Nachdem 24 Probanden regelmäßig meditiert haben, wurde ihr Blut untersucht. Und es konnte Erstaunliches gezeigt werden: Die Anzahl der natürlichen Killerzellen, also wichtiger Zellen der Immunabwehr, nahm deutlich zu. Außerdem senkte sich der Wert des Entzündungsmarkers CRP (C-reaktives Protein).

Meditation senkt den Blutdruck und stärkt das Herz!

Weitere Untersuchungen konnten zeigen, dass Meditation signifikant das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen reduziert, außerdem den Blutdruck senkt (2). Internationale Fachgesellschaften empfehlen mittlerweile deshalb Entspannungsverfahren und Meditation als zusätzlichen Therapiepfeiler.

Meditation hilft bei Übergewicht!

Holländische Forscher haben heraus gefunden, dass Meditation bei der Reduktion von Übergewicht eine große Hilfe sein kann (3). Menschen, die regelmäßig meditieren, lernen und erkennen mit der Zeit, ob sie wirklich Hunger haben oder es einfach „eine Lust auf Essen“ ist. Sie kommen mit ihren Bedürfnissen und Gefühlen in Kontakt und können so ihr Essverhalten immer besser steuern.

Meditation verbessert die Konzentration und das Erinnerungsvermögen!

Weitere amerikanische Studien haben gezeigt, dass Meditation eine exzellente Examensvorbereitung ist (4). Regelmäßige Meditation stärkt demnach das sogenannte Arbeitsgedächtnis, das wiederum auch an vielen weiteren Aspekten des Lernens, wie der Fähigkeit zu denken, der mathematischen Problemlösung sowie dem Leseverständnis beteiligt ist.

Trauen wir uns zu meditieren!

Nicht selten höre ich von meine Patientinnen, wenn ich ihnen vorschlage, bei gewissen Beschwerden zu meditieren: „Das kann ich eh nicht!“ Ich glaube das nicht. Ich glaube, (fast) jeder Mensch kann es. Vielleicht ist unsere landläufige Vorstellung vom Meditieren nur nicht richtig. Wir müssen uns nicht im Schneidersitz hinsetzen und sofort in andere Sphären eintauchen. Vielmehr geht es darum, eine Methode für uns persönlich zu finden, um loszulassen, ruhig zu werden und uns und unseren Gefühlen näher zu kommen. Ganz bei uns zu sein. Die restliche Welt draußen zu lassen und eine gewisse Zeit nur in uns zu ruhen.

Quellen:

Fang, C.Y. Enhanced Psychosocial Well-Being Following Participation in a Mindfulness-Based Stress Reduction Program is associated with increased natural killer cell activity. Journal of alternative and complementary medicine, 2010.
Schneider R. Stress reduction in the secondary prevention of cardiovascular disease: randomizes, controlled trial of transcendental meditation and health education in Blacks. Circ. Cardiovasc. Qual. Outcomes., 2012.
Van De Veer, E. Body and Mind: Mindfulness helps consumers to compensate for prior food intake by enhancing the responsiveness to physiological cues. Journal of consumers research, 2016.
Quak D. A randomized controlled trial examining the effect of mindfulness meditation on working memory capacity in adolescents. Journal of adolescent health, 2015.

Ihr möchtet mehr aus Judiths Leben erfahren? Dann schaut doch mal bei ihr auf Instagram vorbei!


3 Tipps, wie du mit der Meditation beginnst und dann auch am Ball bleibst –
von Mamapsychologin Isabel Huttarsch
1. Meditation ist Übungssache.
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Mamapsychologin & MutterKutter-Autorin Isabel Huttarsch II Foto: get_shot.de

Es ist völlig normal, dass die Gedanken insbesondere zu Beginn abschweifen. Und es ist total in Ordnung. Allerdings darfst du dir eine Umgebung schaffen, die dir die Meditation so einfach wie möglich macht. Viele Menschen meditieren am Liebsten am Morgen, da der Kopf direkt nach dem Schlafen noch weitestgehend frei von Gedanken ist. Als Mama kann das genau anders herum sein. Am Morgen brauchen vielleicht insbesondere die kleinsten Familienmitglieder erst einmal etwas von dir. Überlege also einmal, wann und wo du gerne meditieren möchtest und behandle den Zeitpunkt deiner Meditation dann als einen wichtigen Termin mit dir selbst. Je verbindlicher, desto besser. Denn um Routinen zu entwickeln, brauchen wir regelmäßige Wiederholung. Und genau dadurch entfaltet die Meditation ihre Kraft.

2. Mache dir bewusst, warum du eigentlich meditieren möchtest.

Was ist dein ganz individuelles Bedürfnis hinter dem Wunsch zu meditieren? Wonach sehnst du dich eigentlich – Ist es die Ruhe? Ist es der Raum für dich? Ist es die Verbundenheit mit dir? Je klarer du dir über dieses Ziel bist, desto bewusster ist dir auch, warum es sich für dich lohnt, zu beginnen bzw. dabei zu bleiben und desto eher setzt du dein Vorhaben dann auch um. Wenn du möchtest, dann schließe für einen Moment die Augen und stelle dir vor, wie dein Leben aussehen würde, wenn du regelmäßig meditierst. Wie fühlt es sich an? Was läuft anders als bisher? Und woran merkst du im Alltag, dass du meditiert hast? Zeichne dir ein konkretes Bild vor deinem inneren Auge.

3. Meditation hat tausend Gesichter.

Du musst nicht stundenlang im Schneidersitz auf dem Boden in einem leeren Raum sitzen, um „richtig“ zu meditieren. Unsere Sinne bieten uns vielfältige Möglichkeiten, um in die Meditation einzusteigen. Je mehr Sinne du aktivierst, desto leichter kommst du im Hier und Jetzt an.

Fühlst du gerne, so kannst du beispielsweise mit einer Gehmeditation starten: Ziehe deine Schuhe aus und laufe einmal ganz bewusst für drei Minuten über eine Wiese. Wie fühlt sich das Gras an? Ist es warm oder kalt? Stachelig oder weich? Wenn du möchtest, schließe dabei deine Augen.

Bist du ein eher visueller Typ, so kannst du mithilfe einer Kerze in die Meditation eintauchen: Zünde dir eine Kerze an und stelle sie vor dich. Setze dich ihr gegenüber und betrachte die Flamme für drei Minuten. Wie groß ist sie? Welche Farbe hat sie? Sind die Ränder der Flamme glatt oder strukturiert? Wenn du möchtest, dann bewege deine Hand langsam auf die Kerze zu und spüre, wie sich die Wärme immer deutlicher auf deiner Handfläche ausbreitet. Diese Wahrnehmungsspiele kannst du sowohl als Vorübung zur eigentlichen Meditation verwenden als auch zum Einstieg in deine Meditationspraxis.

Übrigens: Unsere Mamapsychologin Isabel gibt tollen Input auf Instagram. Und sie hat eine Online-Sprechstunde. Mehr erfährst du auf ihrer Webseite!


Typ Rastlos? Meditation geht. Über meine Erfahrungen mit Meditation.
von MutterKutter-Herausgeberin & TV – Reporterin Dorothee Dahinden

Hallo, ich bin Doro.

Meditation
Dorothee Dahinden, Herausgeberin MutterKutter; Foto: www.anneseliger.de

Von Natur aus neugierig. Mit 1000 Gedanken im Kopf. Still sitzen. Puh. Das fällt mir schwer, wenn ich nicht grad Fotos bearbeite, einen Film schneide oder esse. Gut, ja. ich übertreibe ein wenig. Aber trotzdem. Ich bin eher so der Typ „Frau Rastlos“.

„Doro, entspann dich doch mal“ – schallt es gerne von meinem Mann. „Jaha, Schatz. I´ll try my very best.“ Habe ich oft gesagt und bin am Rechner verschwunden, um zu arbeiten. Weil es mir mega Spaß macht. Und, ja, weil ich immer das Gefühl habe, etwas tun zu müssen.

Willkommen in meinem Leben.

Und gleichzeitig war mir völlig klar, dass meine Gedanken oft Ping Pong spielen. Ich innerlich schwer zur Ruhe komme. Manchmal das Gefühl hatte, mein Kopf würde regelrecht am Abend surren. Und ich wusste: ich muss was ändern. Ich wusste: Meditation tut mir super gut. Aber mir war nicht klar, wie ich es wieder in meinen Alltag einbauen sollte.

Sprung in die Reporter-Vergangenheit

Wie gut mir Meditation tut, das durfte ich durch ein 40tägiges Reporter-Experiment für RTL Punkt 12 erfahren. 40 Tage habe ich jeden verdammten Tag gesessen. 20 Minuten. Gut, grad am Anfang habe ich es nicht immer gleich geschafft, auch wirklich 20 Minuten die Augen zu zu machen und dann auch sitzen zu bleiben.

Aber dann habe ich gemerkt: Meditation ist so etwas wie eine Insel für mich. Der Stille. Und gleichzeitg aber auch total freakig, weil ich gemerkt habe, wieviele Gedanken in einer Sekunde durch mein Hirn schießen. Und wieviel davon eigentlich zum Bullshit-Bingo gehört.

Meditationsergebnisse: verblüffend

Kurz und knapp: ich saß und saß. Und saß. Ich habe mit einer Ärztin vor Beginn meines Experiments meine Stresswerte getestet und danach. Dazu meine Reaktion. Ergebnis: Ich war weniger gestresst. Und deutlich reaktionsschneller. Verblüffend war das damals.

Und doch. Ich habe verloren, was mir gut tat. Über Monate wusste ich: Doro, fang wieder an. Doch den entscheidenen Moment, mich hinzusetzen – den habe ich ewig verpasst. Zu müde. Keine Lust. Zu faul. Plötzlich zu spät. Irgendwas war immer.

Und dann habe ich mir letzten Sonntag gesagt: „Doro, fang einfach klein an. Aber fang an.“ Und, ja: Es geht. Ich sitze wieder jeden Tag. Bisher maximal 15 Minuten. Und wisst ihr was? Meine Laune ist besser. Jetzt schon. Ich bin ruhiger innerlich. Jetzt schon. Ich verweile, wenn die Kinder schreien und meckere weniger. Und ich denke oft: Was zählt im Leben – das ist genau dieser Moment.

Versucht es einfach mal. Falls ihr Fragen habt, dann schreibt mir gerne eine Email. Ach so, mir hilft beim Meditieren übringens die App Mindfulness. Hier kannst du geleitete Meditationen machen oder auch einfach einen Timer mit Gong einstellen.

Und, wisst ihr was? Ihr könnt meditieren. Zweifelt nicht zu viel. Startet einfach. Genau jetzt! 3 Minuten reichen doch auch schon!

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