Selbstzweifel – viele Frauen von uns haben sie. Und leiden drunter. Wir bleiben aufgrund von Selbstzweifeln weit hinter unseren Möglichkeiten. Einfach gebremst. Von Gedanken. Oder Gedankenmustern. Doch was können wir dagegen tun?


Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung, da ich alle Interviewpartner verlinke*


Das verrät uns MutterKutter-Mamapsychologin Isabel. Knackig. Einprägend. Auf den Punkt. Und dazu verraten euch 3 Frauen, 3 Mamas, welche Selbstzweifel sie plagen. Und was sie uns Frauen wünschen. Ehrlich. Hautnah. Aus dem Leben. Darunter das ehemalige Gesicht von RTL Explosiv: Janine Steeger.

Sie haben sich übrigens alle nach einem Aufruf von mir, Doro, in den Instagram-Stories bereit erklärt zu sprechen. Ich möchte mich von Herzen bei euch allen bedanken. Das ist nicht selbstverständlich. Aber ich glaube: genau diese Worte braucht es, damit wir alle voneinander lernen können.


Iben B.

Industriekauffrau, eine dreijährige Tochter, lebt im Norden Deutschlands.

Liebe Iben, ich danke dir sehr für deine offenen und ehrlicherweise sehr berührenden Worte. Danke, dass du dich bereit erklärt hast, über deine Selbstzweifel zu sprechen. Würdest du mir bitte hier noch einmal erzählen, was du oft fühlst und denkst?

Man fragt sich gerade als Mutter doch oft, ob man alles richtig macht. Wie du auch schon mal geschrieben hast, denkt man gerade nach den Mecker-Momenten darüber nach, ob das alles so richtig ist.

Selbstzweifel Mamablog MutterKutter
Mama Iben. Foto: Iben B.

Weiß meine Tochter, dass ich Sie liebe, obwohl ich mit ihr schimpfe? Ist es richtig, dass ich nicht sofort hinlaufe, wenn sie stolpert, sondern sie dazu ermutige selbst wieder aufzustehen und den Schmutz abzuputzen?

Nicht jeder will jede Meinung hören!

Oder wenn unser Wirbelwind herum klettert und ich nicht die ganze Zeit parat stehe, weil ich an sie glaube. Die umstehenden Menschen einen aber anschauen und sagen: Oh, meinst du Sie schafft das? Natürlich glaube ich das. Würde ich sie denn wissend in Gefahr bringen?!

Viele Menschen glauben, dass sie in jeder Situation der kompetente Ansprechpartner sind. Und sie glauben, dass jeder ihre Meinung zu etwas hören will. Dabei verbreiten diese Menschen Ihre Meinung nicht als andere Sichtweise oder Ratschlag, sondern es ist eher eine Handlungsempfehlung. Und wenn du dieser Handlungsempfehlung nicht nachkommst, dann bist du entweder nachlässig oder dumm.

Selbstkritik – einen Teil trägt das Internet dazu bei!

Gerade das Internet gibt den Menschen die Möglichkeit sich jederzeit und ungeniert zu äußern. Ungeachtet der Auswirkungen, die ihre Äußerungen haben, lassen Menschen jeden Gedanken einfach heraus. Sie sehen die Auswirkungen und Reaktionen ihrer Worte auf das Gegenüber ja nicht. Und auch wenn man fühlt, dass man es richtig macht und man fühlt, dass es dem Kind gut geht, so stellt man sich doch in Frage: Mache ich gerade alles richtig so?

In Bezug auf meine Tochter, neige ich extrem zu Selbstzweifeln. Dabei liebt gerade das eigene Kind einen bedingungslos ohne jegliche Anforderung. Es liebt einen einfach für das, was man ist und wie man ist. Und ich denke, diese bedingungslose Liebe jemand neuem oder etwas Neuem gegenüber ist etwas, wovon wir Erwachsenen uns unbedingt etwas abschauen sollten.

Wann suchen dich deine Gedanken heim?

Wenn ich am Tag zur Ruhe komme und irgendwie einen stressigen Tag mit vielen nervigen Momenten habe, dann denke ich über den Tag nach. Ich neige dazu viele Situationen immer und immer wieder zu analysieren und meine Reaktion darauf in Frage zu stellen.

Im Grundsatz ist Selbstreflexion nichts Negatives, aber habe ich wenig geschlafen oder einfach schlechte Laune, dann kann ich mich da schon ziemlich reinsteigern. Dann hinterfrage ich alles und jeden. Und komme dann am Ende zu Grundsatzfragen über meine eigene Persönlichkeit oder meine Handlungsweise.

Ich übe mich jeden Tag darin, gelassener zu werden!

Und gibt es irgendeine Möglichkeit, sie zu stoppen oder überrollen sie dich eher?

Ich versuche mir wirklich vor Augen zu führen, dass es gut ist, so wie ich bin. Dass ich nicht erwarten kann, dass mich andere Menschen so akzeptieren, wie ich bin, wenn ich selbst es nicht tue. Und wenn mich selbst etwas stört, dann muss ich bei mir anfangen dieses zu ändern. In meinem konkreten Fall bedeutet es, dass ich jeden Tag aufs Neue Versuche entspannter durch Leben zu gehen. Mir geht es gut und mir wird es noch bessergehen, wenn ich eine Situation so annehme, wie sie ist anstatt mich über diese zu ärgern.

Was glaubst du, woher sie kommen? Du hast mir ja zum Beispiel geschrieben, du seist „normaler Durchschnitt“. Was bedeutet das für dich denn? Normaler Durschnitt? Sind wir denn nicht alle einfach normal?

Ich bin blond, 1,58 m groß, Trage Kleidergröße 40 und Schuhgröße 38/39. Mein Kleidungsstil setzt sich oft aus Jeans, Turnschuhen und T-Shirt mit Cardigan zusammen. Ich würde mal sagen, wenn ich durch die Stadt gehe, dann siehst du 100, die meinem Schema entsprechen. Unsere Gesellschaft neigt dazu, die breite Masse als „normal“ anzusehen.

Sticht nun eine Person mit etwas Besonderem heraus – sei es äußerlich oder charakterlich – so ist diese Person erst einmal unnormal. Ich persönlich sehe „unnormal“ als etwas unglaublich Bereicherndes bei anderen Menschen an. Menschen, die einfach ihr Ding durchziehen. Die 50er-Jahre-Klamotten mit Stil tragen und damit durch die Stadt gehen.

Wir sollten mit dem Vergleichen aufhören!

Männer, die Frauenkleider tragen, weil sie diese einfach schön finden. Einfach sein Ding durchziehen ohne auf die Meinung anderer zu zählen, das ist für mich auch „unnormal“. Sich nicht auf die Meinung anderer fokussieren und sich so akzeptieren wie man ist ohne sich mit anderen zu vergleichen – das ist unnormal. Wir neigen viel zu oft dazu uns mit
dem Gegenüber zu vergleichen, weil wir diese Person ggf. als Handlungsmaxime ansehen.

Dabei ist es so wichtig, man selbst zu sein, aber es ist so viel einfacher normal zu sein und in der Masse „unterzutauchen“, denn dann lassen einen die anderen Menschen auch in Ruhe und fühlen sich nicht dazu berufen ihre Meinung zu einer angeblichen Besonderheit kund zu tun.

Ich möchte dir sagen: Du bist einzigartig, so wie du bist. Wenn du das liest – kannst du das annehmen oder prallen Komplimente eher an dir ab? Das ist zumindest bei mir oft so…

Komplimente sehe ich auch immer kritisch bzw. hinterfrage diese. Ist das sein / ihr Ernst oder dreht sie/ er sich gleich um und lacht sich mit jemanden kaputt? Oder habe ich nicht doch irgendetwas zwischen den Zähnen und es war nur Ironie? Um ein Kompliment voll anzunehmen, muss man mit sich selbst glaube ich total im Reinen sein. Man muss sich so akzeptiert haben, wie man ist. Mit Stärken und Schwächen. An dem Punkt bin ich aber noch nicht.

Selbstkritik loslassen – dazu gehört auch das Urteilen zu lassen.

Was würde dir helfen, damit du in den Spiegel schauen und sagen kannst: „Ich finde mich schön. Innen und außen.“ Oder hast du schon was gefunden, was dir hilft?

Natürlich könnte ich sagen, akzeptiere dich so wie du bist. Natürlich sollten wir das alle tun. Aber wenn das so einfach wäre, dann gäbe es nicht so viele Ratgeber und Seminare zu diesem Thema. Für mich habe ich herausgefunden, dass es wichtig ist, nicht mehr zu urteilen. Denn wer nicht urteilt, der vergleicht auch nicht. Wenn ich darüber nachdenke, wie jemand sich kleidet, dann vergleiche ich im selben Moment wieder mit der „gesellschaftlichen Norm“ und unbewusst vergleiche ich auch mich mit dieser „Norm“.

Wenn ich nicht mehr urteile, dann vergleiche ich auch nicht mehr und stelle mich selbst nicht mehr in Frage. Ich fange an zu akzeptieren – und wer akzeptiert, kann sich irgendwann auch lieben. So ist mein Plan – am Ende meiner Reise, sage ich dir gerne, wie es funktioniert hat

Gibt es irgendetwas, was du anderen Frauen mit auf den Weg geben möchtest?

Solange es niemanden schadet, sollte jeder sein „Ding durchziehen“. Die Energie, die wir alle darauf verschwenden anderen zu gefallen, können wir so viel besser einsetzen. Wenn jemand ein Problem mit mir hat, dann ist es im Endeffekt sein Problem und ich sollte dieses nicht zu meinem machen, in dem ich mich selbst hinterfrage. Wir alle sollten eher ein Teil unserer Energie darauf verwenden anderen Menschen zu sagen, wie wundervoll sie sind.

Mama Iben findet ihr hier bei Instagram.


Rita Hillen

dreifache Mama, Sozialpädagogin & Kursleiterin für Babymassage

Liebe Rita, woran zweifelst du oft? Wie sehen deine Gedanken und Gefühle aus?- 

Generell zweifle ich oft an mir selber. Daran, ob ich gut genug bin in den unterschiedlichen Rollen, die ich habe. Bin ich gut genug als Mama, als Ehefrau, als Ich-Selber, als Freundin und als Sozialpädagogin? Kann ich die Bedürfnisse aller erfüllen- inklusive meiner eigenen?

Selbstzweifel Mamaleben MutterKutter
Foto: Rita Hillen

Wir haben gerade unser Haus vermietet, um mit unseren drei Kindern auf Open-End-Reise zu gehen. Vor diesem Hintergrund zweifle ich oft daran, ob wir im Sinne der Mädels die richtigen Entscheidungen treffen. Aus dem bestehenden System auszubrechen zieht ja einen ganzen Rattenschwanz nach sich: Kindergartenfrei, Schulfrei, kein fester Wohnsitz… und vieles mehr. An uns wird einiges an Kritik herangetragen, was die Zweifel natürlich noch verstärkt.

Selbstkritik: Bin ich gut genug?

Kürzlich habe ich mich selbstständig gemacht und zweifle ständig daran, ob ich dafür gut genug bin, ob ich genug weiß, ob ich genug geleistet habe, ob ich gut genug für meine Klientinnen da bin, ob ich den Erwartungen entspreche.  Ob ich Berufs- und Familienleben gut genug vereinen kann. Ob unsere Ehe die Umstellung auf eine komplett neue Rollenverteilung gut verkraftet und ob ich mir hinter all dem auch noch selbst gerecht werden kann.

Bei mir werden sie doller je müder ich bin. Kennst du das?

Ja, definitiv! Ich habe über die Jahre verstanden, dass meine Selbstzweifel auf jeden Fall zyklusabhängig sind. In der ersten Hälfte zweifle ich kaum bis gar nicht an mir, strotze vor Selbstbewusstsein und bin mutig und sicher in allem, was ich mache.

Ab dem Eisprung ändert sich das von Tag zu Tag. Je weniger Energie ich habe, desto schneller schleichen sich die Selbstzweifel ein.  Seit ich das so für mich erkannt und akzeptiert habe, kann ich gut vorbeugen, indem ich in dieser Zeit einfach noch achtsamer mit mir selber umgehe.

Weißt du denn, dass sie eigentlich totaler Quatsch sind und du ganz sicher wundervoll bist…? Oder kannst du das nicht fühlen…? Bei mir wird es besser, aber es kommt auf die Momente an… 

Natürlich weiß ich tief in mir drin, dass es Quatsch ist und ich toll bin, so wie ich bin! Aber genau, es kommt auf die Momente und die Phasen an. Wenn ich mich – wie viele Frauen – mit meinen eigenen Bedürfnissen ständig ganz hinten anstelle, mich selbst nicht so wichtig nehme und einfach wenig fürsorglich mit mir umgehe, dann ist das ein super Nährboden für meine Zweifel.

Ich mache bestimmte Übungen – das hilft mir.

Du hast mir geschrieben, dass du beruflich genau das anderen Mamas sagst. Aber du zweifelst selbst an dir. Das kenne ich auch. Ich kann super Ratschläge geben, aber sie nicht so gut auf mich persönlich anwenden. Was können wir tun, um das zu ändern? Was hilft dir denn grundsätzlich, wenn diese Gedanken auftauchen? 

Tja, das ist eine sehr gute Frage! Vielleicht müssen wir uns in den Momenten ohne Zweifel trauen, in uns reinzuhorchen, unser inneres Kind ansehen und uns fragen: „Was hätte ich damals gebraucht?“ Bei mir ist es schon besser geworden, seit ich bestimmte Übungen, die ich den Frauen, die ich begleite, auftrage, selber mache.

Geheimtipp: ein Erfolgsjournal

Ich nutze seit Jahren ein „Gut-gemacht-Büchlein“. Einige nennen es Tagebuch, andere Erfolgsjournal. Ich schreibe einfach jeden Abend mindestens 3 Dinge rein, die ich am Tag gut von mir fand. Das kann alles Mögliche sein: Ein toller Mama-Tochter-Moment, ein getätigter Anruf beim Amt, den ich schon seit Wochen vor mir hergeschoben habe, Sport, die Tatsache, dass ich mir Zeit nur für mich freigeräumt habe… Sowas!

In schlechten Momenten kann ich in diesem Büchlein blättern und lese, was ich eigentlich für eine Granate bin und wie ich wachse. Jeden Tag! Darüber hinaus hilft mir grundsätzlich, dass ich diese innere Selbstzweifel-Stimme annehme, ohne ihr zu viel Raum zu geben. Dann kann ich auch mal sagen: „Ach, du schon wieder, was gibt´s diesmal?“  Das hilft auf jeden Fall und nimmt das Drama raus. Klappt aber natürlich nicht immer, aber immer öfter!

Liebe Mamas, ihr müsst nicht pausenlos funktionieren!

Was möchtest du anderen Mamas sagen, die Selbstzweifel haben? Was kannst du ihnen mit auf den Weg geben?

Ich möchte anderen Mamas sagen, dass sie nicht pausenlos funktionieren müssen und dass es ok ist, auch mal erschöpft zu sein. Wir sind keine Maschinen, die keine Fehler machen dürfen, wir sind Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten und am Ende verbindet uns alle dasselbe: Wir wollen geliebt werden.

Anstatt dass wir alle Masken tragen, um uns gegenseitig zu beweisen, dass wir gut genug sind, sollten wir alle wieder mehr Menschlichkeit zeigen. Fehler machen, unperfekt sein, nach eigenen Maßstäben leben, ohne uns gegenseitig zu vergleichen und zu beurteilen, mit Glück, Trauer, Lachen, Weinen, Humor, Schmerzen, mit Frohsinn und Narben.. die ganze Palette! Keine Selbstoptimierung, was im Übrigen auch in punkto Selbstfürsorge gilt. Gut zu sich selbst sein, nicht weil es ein Trend ist, sondern weil es aus uns selbst herauskommt.

Wir müssen niemandem etwas beweisen, denn wir sind gut genug so, wie wir sind. Liebenswert und wertvoll!

Wir wünschen uns für unsere Kinder, dass sie satt an Liebe aufwachsen. Unsere Kinder lernen am meisten durch Vorleben. Damit sie sich also selber lieben, müssen wir ihnen genau das vorleben und das geht nur, wenn wir es tun.

Ihr könnt Rita über ihre Homepage kontaktieren und ihr findet sie hier bei Instagram.


Janine Steeger

Journalistin, Moderatorin & Medientrainerin. Lebt nachhaltig. Und gibt ihre grünen Themen in die Welt hinaus. Mama eines Sohnes.

Liebe Jenny, auch du hast mir auf meinen Instagrampost geantwortet. Ich im ersten Moment so: „Frau Steeger, was…Du hast Selbstzweifel?“ Ehrlich, ich wäre so nicht darauf gekommen. Eine Frau im Rampenlicht. Jahrelang RTL Explosiv-Moderatorin, nun im Auftrag der Nachhaltigkeit auf Bühnen unterwegs. Vielleicht magst du uns hier noch einmal erzählen. Welche Selbstzweifel hast du? Und in welchen Momenten kommen sie hoch?

Selbstzweifel Mamablog MutterKutter
Foto: Janine Steeger

Lustig, dass alle immer denken, dass Frauen im Rampenlicht vor Selbstzweifeln gefeit sind. Für mich kann ich nur sagen: Im Gegenteil. Ich war schon als Teenager total kritisch mit mir selbst, in Bezug auf alles. In meinen Genen steckt ganz viel Perfektionismus. Ich wollte immer die beste Leistung abliefern, gleichzeitig everybodys Darling sein und dabei auch noch fabelhaft aussehen.

Gerade weil ich so bin, habe ich mich an vielen Stellen meiner Karriere gefragt, ob ich mir das wirklich weiterhin antun will, mich auf einer Bühne zu präsentieren und damit Freiwild für sämtliche Kommentare aus der Kategorie verletzend zu sein. Jeder dumme Spruch hat eine kleine Narbe hinterlassen.

Bin ich eine gute Mutter?

Aber ich will und kann mich nicht beschweren, selbst gewähltes Schicksal. Aber auch in meinem Privatleben mangelt es nicht an Selbstzweifeln. Bin ich eine gute Mutter? Eine gute Partnerin? Ich erkenne da an vielen Stellen Verbesserungsbedarf. Schon als unser Sohn noch klein war, war meine Tasche auf dem Spielplatz immer am schlechtesten ausgestattet. Keine Kekse, keine Feuchttücher, keine Apfelschnitze. Verpflegung ist bei mir insgesamt ein schwieriges Thema. Weil ich Kochen wirklich  hasse.

Aber anstatt das einfach hinzunehmen und mir bewusst zu sein, dass ich dafür andere Sachen toll hinbekomme, quäle ich mich mit Selbstzweifeln. Manchmal träume ich davon Mann und Kind  abends ein ausgewogenes, gesundes und leckeres Essen hinzustellen. Selbstverständlich sehe ich in diesem Traum aus, wie aus dem Ei gepellt. Manchmal trage ich wie Claire Underwood (House of Cards, keine Kinder) sogar zu Hause Kostüm und Pumps. Die Realität sieht dann so aus, dass ich Bio-Pizza bestelle und sie barfuß, in Wohlfühlklamotten und ungeschminkt serviere.

Ich fühle mich bis heute unwohl.

Du hast es mir ja auch geschrieben, Zitat: „Das Übliche: Zu dick, zu hässlich, zu sonst was“. Das hört sich so hart an. Was fühlst du genau in diesen Momenten, wenn diese Gedanken hochkommen?

Ich hab kurz vor meinem Abi meine erste Diät gemacht und immer mit meinem Gewicht gekämpft. Das Thema Akne begleitet mich sogar noch länger. Zwei Themen, die einfach super oft dazu geführt haben, dass ich mich unwohl und ja, auch hässlich gefühlt habe. Und das ist bis heute so geblieben.

Ich habe es leider auch mit Anfang 40 noch nicht geschafft, ein liebevolles Verhältnis zu meinem Körper aufzubauen. Ich verlange schon immer zu viel von ihm und anstatt ihm zu danken, dass er das alles so mitmacht, bin ich dann noch zusätzlich sauer auf ihn, wenn er mir zeigt, dass ich nicht genug auf mich acht gebe. (Damit beantworte ich nicht exakt die Frage, die Du gestellt hast. Aber das kann ich Dir gar nicht beantworten, was ich in solchen Momenten fühle.)

Rundungen sind nicht en vogue!

Und, ja, ich kenne die oben genannten Gefühle und Gedanken auch: Aber, bitte: Woher kommen denn diese schlechten und völlig falschen Gefühle? Hast du für dich eine Erklärung?

Bei mir ist das glaube ich eine Paarung aus Perfektionismus und den Schönheitsidealen unserer Zeit. Kürzlich sagte eine TCM-Beraterin zu mir: „Sie haben halt das Pech, dass sie in einer Zeit leben, in der Rundungen nicht so en vogue sind. Zu anderen Zeiten, mit anderen Schönheitsidealen, hätten Sie sich nicht so unter Druck gesetzt.“

Hat sie grundsätzlich Recht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ich mich selbst schlanker schöner finde. Was mich stört ist, dass das Thema manchmal so viel Raum einnimmt. Ich habe ja privat und beruflich viele wirklich wichtige Dinge und Themen, um die ich mich kümmern muss und möchte. Dafür brauche ich meine Energie eigentlich.

Darüber zu sprechen – das hilft mir!

Und sie sind einfach Quatsch. Was hilft dir in diesen Momenten? Hörst du beispielsweise die Worte deines Mannes oder andere Komplimente? Und was tust, damit es dir besser geht bzw. was hilft dir?

Bei allen Selbstzweifeln, ob es ums Muttersein geht, um Berufliches, oder auch Äußerlichkeiten – es hilft mir immer mit meinen Engsten darüber zu sprechen. Weil sie mich immer lieben und akzeptieren wie ich bin. Aber trotzdem ist die Wahrheit natürlich auch: Du bist trotzdem in all diesen Momenten des Selbstzweifels allein.

Ich muss allein da raus auf diese Bühne, obwohl ich in dem Moment vielleicht an meinem Können zweifle. Ich muss die Blicke der anderen Mütter ertragen, wenn ich irgendwas in Bezug auf mein Muttersein vermeintlich nicht im Griff habe. Wenn ich richtig durch den Wind bin, hilft immer Laufen an der frischen Luft. Das Joggen in der Natur macht mir den Kopf frei und lässt mich zu mir selbst zurück finden.

Für Frauen müssen uns mehr zutrauen!

Was wünschst du uns Frauen?

Es klingt so klischeehaft, aber wir müssen uns viel mehr zutrauen. Ich habe ja die Seite futurewoman.de ins Leben gerufen, weil ich bei Diskussionsrunden, die ich moderiere, oft die einzige Frau bin. Auf Nachfrage bei den Veranstaltern höre ich dann meist: Wir haben einfach keine Frau gefunden, die Expertin in dem Bereich ist. Das liegt allerdings nicht daran, dass es sie nicht gibt. Es liegt daran, dass wir uns nicht sichtbar machen, nicht in den Vordergrund drängen. Weil wir tausend Selbstzweifel und Versagensängste haben.

Ich wünsche uns allen, dass wir da mehr Mut beweisen, mehr zur Rampensau werden und zwar auch dann, wenn wir uns eigentlich ins Hemd scheißen, wenn wir unsere Teilnahme zusagen. Ich hab bis heute vor ganz vielen Dingen richtig Schiss. Mir wird schlecht, ich werde panisch. Aber ich mache es trotzdem. Und danach habe ich wieder einmal mehr verstanden, dass ich es kann.

Janine Steeger könnt ihr über ihre Homepage kontaktieren. Ihr findet sie auch bei Instagram und Facebook. Ihr Herzensprojekt heißt: Futurewoman


Isabel Huttarsch

Mamapsychologin & MutterKutter-Autorin

Liebe Isabel, ich habe es nun direkt auf meinen Post wieder bestätigt bekommen. Viele von uns Frauen haben Selbstzweifel. Ich habe Worte und Gedanken lesen dürfen, dich mich sehr berührt haben, weil ich dachte: Wie kann das sein? Warum fühlen wir uns so oft so? Warum machen wir uns so oft so schlecht? Hast du eine Erklärung dafür? Woher kommen diese Selbstzweifel?
Selbstzweifel Mamapsychologin Isabel Huttarsch Mamablog Mamablogger MutterKutter Dresden Autorin Verantwortung Eltern
Mamapsychologin Isabel Huttarsch. Foto: get_shot.de

Die Fähigkeit, sich selbst kritisch zu hinterfragen, ist wesentlich dafür, dass wir uns als Menschen weiterentwickeln können. Werten wir uns jedoch kontinuierlich selbst ab, so bleibt das nicht ohne Folgen für unsere Gesundheit und für unser Leben.

Die eine Ursache für Selbstzweifel gibt es nicht. Und doch sind sich Wissenschaftler*innen heute darüber einig, dass das, was wir in unserer Kindheit erleben, eine große Rolle bei der Ausprägung unseres Selbstwertes spielt. In der Kindheit ist unser Überleben abhängig von unseren Eltern bzw. anderen Bindungspersonen. Und diese verwenden nicht selten Kritik, Tadel und Strafe, um uns die in ihren Augen (lebens-)notwendigen Denkens-, Fühlens- und Verhaltensmuster mit auf den Weg zu geben. So werden wir als Kinder zumindest teilweise über unsere Leistung definiert.

Der innere Kritiker!

Konkret erleben wir dabei, dass wir, abhängig davon, wie wir uns verhalten, mehr oder weniger Zuneigung und Unterstützung durch andere erfahren. Was wir daraus mitnehmen, ist häufig die Schlussfolgerung, dass unser eigener Wert nicht grenzenlos sein kann, sondern abhängig ist von dem, was wir tun oder sagen. Die (kritische) Stimme unserer wichtigsten Bezugspersonen wird zur Stimme unsere*s innere*n Kritikers*in und begleitet uns ein Leben lang. Das Ausmaß der bedingungslosen Liebe, das wir in unserer Kindheit erfahren, hat also große Auswirkungen auf die Vorstellung von unserem eigenen Wert und darauf, was wir glauben, im Leben schaffen zu können und was nicht.

Aber auch über die Phase der Kindheit hinaus gibt es immer wieder Situationen, in denen unser eigener Selbstwert durch Vergleiche bzw. Bewertungen anderer in Mitleidenschaft gezogen wird, insbesondere, wenn unser*e innere*r Kritiker*in besonders laut spricht, mit dem eigentlichen Ziel, uns zu schützen.

Ich bin wertlos. Ein typischer Gedanke!

Was sind typische Gedanken (-muster), die du in deiner Arbeit mit den Frauen immer wieder erlebst?

Die oberflächlichen Gedankenmuster sind sehr vielfältig und individuell. Je tiefer wir in den gemeinsamen Arbeitsprozess einsteigen, desto häufiger kommen immer wieder ähnliche Glaubenssätze ans Tageslicht. Ich schaffe nichts – Ich bin wertlos – Ich bin nicht (gut) genug – Ich bin keine gute Mutter -Ich mache alles falsch – Ich versage.

Habe ich nur den Eindruck oder spüren wir Frauen viel öfter Selbstzweifel als Männer…

Dein Eindruck entspricht dem, was wir aus aktuellen Studien wissen. In zusammenfassenden Meta-Analysen konnte gezeigt werden, dass Frauen sich im Durchschnitt grundsätzlich weniger positiv einschätzen als Männer das tun. Im direkten Vergleich schätzen Männer ihre Leistung deutlich realistischer ein als Frauen, deren eigene Leistungseinschätzung meist negativer ausfällt als es objektiv der Fall ist.

Frauen sind abhängiger von Bewertungen durch andere.

Die spannende Frage ist natürlich, wo dieser durchschnittlich zu beobachtende Geschlechtereffekt herkommt. Man weiß heute, dass Männer ihren Selbstwert mehr aus sich selbst heraus definieren, während der Selbstwert von Frauen deutlich abhängiger ist von der Bewertungen und Rückmeldungen durch andere. Evolutionspsychologen*innen erklären sich das dadurch, dass Frauen, insbesondere in der Schwangerschaft und mit Kind, auf den Halt und den Schutz der Gruppe angewiesen sind. So macht es aus evolutionärer Sicht betrachtet durchaus Sinn, dass Frauen die Kritik anderer mehr zu Herzen nehmen, um Teil der Gruppe zu bleiben und damit sich und ihre Nachkommen optimal zu schützen.

Dazu kommt, dass Männer in unserer Gesellschaft meist als das „starke“ Geschlecht dazu angehalten werden, Ängste und Zweifel mit sich selbst auszumachen. So erfahren und sprechen wir deutlich seltener über die Zweifel von Männern, obwohl es sie durchaus gibt, wenn auch in durchschnittlich geringerem Ausmaß als bei uns Frauen.

Im schlimmsten Fall bleiben wir hinter unseren Möglichkeiten zurück.

Was machen diese Selbstzweifel mit uns? Wohin bringen die uns?

Selbstzweifel nagen an uns. In gewisser Weise sind sie die scharfe Säge am Ast, auf dem wir sitzen. Zweifeln wir dauerhaft an uns selbst, führt das nicht nur zu Ängsten, sondern auch zu kompensatorischem Vermeidungsverhalten. Wir beginnen, bestimmte Personen und Situationen zu meiden und verstecken Teile unseres Körpers und unserer Persönlichkeit, da wir uns bestimmte Dinge nicht zutrauen oder uns für sie schämen.

Dabei reden wir uns selbst klein und fühlen uns schlecht. Im schlimmsten Fall aber bleiben wir sogar hinter unseren Möglichkeiten zurück, wodurch wir Schritt für Schritt unsere eigenen Träume begraben und ein Leben leben, das wir eigentlich nicht leben möchten.

Manchmal wirkt es so, als ob wir uns regelrecht untergraben. Wie kommen wir da wieder raus? Was können wir tun, wenn Selbstzweifel an uns nagen?

Dadurch, dass uns Selbstzweifel „dank“ unserer*s innere*n Kritikers*in kontinuierlich begleiten, ist es eine harte Nuss, ihnen Herr*in zu werden. Aber es ist möglich. Und definitiv lohnenswert. Dabei gilt: alles, was unseren Selbstwert stärkt, lässt Selbstzweifel kleiner werden.

Ein Erfolgstagebuch hilft gegen Selbstzweifel

In Phasen, in denen wir an uns zweifeln, könnten wir uns also beispielsweise ganz bewusst vor Augen fühlen, worin wir besonders gut sind oder was wir bereits alles geschafft haben. Da uns in den schier unendlichen Tiefen des akuten Selbstzweifels bestimmt nichts einfallen wird, macht es Sinn, sich ein „Erfolgstagebuch“ anzulegen: En einfaches Heft, in das wir konsequent jeden Tag mindestens eine Sache eintragen, die wir geschafft haben. Was ein Erfolg ist, definieren wir dabei im Übrigen selbst. Überkommen uns die Selbstzweifel, reicht dann oft schon ein Blick in das Buch, um sie als Lüge zu enttarnen.

Ansonsten finde ich es sehr hilfreich, bei den sich anbahnenden Zweifeln einen Schritt beiseite zu treten und einmal ganz genau zu beobachten, was da gerade passiert: Gibt es einen Auslöser dafür, dass gerade jetzt die Selbstzweifel kommen? Was wurde da gerade getriggert? Woher kommt dieser Gedanke? Und ist das wirklich MEIN Gedanke bzw. Gefühl?

Streckt den Selbstzweifeln die Zunge raus!

Sollte das alles nichts nützen, kann es Gold wert sein, einfach mal den Mut zu haben, zum Hörer zu greifen, um die*den Beste*n Freund*in anzurufen und ihn*sie um eine ehrliche Einschätzung der „zweifelhaften Lage“ zu bitten. Das, was unsere Selbstzweifel wirklich nachhaltig kleiner werden lässt, ist die Erfahrung, dass wir das, woran wir gezweifelt haben, tatsächlich erfolgreich bezwingen konnten.

Und so dürfen wir ruhig häufiger dem Selbstzweifel mal die Zunge raus strecken und „einfach mal machen“, auch, wenn wir uns über das Ergebnis noch nicht ganz im klaren sind.

Wenn ich dir nun zum Beispiel sage: „Ich fühle mich oft unattraktiv.“ Das ist tatsächlich so. Was kann ich konkret tun, damit ich mich besser fühle? 

Ich glaube, dass der wichtigste Schritt darin besteht, aufzuhören, gegen diesen Gedanken bzw. dieses Gefühl anzukämpfen. Es ist ok, dass du dich unattraktiv fühlst. Das bedeutet aber nicht, dass du es weiterhin tun musst. Es macht dir lediglich die Hände frei für das Selbstmitgefühl und deine innere Umarmung an dich selbst. Du bist richtig so wie du bist, mit all deinen Zweifeln. Punkt.

Was kann ich jetzt für mich tun?

In einem zweiten Schritt könntest du versuchen, deinem „unattraktiven“ Gefühl einmal etwas näher zu kommen. Beispielsweise mit der Frage „Wann fühle ich mich eigentlich attraktiv – und wie unterscheiden sich die inneren und äußeren Bedingungen dieser Situation vom Jetzt-Zustand?“ Im Anschluss ist es hilfreich, wenn du dir diese Bedingungen einmal näher anschaust und dich fragst: „Was davon liegt in meiner Hand? Was kann ich jetzt für mich tun?“

Hast du bereits ein Erfolgstagebuch, so könntest du jetzt darin blättern und nachlesen, was du darin über deine Attraktivität geschrieben hast. Und falls da noch nichts dazu steht,hast du gleich einen Anhaltspunkt, worauf du in Zukunft bei deinem täglichen Eintrag etwas mehr achten könntest.

STOP!

Manchmal, da helfen alle „Maßnahmen“ nichts. Die Selbstzweifel verlassen ihren Posten nicht. Da ist dann auch mal ein nachdrückliches „STOP – halte die Klappe“ an die*den innere*n Kritiker*in angebracht. Diese Technik des Gedankenstopps kommt aus der Psychotherapie und ist zu Beginn vielleicht etwas seltsam. Aber mit der Zeit wirst du merken, dass du damit immer mehr Einfluss auf deine Gedanken gewinnst. Natürlich macht auch hier Übung den*die Meister*in.


Hilft es denn wirklich, sich jeden Tag vor den Spiegel zu stellen und zu sagen: „Ich mag mich. Ich bin schön.“?

Ziel dieser Spiegelübung ist es nicht, wir uns täglich irgendeinen vorgefertigten Satz ins Gesicht knallen und urplötzlich das glauben, was wir seit Jahren anzweifeln. Aber tatsächlich höhlt hier steter Tropfen den Stein. Durch diese Übung werden Prozesse im Gehirn in Gang gesetzt, die es ermöglichen, bestehende, „selbstzweifelnde“ Netzwerke zu öffnen für positive, selbstwertschätzende Veränderungen.

Mindestens so wichtig, wie dieser „direkte Effekt“, ist in meinen Augen die Tatsache, dass wir uns durch diese tägliche Übung Raum geben für und mit uns selbst. Wir wenden uns uns selbst in friedlicher Absicht zu und nehmen uns und unser Empfinden ernst. Vor dem Spiegel beginnen wir wortwörtlich, uns zu sehen. Und das öffnet unserem Selbstmitgefühl die Tür. Auch, wenn es zu Beginn nur ein kleiner Spalt sein mag.

Lasst uns unsere Träume leben anstatt zu zweifeln!

Was wünschst du uns Frauen?

Die Erkenntnis, dass unser eigener Wert dieselbe Größe besitzt, wie der unserer Kinder. Denn dass unsere Kinder unendlich wertvoll sind, zweifeln wir nicht wirklich an, oder?

Wir selbst sind eines dieser Kinder. Lasst uns nicht hinter unseren eigenen Träumen zurück bleiben.

Isabel könnt ihr hier über ihre Webseite kontaktieren. Ihr findet sie auch hier bei Instagram oder hier bei Facebook. Sie ist Teil der MutterKutter-Crew.

2 Kommentare zum Thema “Selbstzweifel. 3 Frauen. 3 Interviews aus dem Leben.”

  1. Danke für diesen tollen Beitrag, hier kann man auch als Mann viel lernen. Ja, auch Männer haben Selbstzweifel. Interessant ist auch, wie die Selbstzweifel enstehen: Ja, wir möchten alle irgendwo dazu gehören. Sprich wir fühlen uns nie komplett. Dieses Gefühl müsse wir überwinden. Wir sind komplett auch ohne einen Partner, auch ohne Bewunderer. Wir haben alles, was wir brauchen in uns. Das müssen wir nur erkennen.

    Liebe Grüße
    Vaterfreuden

    1. Lieber Papa Vaterfreuden, danke dir für deine Worte und deinen Input. Wie cool. Es ist für uns toll zu hören, dass wir auch Männer ansprechen. Und du sprichst es aus: im Erkennen liegt der Schlüssel. Manchmal ist das ein langer Weg, aber wenn wir uns alle gegenseitig an die Hand nehmen, dann wird es was, glaube ich. Herzliche Grüße von Doro

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