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Pandemie-Müdigkeit: Tipps gegen das “null Bock-Tief”!

+ Ausblick auf die Pandemie-Situation für Familien im Herbst von Ministerpräsident Daniel Günther. Autorinnen: Anna Funck, Annika Rötters, Dr. med. Snjezana-Maria Schütt, Dorothee Dahinden & Kerstin Lüking

Die Pandemie-Müdigkeit ist all around. Bist du noch klar in der Birne oder auch erschöpft und manchmal bocklos?


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Pandemie-Müdigkeit: So kommst du wieder in Schwung!

Süße Ausbildung
Dorothee Dahinden, Herausgeberin MutterKutter, Foto: www.anneseliger.de

Wenn du grad denkst: JA! HIER! ICH! – dann gehört dieser Text dir. Von uns bekommst du gleich noch einen Frischekick für deinen Körper und deinen Geist. Unsere Psychologin Annika und unsere Hebamme Kerstin erzählen dir, was du tun kannst gegen dieses ……rrrzzz…

Außerdem gibt uns Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther einen Ausblick auf den Herbst. Was erwartet uns? Werden wir wieder alle zuhause bleiben (müssen)? Eine Frage, die sich viele Familien aktuell stellen!

Aber mal kurz auf Anfang. Ich (Doro) habe nach rund 1,5 Jahren Corona-Pandemie inzwischen das Gefühl, dass mein Gehirn streckenweise vernebelt ist und sich zeitweise still und heimlich in den Flugmodus verabschiedet. Dieses “HÄ?, WAS?” hat Ausmaße angenommen, bei denen ich mich frage, ob ich es noch selbst bin oder mein Denkzentrum stiften gegangen ist. Namen sind für mich spätestens seit Corona Schall und Rauch. Dass ich noch weiß, wie ich selbst heiße – darauf bin ich in manchen Momenten der Verpeiltheit fast stolz. Ich bin so müde, dass ich manchmal 15 Sekunden brauche, bis mir der Name der Person einfällt, über die ich grad sprechen möchte. #peinlich!

Pandemie-Müdigkeit zeigt sich in Telefonleitungspingpong!

Kerstin und ich spielen inzwischen schon Telefonleitungspingpong zwischen Berlin und Kiel. Kurzes Beispiel:

“Kerstin, wie heißt der nochmal? Tim, Tom?”, “Nein, Doro: Julian.”, “OH!”

Pandemie-Müdigkeit
Quelle: Twitter

Kürzlich habe ich mich bei dem Online-Händler meines Vertrauens beschweren wollen, weil der Betrag für den zurückgeschickten Artikel (meiner Meinung nach) noch nicht bezahlt war. Ich hatte vor einer Woche schon eine Beschwerdemail geschrieben, nix gehört und mir nur gedacht: “Frechheit! Beim Geld einfordern sind sie doch auch schnell dran!” Huch!, dachte ich am Telefon – das Geld wurde nämlich schon längst überwiesen? Wo? Oh. Äh. Ja. Auf das neue Konto! Da hatte ich gar nicht nachgeschaut.

#halloerdeangehirndenkdochmalmit

Und an der Selbstscannerkasse habe ich mich dann schließlich gefragt, ob ich mein Gehirn bald mitscannen muss, damit es endlich aufwacht – und meine Gedanken vertwittert. Beim Teilen auf Facebook durfte ich dann erfahren, dass ich mit der Müdigkeit und spontanen Verpeiltheit nicht alleine bin. #dankeleute!

Margret schrieb:


“Oh, ich habe schon mehrfach versucht, im Supermarkt mit meiner Krankenkassenkarte zu bezahlen.”

Zitat bei Facebook, MutterKutter

Und Metta antwortete, Zitat:

“Schon zweimal statt der Zahnpastatube die Bepanthen erwischt. Schäumt nicht so schön und hinterlässt ein ranziges Mundgefühl.”

Zitat bei Facebook, MutterKutter

Aber: Wie kommen wir aus dieser Pandemie-Müdigkeit raus?

Unsere MutterKutter-Psychologin Annika Rötters sagt:

Selbstbewusstsein und Selbstwert Gehirn & Pyche Me-Time bedürfnisorientierte Hundeerziehung Lockdown & Homeschooling Essstörung Schwiegermutter Crew easy Windelfrei Corona-Jammern Traumjob finden
Annika Rötters, Psychologin // Foto: Michele Rötters

“Wir müssen das Wort Ausnahmezustand streichen, sprich: Aus dem Denken rauskommen, dass es eine Ausnahmesituation ist. In hundert Jahren werden wir zurückblicken und denken: Na, das war doch gar nicht so lange! Im Moment fühlt sich ein einzelner Tag sehr sehr lang an. Die Situation wird – realistisch betrachtet – noch mindestens über den Winter so bleiben.

Deshalb müssen wir meiner Meinung nach unbedingt rauskommen aus dem permanenten Alarmzustand „Ausnahmesituation“ – denn das ist sehr anstrengend, auch für unser Gehirn – und reinkommen in einen Alltag. Wir müssen eine neue Routine finden, damit unser Gehirn wieder entspannen kann. Denn ein Gehirn das ständig unter Stress und in Anspannung ist, ist gewissermaßen im Notstrom – und im Notstrom setzt unser Gehirn quasi Prioritäten.

Lasst uns in Resonanz miteinander gehen!

Vielleicht hast du schon mal bemerkt, dass Menschen sich ganz natürlich aus dem Weg gehen und es in Supermärkten und Fußgängerzonen selten zu Zusammenstößen kommt – es sei denn, eine Person ist im Stress. Einer Theorie nach „funktionieren“ die Spiegelneuronen, die uns unter anderem empathisch machen, aber auch daran beteiligt sind, uns nicht gegenseitig umzurennen, unter Stress nicht mehr bzw. nur vermindert. Und das macht uns zwischenmenschlich sozial inkompetenter.

Also: Lasst uns wieder in Resonanz miteinander gehen, die Spiegelneuronen aktivieren. Und das Gehirn entspannen lassen! Mein top Tipp: Mache was für dich, zum Beispiel Yoga, und beziehe andere in deine Pläne ein. Das erhöht die Verbindlichkeit (und die Verbindung zu deinen Lieben).!


Aber:

Wie wird denn der Alltag im Herbst? Ministerpräsident Daniel Günther mit Antworten.

Wir durften Daniel Günther (im Sommer) zum Interview treffen. Wir haben den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten unter anderem gefragt, wie er auf den Herbst blickt und was die Pandemie mit ihm als Familienvater gemacht hat. Die Antworten – hier.

Das Interview haben Dorothee Dahinden, Anna Funck und Dr. med. Snjezana-Maria Schütt mit Daniel Günter geführt (von links).

Was ist dein Ziel für den Herbst und die Zukunft – vor allem in Bezug auf die Familien?

Ziel aller politisch Verantwortlichen ist es, eine Situation wie im vergangenen Herbst nicht erneut zu erleben. Einen Lockdown wie wir ihn in der Vergangenheit erlebt haben, wird es nicht geben. Das wäre angesichts der Erfolge, die wir im Kampf gegen das Virus schon erzielt haben, auch völlig unverhältnismäßig. Ich gehe davon aus, dass die Kitas wie Schulen nicht erneut geschlossen werden oder in einen Wechselunterricht gehen müssen. Das wird Eltern entlasten, die in der Vergangenheit durch Homeoffice und Betreuungsaufgaben schon sehr belastet wurden.

Corona im Herbst: Daniel Günther im Film

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Musik: Finn Seliger
 
Was hat die Pandemie mit dir als Vater gemacht? Wie hat sich deine Rolle als Vater verändert?

Die Folgen der Pandemie sind natürlich auch am meiner Familie nicht spurlos vorbeigegangen. Weil etwa Kitas über eine lange Zeit geschlossen waren, musste die ältere meiner beiden Töchter daheim bleiben. Das ging vielen Familien so. Auf der anderen Seite gab es für mich über einen langen Zeitraum keine öffentlichen Veranstaltungen, die zu normalen Zeiten oft bis in die Abendstunden gehen. So war ich häufig früher zu Hause und konnte unsere Kinder häufiger zu Bett bringen. Konferenzen fanden nicht in Präsenz, sondern als Videoschalten statt – manche konnte ich auch von zuhause aus machen.

Kurzer Teaser an dieser Stelle: Unsere Gastautorin Dr. med. Snjezana-Maria Schütt behandelt auf ihrem Blog die-kinderherztin das extrem wichtige Thema “Schwimmen & Corona”. Denn auch darüber haben wir mit Daniel Günther gesprochen.

Du möchtest mehr über Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther erfahren? Dann hier entlang:

Staatskanzlei

Und hier geht es zu weiteren Interviews mit Politiker*innen auf MutterKutter:

Daniel Günther über seine Töchter: „Wenn man bei ihnen ist, ist man sofort weg von allem.“

Serpil Midyatli: „Ich bin davon überzeugt, dass man tun sollte, was Spaß macht.“

Corona & Klima: Umweltminister Jan Philipp Albrecht im Interview.


Pandemie-Müdigkeit: mein zweiter Vorname?

Unsere Hebamme und siebenfache Mama Kerstin Lüking mit ihren persönlichen Tipps für dich

Kerstin Lüking, Hebamme und siebenfache Mutter // Foto: Anne Seliger

Den Zustand der „geistigen Vollnarkose“ kenne ich nur zu gut. Auch ich verzweifle in regelmäßigen Abständen an der Funktionstüchtigkeit meiner Gehirnwindungen. Spätestens, wenn ich im Parkhaus mal wieder nach meinem Ticket suche, das ich nach dem Bezahlen einfach im Automaten habe stecken lassen.

Der Obergau ist mir aber bei einem Hausbesuch einer „Wöchnerin“ passiert. Völlig abgehetzt klingelte ich an der Haustür der Frau, die mich erstaunt mit den Worten: „Kerstin, was machst du denn hier?“ begrüßte. Ich erwiderte: „Na, wir waren doch verabredet!“ Zweifelnde Blicke gingen in meine Richtung: „Du weißt schon, dass mein Kind mittlerweile 2 Jahre alt ist, oder?“ Das sind Momente, wo ich heulend im Auto sitze, weil ich die berechtigte Sorge habe, dass ich so langsam echt eine „Schraube locker“ habe. Der einzige Trost ist dann mein Mann, der mich mit „Liebling, du arbeitest einfach zu viel“ von meiner Palme der Verzweiflung runterholt.

#hallowach! Meine fünf Tipps für dich!

Mittlerweile habe ich aber verstanden, woran es liegt, dass mein Kopf komplett sein eigenes Ding macht: Ich bin nämlich einfach oft zu schnell und dadurch unachtsam. Also, die Lösung ist: Tempo drosseln, atmen nicht vergessen und eins nach dem anderen machen.

Zweitens: Mehr „Me-Time“ in Form von Sport. Sauerstoff hat nämlich noch keinem Kopf geschadet! Mittlerweile mache ich wieder regelmäßig Sport und: Tataaa, es macht richtig Spaß! Da ich merke, wie gut mir das tut.

Drittens: mehr Schlaf! Nicht mehr bis nachts am Schreibtisch sitzen, sondern spätestens gegen 22.30 Uhr die „Laterne auspusten“ und ins Land der Träume verschwinden.

Viertens: „Brainfood“ essen. Dazu gehören Nüsse, Heidelbeeren, roter Ginseng, Linsen, Bohnen, Kartoffeln, Bananen, Quark und vor allem trinken, trinken, trinken. Die Flüssigkeitsaufnahme lässt insbesondere bei uns Frauen schwer zu wünschen übrig. Wenn wir unter einem Flüssigkeitsmangel leiden, können Nährstoffe nur schwer zu unserem Gehirn transportiert werden. Unser Blut ist dann im Prinzip „Ketchup“, das die Fließgeschwindigkeit eines vermoderten Bachlaufs hat. Das heißt: selbst eine Schnecke wäre schneller als wir.

Fünftens: Wir sollten alle mehr Sex haben! Forscher der Oxford University fanden heraus, dass regelmäßiger Geschlechtsverkehr unsere kognitiven Funktionen, also: Gedächtnisleistung, Sprachvermögen, Aufmerksamkeit und unsere Optik verbessern. Nun wissen wir also, was wir zu tun haben.

Mit welchem Punkt wollt ihr anfangen?


Hier geht es zu den Instagram-Kanälen der mitwirkenden Autorinnen:

MutterKutter-Herausgeberin Dorothee Dahinden

Psychologin Annika Rötters

Hebamme Kerstin Lüking

Bestseller-Autorin & Moderatorin Anna Funck

Kinderärztin & Influencerin Dr. med. Snjezana-Maria Schütt


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Auf YouTube gibt es immer wieder Filme zu verschiedenen Themen.

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