Elternsein

Traumjob finden: „Manchmal braucht es nur ein wenig Mut, neue Wege zu denken!“

Wie finde ich als Mama meinen Traumjob? Wie kann ich starten, wenn ich die finanzielle Sicherheit brauche? Im Gespräch: Diplom-Psychologin & Führungskräftecoach Annika Rötters. Autorin: Dorothee Dahinden

Traumjob finden – wie geht das eigentlich? Wie werde ich beruflich glücklich? Wie soll das funktionieren, dass ich meine finanzielle Sicherheit behalte und gleichzeitig meinen Weg gehe? Braucht es dafür wirklich so viel? Kennt ihr dieses Gedanken-Hamsterrad? Dann lest dieses Interview.

Mit Psychologin Annika Rötters spreche ich darüber, wie es dir gelingen kann, den Neustart anzugehen oder die Umstände im jetzigen Job so zu gestalten, dass sie dich glücklich machen. Traumjob finden – unser Teil 2 des Themenschwerpunkts Traumjob. Zu Teil 1 – ein Interview mit Erfolgsbloggerin und Dreifachmama Lisa @stadtlandmama – geht es hier.


„Meiner Erfahrung nach treffen hier gerade bei Eltern oft Glaubenssätze in unmöglichen Ausprägungen aufeinander. Was macht eigentlich eine gute Mama aus? Und was ist eine „gute, arbeitende Mama“?“
Annika Rötters, Diplom-Psychologin

Liebe Annika, Traumjob…So ein großes Wort…Wie würdest du als Psychologin den Begriff grundsätzlich definieren? Was braucht es, damit ich sagen kann: „Ich habe meinen Traumjob gefunden“?

Oh ja, definitiv ein großes Wort. Der Begriff impliziert einen Beruf, der so schön ist, dass sich jede Arbeitsstunde anfühlt, wie ein schöner Traum. Als Psychologin würde ich bei der Definition schon ansetzen und fragen, ob es das überhaupt gibt (und geben kann) – beziehungsweise ob das wirklich etwas erstrebenswertes sein kann. Es klingt im ersten Moment schön, Leben wie in einem schönen Traum – gleichzeitig sind es im Nachhinein oft die Konflikte oder schwierigeren Momente des Berufslebens, an denen wir wachsen können und die uns weiter bringen.

Traumjob finden: Was ist dir im Leben grundsätzlich wichtig?
Traumjob finden
Foto: Annika Rötters

Ich glaube, damit jemand sagen kann, dass sie oder er den eigenen „Traumjob“ gefunden habe, braucht es eine gewissen Klarheit darüber, was uns im Leben grundsätzlich wichtig ist. Dann ist der Traumjob auch weniger an konkrete Handlungen geknüpft, sondern beinhaltet eher eine Orientierung an der eigenen Grundhaltung. Ich zum Beispiel glaube, dass Psychologin mehr als mein Beruf ist, sondern meine Berufung. Gleichzeitig arbeite ich sehr vielseitig, oft im Unternehmenskontext, manchmal sehr „zahlenlastig“ – dann mit Studierenden, wo es viel um Basiswissen geht und Diskussionen geführt werden (können,dürfen und sollen), die bestehende Modelle und Strukturen in Frage stellen… und gleichzeitig arbeite ich mit Privatpersonen in meinen Kursen.

Was auf den ersten Blick vielleicht sehr divers aussieht, hat eine gemeinsame Schnittstelle in der lebenslangen menschlichen Entwicklung, die ich als Diplom-Psychologin, Gesprächstherapeutin und Resilienztrainerin begleite und unterstütze.

Traumjob finden: „Was kann ich tun, um die Situation für mich zu verändern?

Gibt es diesen Traumjob für jeden von uns überhaupt? Oder ist das ein Mythos? Kritiker dieses großen Begriffs würden vielleicht sagen: „In jedem Job findest du doch irgendwas doof.“ Was meinst du?

Ich glaube, das Eine schließt das Andere nicht aus. Wenn ich mit einer Situation unzufrieden bin, ist das ja zunächst einmal nur eine wertfreie Feststellung. Wichtig ist, wie ich damit umgehe: Idealerweise frage ich mich „Ok, was genau stört mich gerade?“, „Gibt es veränderliche Parameter in der Situation?“, „Was kann ich tun, um die Situation für mich zu verändern?“ oder „Was brauche ich, um die Situation in Zukunft akzeptieren zu können?“

In der heutigen Zeit glaube ich außerdem, dass es eher die Seltenheit ist, ein und denselben Beruf das gesamte Arbeitsleben lang auszuüben – unsere Welt erlebt derzeit einen Wandel der schneller ist als jemals zuvor. Gleichzeitig wird sich die Welt in Zukunft höchstwahrscheinlich nie wieder so langsam wandeln. Diese Herausforderung betrifft jeden von uns – und ich glaube, dass das Bild eines starren „Traumjobs“ hier vielleicht gar nicht mehr so zielführend ist, der „Traum“ im Job eher darin liegt, dass das, was ich tue, mich entweder erfüllt oder meine Erfüllung unterstützt.

Work-Life-Blending löst Work-Life-Balance ab!

Je nachdem, wo meine Prioritäten liegen und was mir wichtig ist, spielt der konkrete Job bzw. die konkrete Tätigkeit vielleicht auch gar keine so große Rolle, um ein „Traumjob“ zu sein. Der Begriff einer Work-Life-Balance wird zunehmend vom Begriff des „Work-Life-Blendings“ abgelöst – nie waren Beruf und Privatleben so eng miteinander verknüpft, wie in unseren Zeitalter der Digitalisierung. Eine meiner liebsten Geschichten in diesem Zusammenhang ist die Geschichte vom Straßenkehrer Beppo im Buch „Momo“ von Michael Ende. Er findet Erfüllung im Straßenkehren – und zwar nicht, wegen der Tätigkeit des Kehrens an sich, sondern durch die gelebte Achtsamkeit. Vielleicht ist es hilfreich, unser Berufsleben ab und zu wie die Straße bei Beppo zu betrachten. Schritt für Schritt vorzugehen, und immer nur an den nächsten Schritt denken und darauf zu achten, dass das, was wir tun, für uns selbst „passt“.

Angenommen, jemand ist nicht mehr glücklich in seinem Job: Was sind die ersten Anzeichen für dich? Und sind das nur seelische oder auch körperliche Symptome?

In der klassischen Arbeits- und Organisationspsychologie gibt es ganze Listen von Verhaltensweisen, die Mitarbeiter zeigen, die nicht mehr zufrieden in ihrem Beruf sind. Ganz oben stehen natürlich Dinge wie offen geäußerter Wunsch, das Unternehmen zu verlassen oder einen anderen Beruf zu ergreifen, aber es gibt auch schon Frühwarnzeichen. Stress im Job kann zu körperlichen und psychischen Symptomen führen – wer etwa häufig Kopfschmerzen oder Verdauungsprobleme am Arbeitsplatz bekommt, sollte sich fragen, ob sie oder er ausreichend (und ausgewogen) trinkt und isst, und wenn Ernährungsfaktoren ausgeschlossen werden können, fragen, ob derzeit irgendwelche besonderen Belastungen am Arbeitsplatz vorliegen.

„Wir können auch schleichend unglücklich werden.“

Oft und lange Krankheit ist ebenfalls ein Warnsignal – dass unser Immunsystem durch permanenten Stress dauerhaft geschädigt werden kann, ist in der Psychologie bereits seit über 70 Jahren bekannt (Selye – General Adaption Syndrome). Gleichzeitig müssen wir vorsichtig sein, wenn wir Symptome interpretieren. Aber ja: Wir können auch in einem Job schleichend unglücklich werden, quasi ohne es zu merken – und dann können Anzeichen wie häufige Infektions-Krankheiten, Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Verdauungsprobleme wichtige Anzeichen sein, um genauer hinzusehen.

Wie hilfst du in so einer Situation als Psychologin genau?

Das kommt sehr darauf an, wie ich in die Situation komme. Im Unternehmenskontext geht es meist um Maßnahmen im Anschluss an eine Mitarbeiterbefragung. Da ist dann zum Beispiel herausgekommen, dass ein gewisser Prozentsatz der Mitarbeiterschaft nicht so hohes Arbeitsengagement an den Tag legt, oder nicht so Zufrieden am Arbeitsplatz ist, wie eine Vergleichsgruppe. Hier kommt es auf Fingerspitzengefühlt an – denn für eine Qualitätssicherung solcher Mitarbeiter-Zufriedenheits-Befragungen ist es wichtig, die Anonymität der einzelnen Befragten zwingend zu wahren.

Gleichzeitig ist die Arbeitszufriedenheit etwa ein Konstrukt, was aus mehreren Variablen zusammengesetzt ist. Es ist also durchaus möglich, dass das Antwortverhalten einzelner Mitarbeiter statistisch Unzufriedenheit zeigt, diese Mitarbeiter sich selbst aber noch gar nicht als unzufrieden bezeichnen würden. Dementsprechend setzen im Unternehmenskontext viele Maßnahmen präventiv an. Konkret plane ich in diesem Kontext oft Workshops, in denen ich mit Kleingruppen ausgewählter Mitarbeiter und/oder Führungskräfte zentrale Themen erarbeite, Lösungsansätze sammele, die Umsetzung plane und eine Evaluationsmöglichkeit erstelle.

Traumjob finden – das Lebensrad hilft bei meinen Coachings weiter!

Im privaten Coaching-Bereich kommen dagegen eher Menschen zu mir, die bereits festgestellt haben, dass sie so nicht glücklich sind und eine Veränderung wünschen. Hier „helfe“ ich, indem ich „die richtigen Fragen“ stelle. Ich habe hier ein Modell für meine Arbeit entwickelt, was zum Teil auf dem Psychodynamischen Modell der Entwicklungspsychologie von Bronfenbrenner basiert, zum Teil der Struktur des „Lebensrades“ (Wheel of Life) aus dem Coaching nachempfunden ist. Hier können wir bildlich schön darstellen, was wir uns vom Leben wünschen, wie es momentan ist – und dann gemeinsam überlegen, welche Stellschrauben und persönlichen Ressourcen vorhanden sind oder wie entsprechende Ressourcen mobilisiert und gestärkt werden können.

Manchmal müssen wir auch unsere Erwartungen zurückschrauben!

Geht es eigentlich dann immer darum, gleich den Job zu wechseln oder reicht es manchmal auch, wenn wir die Bedigungen verändern? Und: Wie kann das konkret aussehen?

Manchmal reichen schon kleine Veränderungen. Zum Beispiel wenn es im Job immer Konflikte mit einem*r bestimmten*m Kollegen*in gibt, bei dem/der ich das Gefühl habe, dass er/sie mir immer unfreundlich begegnet, kann ich natürlich den Rückzug antreten und versuchen, jeglicher Kommunikation aus dem Weg zu gehen. Oder ich kann mich offen und ehrlich fragen „Was brauche ich für eine zufriedenstellende, ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit XY?“. Manchmal reicht es schon, wenn wir unsere eigenen Erwartungen zurückschrauben – so muss nicht jedes Gespräch im Job freundlich geführt werden, um effektiv zu einem Ergebnis zu führen. Wenn es mir gelingt, die professionelle Ebene in den Vordergrund zu stellen, kann ich auch einen „nicht freundlichen“ Umgangston wertfrei stehen lassen und professionell mit meinem Kollegen oder meiner Kollegin umgehen.

Traumjob finden als Mama: Meiner Erfahrung nach treffen hier gerade bei Eltern oft Glaubenssätze in unmöglichen Ausprägungen aufeinander. 

Bei Instagram habe ich neulich gefragt „Bist du glücklich in deinem Job?“ Die
Antwortmöglichkeiten: „Happy!“, was ganze 59 Prozent geantwortet habe. Da waren aber immerhin noch 41 Prozent, die für „NE!“ gestimmt haben. Das ist an sich ja ein Zeichen, dass es auch viele Mamas gibt, die nicht so glücklich sind in ihrem Job. Teilst du diese Beobachtung? Wenn ja – woran liegt es deiner Meinung nach, dass viele Mamas offenbar einfach einen Job machen (müssen).

Traumjob finden
www.psychotrainment.de

Das ist eine spannende Frage. Meiner Erfahrung nach treffen hier gerade bei Eltern oft Glaubenssätze in unmöglichen Ausprägungen aufeinander. Was macht eigentlich eine gute Mama aus? und was ist eine „gute, arbeitende Mama“? In der Gesellschaft wimmelt es nur so von Vorurteilen – Mamas, die arbeiten, vernachlässigen ihr/e Kind/er; Mamas, die mit ihrem Kind oder ihren Kindern zu Hause bleiben, lassen sich faul von ihren Partnern finanziell tragen oder liegen wahlweise „dem Staat auf der Tasche“.. wenn wir jedoch einen Schritt weiterschauen, sehen wir oft einfach nur Mamas, die jeden Tag ihr Bestes geben und oft genug an ihren eigenen Ansprüchen scheitern.

Dabei ist die Mutterschaft an sich schon eine lebensverändernde Aufgabe – kaum jemals muss sich ein Mensch so schnell entwickeln, wie eine Mutter, deren Mutterschaft an ein sich rasant entwickelndes Menschlein geknüpft ist. Das ist total anstrengend. „Nebenbei“ dann noch einer Tätigkeit nachzugehen, die vielleicht vor dem Hintergrund des unfassbaren Wunders des neuen menschlichen Lebens nicht mehr so ausfüllend oder auch wichtig erscheint, wie noch vor der Mutterschaft, hat natürlich Konfliktpotenzial.

Rollenklarheit kann in der Familie helfen!

Manche Mamas sind finanziell darauf angewiesen, einem Job nachzugehen, obwohl sie lieber mit ihrem Kind oder ihren Kindern zu Hause bleiben würden – andere lieben ihren Job und haben trotzdem an manch langem Arbeitstag ein schlechtes Gewissen, weil sie ihre Kinder unter der Woche nur zum Frühstücken und Abendbrot sehen. Hier kann mehr Rollenklarheit helfen – und Beppo. Oder diese Geschichte aus dem Zen-Buddhismus:

Ein Schüler fragte seinen Meister, wie dieser immer so ruhig und gelassen sein könnte – auch wenn er viele Menschen begleite und kaum Zeit für sich selbst oder Selbstfürsorge habe. Der Meister antwortete: „Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich.“ „Aber das tue ich auch!“ fiel ihm der Schüler ins Wort. „Nein“, sagte der Meister. „Wenn Du sitzt, dann stehst Du schon. Wenn Du stehst, dann gehst Du schon. Wenn Du gehst, dann bist Du schon am Ziel.“

Wir haben alle ein individuelles Sicherheitsbedürfnis!

 Ich fand auch die Antworten spannend, die unsere Follower uns genannt haben, die sie daran hindern, ihren Traumjob zu machen. Absolut nachvollziehbar. Unter anderem: „Traue mich nicht“, „Der fehlende Mut mit 3 Kids den gewohnten Job aufzugeben“, „Finanzielle Gründe und Arbeitszeiten“, „Arbeitszeiten mit Kind nicht vereinbar“, „Zu alt“, „Arbeitszeiten und Gehalt“, „Soziale Zwänge, die Qualifikation, Geldnöte (würden entstehen)“ oder auch „Möglichkeiten/ Bezahlung/ Angebot“. Sind das für dich schon Totschlagargumente oder gibt es deiner Meinung nach in vielen Fällen trotzdem einen Weg?

Das sind alles nachvollziehbare Gründe, ein bestehendes Arbeitsverhältnis zu behalten. Wir alle haben ein individuellen Sicherheitsbedürfnis und bei der Entscheidung, einen eventuellen Berufswechsel anzustreben, sollte auch eine Rolle spielen, was sich dadurch für uns verändert und wie wir diese Veränderungen einzeln und im Gesamt für uns selbst bewerten. Gewohnheit gibt Sicherheit, neue Wege einschlagen bedeutet immer auch, Unsicherheit in Kauf zu nehmen – und gerade im Beispiel mit den drei Kindern besteht das Leben möglicherweise bereits aus „genug“ Unbekannten. Gleichzeitig bedeutet lebendig sein, in Veränderung begriffen zu sein. Auch drei Kinder werden älter, selbständiger, haben andere Bedürfnisse und andere Möglichkeiten, im Familien(er)leben mitzuwirken.

Traumjob finden: „Spannend finde ich das Argument der finanziellen (Un)Sicherheit!“

Was dieses Jahr noch wie ein unmögliches Risiko scheint, kann sich in drei Jahren schon eher wie eine spannende Herausforderung anfühlen. Spannend finde ich das Argument der finanziellen (Un)Sicherheit – hängt dies doch unmittelbar mit unserer aktuellen Lebenssituation zusammen. Auch hier macht es Sinn, regelmäßig zu prüfen: Wie steht es um meine (konkreten) Finanzen und auch um meine gefühlte finanzielle Sicherheit? Wie möchte ich das haben? Was kann ich tun, um dem näher zu kommen? Und gerade, wenn ich ein persönliches Lebensrad erstelle, fällt meinen Klienten oft auf, wie wenig Bedeutung ein in ihren Gedanken bis eben noch unfassbar großes Thema eigentlich auf ihr gesamtes Leben betrachtet – im direkten Vergleich zu anderen Themen – hat.

Wie könnte denn ein Weg aussehen, um mit den Bedingungen Kind und „Geld verdienen müssen“ trotzdem meinem Traumjob näher zu kommen?

Am Anfang sollte immer die Frage stehen: Was ist mir wichtig? Was ist meine innere Grundhaltung? Was sind meine persönlichen Ziele für einen klar definierten Zeitraum? Natürlich spielten auch persönliche Qualifikationen und Interessen eine Rolle, grundsätzlich ist die konkrete Tätigkeit selbst aber vielleicht weniger bedeutsam als wir auf den ersten Blick glauben.

Liebe Mama, bitte schau, was du kannst und wo deine Erfahrungen und Stärken liegen!

Viele gerade junge Mütter die ich erlebe, sehnen sich nach einer Möglichkeit, schnell viel Geld von zu Hause aus zu verdienen und landen so im Multi-Level-Marketing (MLM). Das mag für die eine oder andere ein guter Weg sein, oft ist er jedoch zu kurz gedacht und das „schnelle Geld“, mit dem angeworben wird, machen die meisten MLM-Vertreter*innen leider nicht.

Ich empfehle eher, zu schauen, was Frau schon kann und wo bisherigen Erfahrungen und Stärken liegen – und dann darf der individuelle Weg auch durchaus ein sehr individueller sein. Eine ehemalige Studentin von mir erzählte mir neulich, dass sie sich gemeinsam mit einer Kollegin aus der Elternzeit auf eine Führungsposition im Unternehmen beworben habe – sie wollen den ersten geteilten Arbeitsplatz in diesem Unternehmen einführen und gemeinsam eine Vollzeitstelle in zwei Teilzeitstellen ausüben. Manchmal braucht es nur ein wenig Mut, neue Wege zu denken – und aus Skandinavien gibt es gerade einige gute Impulse für kreative Lösungen in der neuen Arbeitswelt – auch mit Familie, für Mamas und Papas.

Traumjob finden – wir müssen berücksichtigen, dass Berufsleben und Privatleben in Zeiten der Digitalisierung miteinander verschmelzen!

Wie sieht für dich ein erfüllter Arbeitnehmer/ Selbständiger aus?

Zufrieden und mit sich im Reinen. Wenn es uns gut geht, bringen uns auch kleine Stolpersteine etwa im Berufsleben nicht so leicht aus der Ruhe. Wir finden Zeit für die wichtigen Dinge und den Mut, die unwichtigen Dinge auch als unwichtig stehen zu lassen. Der Begriff des Work-Life-Blendings macht deutlich, dass unser Berufsleben und unser Privatleben bei den meisten Arbeitnehmer*innen und Selbständigen im Zeitalter der Digitalisierung verschmelzen – und diese Tatsache müssen wir berücksichtigen, wenn wir uns mit der Frage nach einem „Traumjob“ auseinandersetzen.

Permanente Erfüllung ist utopisch, es wird immer wieder Herausforderungen geben und vielleicht manchmal auch berufliche Umwege oder Sackgassen – gleichzeitig ist es wichtig, uns immer wieder vor Augen zu führen, was uns wichtig ist und was der nächste Schritt ist, um uns dann ganz auf den Moment zu konzentrieren. Ich glaube, Achtsamkeit ist ein Schlüssel zum Erleben von Erfüllung.

Herzlichen Dank für dieses wundervolle und erhellende Interview, liebe Annika!

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