Wahnsinn! Lasst es euch noch einmal auf der Zunge zergehen. 7 – in Worten – SIEBEN Kinder hat meine MutterKutter-Hebamme Kerstin. Äh, ja. Mega, oder? Ich sage nur: Chapeau. Respekt. Finde ich grandios.

Ich muss so oft an Kerstin denken, wenn mich im Alltag schon mit 2 Kids so manches Mal der Wahnsinn packt. Deshalb habe ich sie gebeten: Bitte, bitte schreib doch mal von den lustigsten und verrücktesten Momenten als siebenfache Mama. Genau die Momente, in denen dich der Wahnsinn packt. Here we go!


1. Huch! Wenn das Schulamt Anruft!
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Foto: Kerstin Lüking

Gelegentlich bin auch ich etwas „verpeilt“ und habe meine Termine mal nicht ganz so auf dem Schirm. Sehr unangenehm, aber trotzdem amüsant war der Anruf des Schulamtes, warum ich denn unseren Sohn noch nicht an der uns zugeteilten Grundschule angemeldet hätte. Die Frist wäre doch schon deutlich überschritten. Da war er nun „dieser Moment“, an dem ich zwar mein Kind nicht am Flughafen oder Bahnsteig hatte stehenlassen, wir aber den Tag der Einschulung fasst verpasst hätten.

Der trockene Kommentar der kinderlosen Erzieherin im Kindergarten war dann noch das I-Tüpfelchen auf meiner gescholtenen Mutterseele: „Naja, bei so vielen Kindern kann man ja mal locker den Überblick verlieren!“ Peng, das saß wie eine Faust im Nacken und von mir kam nur leise grummelnd ein: „Werde doch erst mal selbst Mutter, du dummes Huhn!“

2. Impfausweis adé? Komm, wir nehmen den!
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Kerstins Kinder (von oben nach unten): Marlene, Philip, Mathilda, Greta, Paul, Johanna. I Foto: Kerstin Lüking

Den Überblick verliere ich auch gerne mal über unsere Impfausweise!!! Sie liegen nie da, wo man sie vermutet. Sprich vor Klassenfahrten geht dann immer die große Sucherei in alten Umzugskartons und Kisten los. Mit viel Glück ziehe ich dann irgendwo ein gelbes Heftchen hervor, welches dann gerne mal in Kopie für ein anderes Geschwisterkind herhalten muss! Ist bis jetzt immer durchgegangen und hat auch nie wirklich jemanden interessiert.

3. Wahnsinn: Läusealarm!

Hocherfreut bin ich immer über die Zettel, die an den Scheiben im Eingangsbereich der Schule hängen: „Wir haben Läuse!“ Absolut widerlich! Jedes Mal schlagen diese nervigen kleinen Ungeheuer bei uns zu. Das macht mich wirklich irre: Extrawäsche, teure Spezial-Shampoos, stundenlanges Durchkämmen von langen fisseligen Haaren und lautes Geschrei meiner Töchter: „Mama, das ziept!“ Ich bin irgendwann so entnervt, dass ich die Läusekämme in die Ecke schmeiße und denke : „Dann krabbelt doch einfach weiter, ist mir doch egal!“

Kurze Zeit später treffe ich dann meist zwei meiner Töchter im Bad an, die wie die Paviane im Zoo, sich die Nissen aus den Haaren pulen und sich einen Spaß daraus machen, wer die meisten gefunden hat!

15: 21! Greta hat gewonnen!

4. Wäsche? Wäsche! Hier kommt die „Muttiwirtin“

Als absoluten Wahnsinn kann man auch unsere Wäscheberge bezeichnen.
7 Kinder, davon 4 in der Pubertät. Montags trifft mich immer der Schlag, wenn ich die „Alpen“ im Wäschekeller erklimmen muss. Man sieht vor lauter Bergen und Hügeln, die sich am Wochenende angesammelt haben, die Maschine nicht mehr! Der Witz ist, dass viele Dinge gar nicht oder nur höchstens für 45 Minuten getragen wurden. Schon alleine diese Tatsache reicht für meine reinlichen Kinder aus, ihre Wäsche in den Wäschekorb zu knallen.

Da haben sie aber die Rechnung ohne die „Muttiwirtin“ gemacht. Fein säuberlich werden die Kleidungsstücke von mir in die Kleiderschränke zurücksortiert. Aber immerhin bedanken sich unsere Kinder bei mir, dass ich die Wäsche so schnell gewaschen habe. Die würde jetzt auch wieder total gut riechen!

5. Mein persönlicher Frühstücksstreik!
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Besonders gallig werde ich, wenn Frühstücksboxen am Nachmittag wieder so nach Hause kommen, wie sie morgens mitgenommen wurden und deren Inhalt dann einfach im Müll landet, weil der liebevoll geschnittene Apfel um 16.30 Uhr natürlich nicht mehr knackfrisch, sondern etwas traurig und schrumpelig in der Ecke hängt.

Dann kommt wieder meine: „In Afrika verhungern die Kinder, und wir schmeißen unser Essen in den Müll-Geschichte“. Ich lege gelegentlich mal einen „Frühstücks-Streik“ ein. Es liegen dann nur Zettel in den Boxen: „Ich liege schon im Müll! Es grüßt Dich herzlich eine Bio- Möhre.“ Völlig entrüstet stehen dann am Nachmittag 4 Pubertiere vor mir und beschweren sich, was den „der Scheiss“ sollte.

Fasten soll gelegentlich ja gesund sein, oder? Und die Boxeninhalte werden danach zumindest immer artig aufgegessen.

6. Die Jüngste hat einen Schuh-Tick! Echt jetzt. Der Wahnsinn!

Unsere jüngste Tochter einen ausgesprochenen „Schuh-Tick“.  Mit ihren 5 Jahren macht mir diese kleine Person (in dieser Beziehung) das Leben zur „Mutti-Hölle“. Entweder ist die Farbe der „Stein des Anstosses“, nicht vorhandene Glitzersteine oder fehlende Satinschleifen. Besonders beliebt war ein Paar Ballerinas, deren Tragen bei -5 Grad von mir vehement abgelehnt wurde. Bei Marlene zog diese Absage eine Wutanfall erster Klasse nach sich.  Wir konnten uns schließlich einigen. Winterstiefel gegen Gummibärchen. Der Deal war zunächst gut!

Da wir einen Besuch im Theater mit den Kindern geplant hatten und schon deutlich unter Zeitdruck standen, schnappte sich mein Mann unsere Jüngste, um sie zum Auto zu tragen. Was mein Mann allerdings nicht bemerkt hatte, waren die fehlenden Schuhe unserer Tochter.

Dieser hatte sich unser „Zornröschen“ zu Hause schon wieder entledigt, was uns leider erst im Parkhaus auffiel. Wie die Prinzessin thronte „Madame“ nun schuhlos auf den Schultern meines ächzenden Mannes und wurde zum Theater getragen. Dort sahen wir übrigens noch 2 andere Mädchen ohne Schuhe! Der andere Vater meinte nur lässig: „Willkommen im Zicken-Club.“

7. Wenn das Alltagschaos regiert!

Zum Schluss und als letzten Punkt noch in Kurzform einige meiner Erinnerungen, die Ihr sicherlich alle kennt und die uns Mütter „reif für die Klapse“ machen (und die ich alle schon „überlebt“ habe): verstopfte Klos, weil ein 4-jähriger eine ganze Rolle Klopapier abrollt und runterspült; abgepopelte Tapeten hinter dem Bett; Erbrochenes auf dem Rücksitz im Winter! ( weil es so kalt ist, kann man leider das Fenster nicht öffnen, da man sonst auf der Autobahn erfriert); abgeschnittene Haare im Zick-Zack-Muster, da man mit der Schwester Friseur gespielt hat;  ausgeschlagene Zähne, da die Laterne im Weg stand; gebrochene Extremitäten (gerne morgens in der ersten Sportstunde, wenn ich gerade zur Arbeit fahre), kaputte Fahrräder (verbogene Räder, Speichenbruch, geklaute Klingel, Licht kaputt)- ist bei uns wöchentlich im Programm, verlorene Handschuhe, Mützen, Rucksäcke und ganz neu bei uns im Programm: Liebeskummer.

Muttis dieser Welt: „Ich drück euch, wir haben echt alle einen Orden verdient! Findet Ihr nicht auch?“

Hier geht es zum Interview mit Kerstin über das Leben mit sieben Kindern. Ihre persönlichen Hebammtentipps bekommt ihr nicht nur in ihrer Bordsprechstunde, oder der Rubrik Hebammenwissen, sondern auch in der Rubrik gefilmt!, wo sie euch zum Beispiel in diesem Film Rede und Antwort stand.

Falls ihr in Berlin wohnt und eine Hebamme sucht – hier könnt ihr direkt Kontakt zu Kerstin aufnehmen (Werbung, da Verlinkung*).

One thought on “Wahnsinn: Leben mit 7 Kindern. 7 Momente, in denen ich kreischen könnte. Ein Artikel von Hebamme Kerstin Lüking.”

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