Gestatten, bei uns Dahindens herrscht Rollentausch. Oder anders: Hallo, ich bin Doro. Und ich habe auf ziemlich viele Dinge, die im klassischen Sinne zu der Rolle einer Mama gehören, einfach keinen Bock. Aber zum Glück gibt es da ja meinen Mann. Der kann nämlich Mama. Sehr gut sogar.


Werbung – Kooperation mit NatureHome.

Und weil ich ehrlicherweise ziemlich oft darüber schmunzel, dass weder der Hashtag #bastelnmachtglücklich noch #kochenistliebe bei mir irgendwelche Emotionen auslöst, mein Mann dafür aber leidenschaftlich dabei und womöglich norddeutscher König dieser Disziplinen ist, dachte ich mir: Darüber solltest du unbedingt mal schreiben. Denn vielleicht geht es der einen oder anderen da draußen ja genauso?

Rollentausch mein Mann kann das besser Mamablog MutterKutter

Gut, los geht es: Zehn Dinge, die mein Mann besser kann als ich. Zehn Dinge, bei denen ich mich manchmal ins Rollentausch-Universum katapultiert fühle. Zehn Dinge, die euch einfach so zwischendurch zum schmunzeln bringen sollen. Here we go – hier kommt der MutterKutter-Rollentausch:

1. Kochen. Schöne Kochbücher liebe ich, ja. Das war es auch schon.
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Werbung, weil Kochbücher erkennbar. Völlig unbeauftragt, da Symbolbild.

Also ganz vorneweg. Ich liebe gutes Essen. Und schöne Kochbücher. Ich kaufe sie auch. Nur: Ich koche nicht daraus. Höchstens 2 Mal im Jahr. Denn: Kochen stresst mich. Ungemein. Ich weiß nie, was ich essen soll. Also weiß ich auch nicht, was ich kochen soll. Außer Nudeln. Mit Soße. Die gehen immer. Die Nudeln sind gerne mal zu lange im Wasser gewesen. Weil ich vergessen habe, die Uhr zu stellen. Und zu viele, weil ich auch keine Lust habe, sie abzuwiegen. Meine Soßen schmecken auch fast immer, sagt mein Mann. Die koche ich freestyle. Da kommt rein, was vorhanden ist und ich für gut befinde. Da kann auch mal Honig in der Sahnesoße landen. #schmeckt.

Nur: Ganz ehrlich?! Wenn die Familie kommt? Kocht mein Mann. Wenn Weihnachten ist? Kocht mein Mann. Abends für uns? Kocht zu 90 Prozent mein Mann. Weil er es einfach wunderbar kann. Und daraus manchmal fast eine Wissenschaft macht. In welcher Reihenfolge die Zwiebeln, die Zucchinis, die Tomaten in die Pfanne müssen…Dazu eine Prise…Oh, und genau an dieser Stelle höre ich oft nicht mehr zu.

Und für Kritik bin ich leider auch nicht offen. Wehe, er verbessert mich ungefragt. Der Löffel ist schonmal wutschnaubend in der Pfanne gelandet. Und ich in den Streik gegangen. Wohlwissend, dass das Essen besser wird, wenn er einfach übernimmt.

2. Einkaufen: was wollen wir essen? Keine Ahnung.

Und da wären wir auch gleich beim 2. Punkt. Wer ungern kocht….richtig: der kauft auch ungern ein, denn: Planung ist eine halbe Mahlzeit. Und die fehlt mir. Alleine Thorstens Frage vor dem Einkaufen: „Was wollen wir die Tage essen?“ löst bei mir in müden Momenten schon kleine Schweißperlen auf der Stirn aus. Essen? Ja, müssen wir. Gesund? Na klar. Hast du eine Idee? Nö. Aber du bestimmt. Ja. Hat er. Fast immer.

Im Supermarkt lande ich übrigens meistens nach dem Sport. Mit Hunger. Das ist nicht gut. Wisst ihr ja. Oder mit 2 Kleinkindern. Auch schön. Wenn 2 mit diesen Kindereinkaufswagen durch die Gegend rollen, du dazu den Buggy in der Hand hast und sie kaum davon abhalten kannst, entweder jemandem in die Hacken zu fahren oder im Weg stehen zu bleiben.  Super ist dann auch die Spielzeugabteilung im örtlichen Supermarkt – wer hat die bitte erfunden? „Hallo, Thorsten, wir sind in 2 Stunden zurück.“ „Nein, Anni. Das kaufen wir heute nicht. Ja, das kannst du dir zu Weihnachten wünschen. Wünschen kannst du dir echt alles…“ Und, nein, bitte….jetzt KEINEN Wutanfall, weil der Hunger zu groß und der Bäcker erst hinter der Kasse ist.

Ja. Genau. Auch deshalb geht meistens mein Mann los. Und weil er es offenbar einfach gerne macht. Oder, Schatz?

3. Backen macht glücklich?! Mich der ungebackene Fertigkuchenteig.

Neulich hatten wir Lichterfest in der Kita. Und ich muss ja sagen. Ich finde es total toll, wenn Muffins in Form vom Krümelmonstern gebacken werden. Ist voll so Pinterest. Aber echt nicht mein Beritt.

Wenn es daran geht, dass hausgemachte Brötchen oder was gestalterisch-sensationelles auf den Tisch soll: mein Mann übernimmt. Ihr sucht jemanden für einen coolen Kuchen? Backt er euch bestimmt. Er kann zaubern. Ich auch. Ich packe ein Ei mehr zur Biobackmischung und schon: wird der Kuchen noch ein bisschen leckerer. Der Teig aber erst recht. Und, ehrlich: Wer braucht noch Kuchen, wenn es auch Teig gibt?

4. Basteln, Malen, Tuschen…whatever! Er kann es besser.

Mein Mutter hat immer behauptet, ich könne echt gut malen….Besonders Pferde! Danke, Mama, das ist echt, nein, WAR echt aufbauend. So, Leute. Bitte: Vergleicht die Bilder und findet den Fehler.

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Unten: mein Bild. Versteht sich von selbst, oder?

Richtig! Das  getuschte Werk unten stammt von mir, das künstlerische aus der Feder meines Mannes. Und, ja, ich bin eine kleine Stümperin.

Und, ich gebe es ja zu: Wenn meine 3-Jährige ruft: Mama, lass uns bitte malen, dann tue ich manchmal (aber echt nur manchmal) so, als ob ich es nicht gehört hätte und lasse sie malen, denn auch hier: Ich kann ein bisschen Pferd. Geschwungen-skizzierte Vögel. Und total gut: Anker (Ihr könnt es euch vorstelle, oder?). Und die übrigens auch kneten. Schaut:

links: Doro. Ja. Ja. Aber, hey, meine Tochter findet den Anker trotzdem super. Und das zählt doch, oder?

Während mein Mann, wie ich finde, süße kleine Kunstwerke zaubert. Auch keine Hexerei, aber zumindest einfallsreich. Mann, ey. Ihr seht schon: Bastelnachmittage? Nichts für Doro. Rollentausch eben.

Übrigens: Die Tusche „Spreewald“ und die Knete „Odenwald“ durften wir für den nachhaltigen Online-Shop NATUREHOME testen. Die Inhaltsstoffe sind laut Hersteller rein natürlich und nicht giftig, aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und dazu vegan, recyclebar und kompostierbar.

Wir finden die pastelligen Töne der Tusche schön. Und: die Knete knetet sich leicht, aber viel wichtiger: sie stinkt nicht.

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Das Unternehmen setzt dazu übrigens auf Transportwege und eine Produktion in Deutschland. Ganz ehrlich?Ich finde das großartig. Und genau deshalb habe ich zu dieser Kooperation auch JA gesagt. Denn auch wir achten immer mehr darauf, was wir kaufen, wo wir kaufen und gestalten unseren Alltag immer nachhaltiger.

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So: weiter im Text.

5. Putzen. Gründlich ist er ja.

Also, ich muss ja sagen. Wenn, genau, wenn….mein Mann putzt, dann ist er extrem akribisch. Dann wird die Dusche quasi klinisch rein geschrubbt, das Klo so gewischt, dass man sprichwörtlich die Brille knutschen kann oder im Backofen kein Krümel mehr eine Chance hat.

Ich hingegen mache er so: wischi wischi. Hier. Da. Zack. Zack. Fertig. Aber, hey. Immerhin schaffe ich dafür mehr als ein Badezimmer. Viel mehr. Oder mehr als nur den Backofen in einem Rutsch. Mein Mann muss sich dann erst einmal ausruhen…Kennt ihr? Kennt ihr!

6. Rollentausch: er kann nähen.

Klassischer Rollentausch, oder? Also…Ich bin echt nicht stolz drauf. Aber. Hey. Ich gebe es zu: „Wie nähe ich noch einmal einen Knopf an? Schatz, kannst du das bitte eben mal machen?“ Jo. Das ist die bittere Wahrheit. Oh mann, ey. Da habe ich nicht aufgepasst, die Festplatte gelöscht oder war in den bisherigen Unterrichtsstunden wohl einfach zu… uninteressiert. Danke, Totti. Für all die Knöpfe!

7. Auch mal zuhause bleiben.

Ich habe Hummeln im Hintern. Ich bin oft unterwegs. Auf Spielplätzen. Bei Großeltern. Den Freunden. Auf dem Markt. Don´t call me Hausfrau. Im Sinne von häusliche Frau. Achtung, Rollentausch. Zuhause mit den Kindern bleiben. Das kann mein Mann besser. Bei mir wird ihnen schneller langweilig. Und mir auch. Also: Mama Action vs. Papa Buddha. Aber das macht ihn irgendwie auch so gelassen…

8. Gelassen bleiben.

Ja. Er ist es. Und er kann es. Gelassen bleiben. Zumindest in 90 Prozent der Fälle. Mein Mann ist Mama Buddha. Oder, nein, klar, Papa „Gelassen“. Er bewahrt die Ruhe, wenn der Autonomie-ich-habe-Hunger-bin-müde-ihr-seid-doof-Sturm über uns hinwegfegt. Ich gehe eher an die Decke und meckere. Motze. Werde laut. Einfach, weil ich so oft so müde bin. Mein Mann macht dafür öfter Nickerchen…

9. Er schläft neben den Kindern…

…aber auch nur: ein. Ständig. Für mich ist das unfassbar. Ich bin noch nie beim Vorlesen eingeratzt. Ich höre es öfter mal wahlweise abends in mehreren Tonlagen schnorcheln oder ein „Papa! Paaaaapa! Aufwachen! Papa!“ aus dem Nachbarzimmer schallen. Nicht schlecht, denke ich mir dann. Lass uns doch hier mal Rollen tauschen, dann wäre ich zumindest nicht mehr so oft so müüüüüde.

1o. Die Kinder ins Bett bringen. Schlafen die echt schon?

Ich kann es manchmal kaum glauben. Unsere Töchter schlafen oft schon nach einer Geschichte ruhig und gelassen ein. Er kann sie einfach ablegen. Ein Küsschen geben. Gute Nacht sagen. Und, ey: unsere Kids schlafen schon um kurz vor sieben. Hallo? Ding dong. Wie geht das? Bei mir dauert das Ganze meistens mindestens, also mindestens, eine halbe Stunde länger. Und dann: taramtamtam. Gerne mit Hauruck. Geschrei. Und Tötörötööööö. Von der Kleinen.

Aber, wisst ihr was? Auch das gehört dazu. Und ich bin vielleicht keine gute Hausfrau oder die klassische Bastelmama. Dafür aber eine super Vorleserin, eine tolle Ausflugsmama und manchmal eine kleine Partykanone.

Und, ja, wir zelebrieren den Rollentausch auch ein bisschen. Weil wir es können. Und es so lieben, wie es bei uns ist. Und eins bin ich wirklich: Aus ganzem Herzen Mama. I love my Job. Und möchte diese Rolle ganz bestimmt nie nie wieder eintauschen.

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