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Hebammenwissen

Beikost: bitte Genuss statt Stress! Unsere top Tipps.

Unsere Hebamme Kerstin Lüking und unsere Stillberaterin & Influencerin Franziska-Beatrice Fiedler erklären, wie der Beikost-Start easy gelingt.

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Beikost: ein wichtiges Thema, aber viele Eltern-Fragen. Wir möchten euch jetzt Wissen an die Hand geben.

Warum? Damit ihr entspannt und mit Genuss in diese neue – oft aufregende, manchmal auch schier zum Verzweifeln bringende – Phase starten könnt. Was ist Beikost eigentlich genau? Damit sind alle festen und flüssigen Nahrungsmittel gemeint, die nicht Muttermilch oder industrielle Säuglingsmilch heißen.


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Thema Beikost – zwei Expertinnen geben euch jetzt Tipps

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Kerstin Lüking, Hebamme und 7fache Mutter // Credit: Anne Seliger

Hey, ich bin Kerstin Lüking. Hebamme, 7fache Mutter und MutterKutter-Crewmitglied. In über 22 Jahren habe ich über 4000 Familien betreut und zig Gespräche zum Thema Beikost geführt. Trotz allem bin ich immer sehr dankbar für Expertinnen, die meinen Blick noch einmal ergänzen bzw. erweitern. Deshalb habe ich unsere MutterKutter-Stillberaterin Franziska Beatrice-Fiedler für diesen Artikel mit ins Boot geholt. Wir haben die wichtigsten Tipps aus unserer jeweiligen Berufspraxis gesammelt und geben sie euch jetzt an die Hand.

Was ist Beikost eigentlich genau?

Ich möchte das Wort Beikost für euch einmal kurz genauer definieren. Beikost – ein Wort, das eigentlich schon für sich spricht. Denn es bedeutet „nebenbei“ und nicht „an Stelle von“. Das heißt, dass ihr das Stillen oder auch das Fläschchen deswegen nicht aufgeben müsst.

Es braucht eine gewisse Zeit, bis das Baby komplett auf feste Nahrung umgestellt wird und es kann auch immer wieder Phasen geben, in denen ihr mit der Beikost pausieren solltet, weil euer Baby keine Bereitschaft zeigt, die feste Nahrung zu sich zu nehmen. Häufig ist das z.B. beim Zahnen oder bei Erkrankungen der Fall. Dann hilft es oft, wenn ihr eine kleine Pause von 1-2 Wochen macht und danach von Neuem startet.

Jedes Baby hat sein eigenes Tempo!

Was euer Baby für den Beikost-Start können sollte, welches Gemüse ihr nehmen solltet und ob auch Gläschen Okay sind – das bespreche ich jetzt mit unserer Stillberaterin Franziska für euch. Vorab möchten wir euch beide sagen: lasst eurem Kind und euch Zeit. Jede Familie, jedes Baby – hat ein eigenes Tempo!

Wann ist der ideale Zeitpunkt für die Beikost – Einführung?

Kerstin: Liebe Franziska, was ist denn der ideale Zeitpunkt für die Beikost und wie würdest du sie persönlich einführen?

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Foto: Franziska-Beatrice Fiedler, Influencerin, Anwältin & Stillberaterin

Franziska:  Für die Beikostreife gibt es eine ganze Reihe offizieller Empfehlungen, die sich aber im Großen und Ganzen nicht sehr voneinander unterscheiden: Ihr solltet frühestens mit Beginn des 5. Monats und spätestens mit Beginn des 7. Monats  – unter Berücksichtigung der individuellen Entwicklung eures Kindes –  mit der Beikost beginnen.

Dabei gilt aber: Ausschließliches Stillen ist in den ersten sechs Monaten für die Mehrheit der gesunden, reif geborenen Säuglinge in Europa die ausreichende Ernährung. Eine Beikosteinführung vor Beginn des 5. Monats (4 vollendete Monate) wird in keinem Fall empfohlen. Wann euer Kind beikostreif ist, könnt ihr anhand der Beikostreifezeichen beurteilen. Diese sind: 

♥ Das Baby kann – mit leichter Unterstützung im Rücken – aufrecht sitzen und dabei den Kopf selbständig halten.

Die erste Voraussetzung für die Beikostreife ist, dass euer Baby nicht in sich zusammensackt, sobald es ihr es in die Sitzposition bringt. Es sollte eine stabile Rumpf- und Kopfkontrolle erreicht haben. Es ist aber nicht nötig, dass es sich alleine hinsetzen kann. Trotzdem gilt: Nur, wenn es stabil den Kopf halten kann, kann euer Kind sicher essen und Nahrungsmittel bei Bedarf selbständig wieder aus dem Mund befördern.

Wann ist Zeit für einen Hochstuhl?

Und so lange euer Kind nicht stabil sitzen kann, sollte es auf eurem Schoss sitzen. Erst danach wird es Zeit für einen Hochstuhl. 

Deshalb muss der Zungenstoßreflex bei Einführung der Beikost verschwunden sein:

Mit dem schönen Geschirr aus flexiblem Silikon von Everyday Baby macht das Essen Spaß. // Credit: Rotho Babydesign

♥ Der Zungenstoßreflex ist verschwunden, sodass euer Kind die Nahrung nicht mehr mit der Zunge aus dem Mund drückt

Mittels des Zungenstoßreflexes schiebt ein Baby in den ersten Monaten seines Lebens alles aus dem Mund, was dort nicht hinein gehört und schützt sich auf diese Weise vor der Aufnahme potenziell gefährlicher Objekte. Wir sehen manchmal Fütterungssituationen, in denen dieser Reflex umgangen wird, indem man dem Kind den Löffel in den Mund schiebt und dabei die Zunge nach unten drückt, um anschließend Brei an den Gaumen zu schmieren. 

♥ Die Hand-Mund-Auge-Koordination wird beherrscht.

Franziska: Ein Baby muss für die Beikostreife Gegenstände selbständig greifen und gezielt zum Mund führen können. 

Es gibt übrigens neben den offiziellen Empfehlungen auch viele Mythen rund um den “perfekten” Zeitpunkt für den Beikoststart: Beispielsweise existiert das Gerücht, dass ihr mindestens 180 Tage lang voll stillen solltet. Wichtig: Diese Behauptung basiert nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen und berücksichtigt auch nicht die Individualität eures Kindes. 

Wie sollten wir die Beikost am besten starten?

Zur Methode, wie man die Beikost am besten startet, möchte ich einmal ausführen: Es gibt viele verschiedene Ansätze. Und zwar von sehr starren Plänen bis hin zu dem sogenannten Baby-Led-Weaning, bei dem ihr das Kind nie füttert, sondern ihm nur Nahrungsmittel anbietet, die es selbst greifen und essen kann.

Ich vertrete hier einen Mittelweg, den wir “Beikost nach Bedarf” nennen. Aber ich lehne auch die anderen Wege nicht kategorisch ab. Es kann manchen Familien vielleicht helfen, nach einem Plan zu arbeiten. Manch ein Kind wird hierbei nicht mitspielen, sodass die Eltern dann ihren Weg sowieso neu finden müssen.

Lätzchen und Schälchen in Pastellfarben von Everyday Baby // Credit: Rotho Babydesign

 

 

 

 

 

 

Funktioniert Beikost auch nach Bedarf?

Bei der Beikost nach Bedarf gibt es keine festen Reihenfolgen, wann bestimmte Mahlzeiten oder Lebensmittel angeboten werden sollen. Es gibt auch keine Mengenangaben, sprich: wie viel ein Kind essen sollte. Das Kind soll hier einfach von Anfang an in die Familienkost hinein wachsen. Dies wird dann individuell verschieden aussehen – eine Familie, die ausgiebig frühstückt, dann ihrem beikostreifen Baby mal ein bisschen weiches Brot oder Obst in die Hand geben, während eine Familie, die das Abendessen zelebriert, dem Kind ein wenig Risotto füttern (anbieten!) kann oder ihm ein Stück gekochte Kartoffel zum Kennenlernen hinlegen kann. Gewürze und Öle sind übrigens sofort mit Beikoststart erlaubt. Mein Sohn hat beispielsweise mit 5,5 Monaten unser normal gewürztes Garam Masala sehr gerne mitgegessen. 

Kerstin: Hast du dazu Gemüse-bzw. Nahrungsmittel-Favoriten?

Franziska: Avocado ist gut für den Einstieg. Legt sie einfach als längliche Stücke, die oben und unten aus der Babyfaust herausragen können, vor das Baby. Banane, Mango, Himbeeren, Broccoli, Süßkartoffeln, Pfannkuchen – es gibt viele Lebensmittel, die sofort ab dem Beikoststart möglich sind. Wichtig ist: Das Lebensmittel sollte so weich sein, dass es mit Zunge und Gaumen zerdrückt werden kann. 

Muss das Baby zur Mahlzeit Wasser oder ungesüßten Tee bekommen?

Kerstin: Als Hebamme werde ich häufig nach den Gemüse-Sorten gefragt, die für die Kinder eingekauft werden sollen. Meine Antwort lautet in diesem Fall: regional, saisonal und bitte auf Bioqualität achten. Häufig beginnen meine Eltern mit der Pastinake oder dem Kürbis – beides mögen die Kinder gerne. Damit die fettlöslichen Vitamine vom Körper besser aufgenommen werden können, wird ein Teelöffel Rapsöl im Gemüsebrei empfohlen.

Eine weitere typische Elternfrage ist die nach der zusätzlichen Flüssigkeitszufuhr. Muss das Baby zur Mahlzeit Wasser oder ungesüßten Tee bekommen? Anbieten würde ich das auf jeden Fall, alternativ kann natürlich noch zusätzlich gestillt oder das Fläschchen gegeben werden. Gerade am Anfang sind es nur wenige Löffel, die das Baby zu sich nimmt, so dass das Trinken an der Brust noch nicht wirklich vollständig ersetzt wird.

Geht auch Getreidebrei am Abend?

Manche Eltern möchten gerne am Abend Getreidebrei geben, um das Baby besser vor dem Schlafengehen zu sättigen. Ich sage: einfach ausprobieren. Vielleicht klappt es und die Abende sind etwas ruhiger. Mein Tipp: in den Abendbrei kein Obstmus geben, sondern 2-3 Teelöffel vom Mittagsgemüse geben. Das ist in der Regel sättigender und ist eine bessere Alternative zum süßen Fruchtzucker vor dem Schlafengehen.

Tabu-Thema Gläschen?

Kerstin: Viele Mütter trauen sich nur noch hinter vorgehaltener Hand zu erzählen, dass sie Gläschen-Kost für ihre Babys kaufen und nicht selbst kochen. Was könnte Müttern helfen, dass sie sich mit diesem „Tabu-Thema“ wieder etwas entspannen können?

Beikost
Credit: Rotho Babydesign

Franziska: Nicht zu jedem Lebensmodell und zu jeder Familie passt die Vorstellung, dass sich die Eltern stundenlang in die Küche stellen, um Babybrei aus Biogemüse selbst herzustellen. Manche Kinder mögen überhaupt keinen Brei, manche essen ihn gerne.

Für unterwegs ist so ein Glas oft sehr praktisch und die Breie sind so streng kontrolliert, dass sie ein sehr sicheres Lebensmittel darstellen. Das können Eltern guten Gewissens kaufen und verfüttern, sofern das Baby Lust darauf hat. 

Kerstin: Was wäre dein Tipp, wenn ein Baby die feste Nahrung verweigert?

Franziska: Vorerst Geduld. Wenn es älter als 9-10 Monate ist und es weiterhin so ist, würde ich das Kind vielleicht bei einer/m Ärztin/Arzt und einer/einem Logopäd*in vorstellen. Hier können körperliche oder motorische Ursachen geklärt werden. 

Mehr über unsere Stillberaterin & Influencerin Franziska findet ihr hier:

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Liebe Eltern

induzierte Laktation
Hebamme Kerstin Lüking; Illustration: Verena Potthast, www.rundfux.de

ganz ehrlich: Ich, Kerstin, würde mich mit der Beikost überhaupt nicht verrückt machen. Probiert einfach aus und lasst euch auf die Vorlieben eurer Kinder ein, bevor ihr euch weiter durch den Gemüsegarten kocht, Vorrats-Behälter in Massenarbeit befüllt und einfriert.

Jedes Kind ist anders und isst anders. Deswegen plädiere ich für eine gewisse Gelassenheit, damit das Essen nicht in Stress ausartet. Essen hat meiner Meinung nach auch immer etwas mit Genuss zu tun und den können wir auch nur haben, wenn wir uns auf “diese eine Sache” konzentrieren. Deshalb, gerne die Mobiltelefone beim Essen vom Tisch verbannen und den Fokus auf den Nachwuchs richten. So kann der euer Beikost-Start gut gelingen und euch allen richtig Spaß machen. Jede neue Phase hat doch ihren Zauber!

Übrigens: Viele Krankenkassen bieten ihren Versicherten eine umfangreiche Sammlung an Informationen zur Beikost an. Auch das Netzwerk “Gesund ins Leben“ bietet viele Informationen. Es fehlt uns heute nicht mehr die Fülle an Informationen – wir müssen sie nur filtern, um für uns den richtigen Weg zu finden.

Wir wünschen euch einen tollen Beikost-Start!

Eure Hebamme Kerstin und eure Stillberaterin Franziska

Auch für die Kleinsten gibt’s die Babyflaschen aus Glas von Everyday Baby // Credit: Rotho Babydesign

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Credit: Rotho Babydesign

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