Was? Wie? Wo? Paarberatung? Ein Paarcoach? Houston, haben wir ein Problem? So würde wahrscheinlich erst einmal meine Reaktion sein, wenn wir jemand vorschlagen würde, was „mit“ jemandem „für“ unsere Ehe zu tun. Und wer würde das dann sein, dem wir unser EheSexKinderleben offenbaren würden? Puh!

OK! Vielleicht wäre es dieser Mann. Paarcoach Sascha Schmidt. Ich habe ihn persönlich kennengelernt und muss sagen: Ein geradliniger Kerl mit einem verdammt ehrlichen, direkten und klaren Ansatz. Einer, dem ich vertrauen würde. Weil er sagt, was er denkt. Und weiß, wovon er redet.

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Paarcoach Sascha Schmidt

Er ist Vater von zwei Töchtern, ein Mal geschieden, heute wieder glücklich verheiratet und Yogi. Und nicht nur das: Sascha ist ein ganzheitlicher Persönlichkeitscoach, familylab-Seminarleiter, der noch unter Jesper Juul persönlich gelernt hat, und Mediator.

Ich habe mich mit Sascha unter anderem über typische Streitpunkte unter Eltern, Rollenbilder, Sex und Erziehungsmodelle nach Trennungen unterhalten. Und außerdem habe ich es gewagt: Auch ich habe ihn vorsichtig gefragt, ob denn seiner Meinung nach in meiner Ehe alles in Ordnung ist, obwohl wir auf sogenannte Quality Time ohne Kinder verzichten.

Viel Spaß beim Lesen!


Paarberatung für Eltern. Man könnte ja nun meinen: Die Menschen haben Kinder bekommen, läuft doch alles. Ist doch alles geklärt. Warum ist dieses Thema Paarberatung so essentiell?

Genau. Läuft alles. Es ist alles geklärt, da bist du auch schon sozusagen in der Falle drin. Denn dieser Schritt vom Paar zur Familie, der ist essentiell. Vorher ist man Liebespaar, man kennt die Macken, man geht miteinander um, plötzlich ist man Familie. Da ist ein neues Familienmitglied. Ein oder zwei Kinder. Die stehen voll im Fokus und man funktioniert eventuell als gutes Team. Viele meiner Klienten sagen:

„Wir sind ein gutes Team, aber wir haben uns als Paar verloren.“

Das heißt: Die Liebe zwischen Frau und Mann, die geht irgendwie verloren oder wird überdeckt. Und man funktioniert als Mutter und Vater in so einem Familienkontext. Das Gefährliche daran ist eigentlich, dass das ganze Familienthema getragen wird von der Paarliebe Frau-Mann – wir haben uns entschieden, ein Kind, zwei Kinder zu bekommen, eine Familie zu gründen. Das ist die Basis. Wenn diese Basis nicht gepflegt wird, dann ist man am Ende ein gutes Team, verliert sich jedoch als Paar aus den Augen.

Wo ist denn der Knackpunkt? Oder anders: Welches ist denn die Phase, von der du sagst: Die ist am Brenzligsten?

Der Knackpunkt von meinen Klienten ist häufig so nach 24 Monaten. Das Kind wurde geboren und der Fokus liegt voll auf dem Kind. Dann kommt die Krippe, Kindergarten, Grundschule und so weiter. Das Kind braucht unsere Liebe und Aufmerksamkeit, doch es ist nicht mehr so abhängig von uns wie im Babyalter. Nach 24 Monaten stellen Eltern die Weiche hin zu wieder Paar sein oder eben nicht. Zu mir kommen nur die Eltern, die sagen, wir wollen wieder Paar sein und wissen nicht wie. Viele Eltern schaffen das alleine, oder verzichten darauf oder trennen sich. Alles ist möglich – ohne richtig oder falsch zu sein.

Welche Streitpunkte gibt es denn da?

Typisch sind gegenseitige Missverständnisse. Beispiel: Die Frau fühlt sich allein. Mein Mann macht nichts, der kommt zu spät von der Arbeit. Die Männer haben häufig das Problem, dass sie ihren Familienbeitrag nicht gewürdigt sehen. Im Sinne von: Ich arbeite doch, damit wir uns die tolle Wohnung oder das Haus mit Garten leisten können. Weiteres Beispiel: Das Familienleben läuft anders als geplant:

„Du bist ja gar nicht mehr die Frau, in die ich mich verliebt habe. Plötzlich bist du  ja wie meine Schwiermutter. „

Auch so zickig. Oder schlecht gelaunt. Oder die Frau sagt:

„Du bist wie dein Vater. Immer abwesend. Du wolltest doch ein anderer Vater sein.“

Also das Rollenverhalten als Mutter und Vater. Das können wir nicht vorher planen. In der Theorie sieht alles noch gut aus, doch mit dem Schritt aus dem Kreißsaal in die Famiienpraxis bekommen die Rollen eine unbewusste Eigendynamik. Plötzlich überholen und steuern uns Gefühle aus der eigenen Biographie, obwohl es doch ganz anders machen wollten.

Ernsthaft?

Ja. Also: Von Platz 1 in der Hierarchie, in der Liebeshierarchie meiner Frau, gehe ich auf Platz 2, wenn das Kind geboren wird. Denn es liegt jetzt die Tochter oder der Sohn da. Das Kind braucht die volle Aufmerksamkeit der Mutter. Das trage ich als Mann noch mit. Das möchte ich noch mittragen. Aber wenn das in vier Jahren immer noch so ist, dann kann es natürlich sein, dass ich nach links und nach rechts schaue – und das Internet gibt ja auch viel in Sachen Pornografie und Erotik – um mir da dann Ersatzbedürfnisse der männlichen Art dann zu holen.

Ein ganz großer Klassiker ist: Die unterschiedlichen Rollen, also: Bilder, die dann doch durchbrechen. Der Mann als Ernährer oder die Frau als Teilzeitarbeitende oder Nichtteilzeitarbeitende, die jetzt auch wieder arbeiten möchte, wo der Mann dann sagt: Wie kriegen wir das jetzt unter den Hut?!

Was sagst du denn: Wo sind Eltern noch ein Paar und wo geht es dazu über, dass jeder sein eigenes Ding macht: Wir sind Mutter, Vater…aber eigentlich nur noch Freunde?

Ja, die Frage ist ja nicht, wo sind Paare noch Familie, sondern wo ist das Paar noch in der Familie. Ich bestärke meine Klienten darin, wieder ihr eigenes Ding zu machen. Also zu sagen: Kümmere du dich um dich als Frau und nicht nur um deine Mutterrolle. Kümmere du dich um dich als Mann und nicht nur um deine Vaterrolle. Und dann kümmert euch bitte auch noch um euch als Paar. Dann kommt natürlich immer das große Fragezeichen: Wie sollen wir das denn alles schaffen? Ganz einfach: Nicht das Kind ist Mittelpunkt der Familie und ihr kreist drum rum in euren Rollen, sondern ihr als Frau und Mann, als Mutter und Vater seid im Mittelpunkt und die Kinder haben euch als Fixpunkt.

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Das heißt, dass mein Mann und ich eigentlich seit geraumer Zeit alles falsch machen?!“ Ich fühle mich grad ein bisschen ertappt. Ich bin da ganz ehrlich. Bei uns ist das so: Wir fühlen uns gut dabei, wenn wir sagen: Wir müssen jetzt nicht alleine essen gehen,denn wir sind nunmal zu viert. Wir haben zwei Kinder und unsere Mädels gehören dazu. Aber tatsächlich ist in letzter Zeit bei uns so das Thema. Mein Mann geht arbeiten, der Hausumbau ist da, durch den Umzug haben wir den Kitaplatz meiner älteren Tochter verloren, ich bin nun mit Baby & Kleinkind zuhause und versuche alles gleichzeitig zu machen: die Kinder zu betreuen, eine gute Mutter zu sein, mein Business aufzubauen..Und dann bin ich manchmal an dem Punkt, an dem ich denke: Mann, jetzt fühle ich mich aber alleine. Wo bin eigentlich ICH? Wo sind eigentlich wir? Ist das nun der Punkt, an dem du sagen würdest: Ihr müsst dringend was tun, weil wir an einer Schwelle stehen?

Dringend? Nein! Ich erlebe folgendes: Entweder es gibt einen riesen Krach und dann kommen die Leute. Oder es ist eine schleichende Entfremdung. Hausumbau, eigenes Business aufbauen, Kindergartentrouble – das ist eine Phase. Kein Grund zur Panik!

JA! Das sehen wir auch so!

Aber es ist wichtig, dass man sich am Wochenende in die Augen schaut und sagt „Du,
ich erlebe das grad als eine Phase, wie ist das bei dir? Und im Sommer 2018, spätestens dann möchte ich aber, dass wir dann wieder mehr Luft wieder für uns bekommen.“

Darüber sprechen wir auch…

…wenn ihr darüber redet und euch bewusst seid, dass ihr in dieser Phase seid, dann habt ihr schon sehr viel gewonnen. Meine Erfahrung ist, dass wenn die Partner nicht drüber reden, kann es zum Knall kommen. Dann braucht man viel Zeit, um herauszufinden, was der eigentliche Ursprung für den Konflikt ist.

Ich habe Freunde um mich herum, die bewusst ihre Auszeiten planen. Zeit ohne Kinder. Wie ich dich verstanden habe, ist das aber gar nicht so wichtig, dass jedes Paar nun sagen muss: Jetzt haben wir unsere Quality Time.

Nee, weil Quality Time schon wieder Stress ist. Dann muss der Sex sensationell sein am Wochenende im Wellnesshotel und was nicht alles. Ich finde es schon gut, wenn man sich bewusst sagt „Alle halbe Jahr fahren wir ein Wochenende als Paar weg.“ Aber viel wichtiger ist es, dass eine tägliche kurze Routine etabliert wird. Das können 30 Sekunden sein, in denen man sich in die Augen schaut und sich als Frau und Mann sieht. Dabei kann man sogar schweigen. Es kann aber auch sein, dass man einfach am Wochenende eine halbe Stunde auf dem Sofa sitzt und mal sagt: Wir reden nicht über die Kinder, wir reden nicht über die Organisation. Wir reden darüber wie es mir geht. Als Frau. Wie geht es mir damit, dass ich mit dir 2 Kinder habe. Und wie geht es mir als Mann. Zum Beispiel, dass ich dich mehr unterstützen möchte, aber nicht kann, weil der Job so fordernd ist. Oder was auch immer. Einfach einen Perspektivwechsel. Und meine Empfehlung ist, hierfür ein Ritual aufzubauen.

OK. Wo du sagst…Nichts zu sagen. Ich war als Kind schon so: Ich muss meine Gefühle loswerden, hinausschreien – ich muss reden. Sonst werde ich wahnsinnig. Aber es gibt offenbar, sonst würde es deinen Job ja auch nicht geben, Menschen, also, Paare, die nicht miteinander reden? Ich finde das immer so erstaunlich…

Ja, es ist ein Klischee, aber das Klischee stimmt auch: Frauen sind eher mit Gefühlen draußen als Männer. Das kenne ich auch. Deswegen kommen auch viele Paare zu mir, weil die Frauen, die anrufen,  sagen: Sie sind ein Mann, da kommt mein Mann auch mit. Punkt 1.

Punkt 2: Wenn du jetzt meine Frau fragen würdest…Die sagt  häufig: Wie kannst du nur Paarberater sein, du bist ja selber immer so schweigsam zuhause.Meine Intelligenz sinkt natürlich mit Betroffenheit. Und natürlich gibt es einfach Menschen, Paare, Männern – oder auch Frauen, die weniger mit den Gefühlen draußen sind.Und dann braucht man vielleicht ein Setting brauchen, bei dem man helfen kann, diese Gefühle wieder auf den Tisch zu legen.

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Ein wichtiger Punkt, den du auch in deinem Buch ansprichst, ist das Thema Sex. Ich würde nun mal provokativ sagen: Sex ist doch eigentlich grundlegend für eine Beziehung, sonst wären ja auch die Kinder gar nicht entstanden..

Für mich persönlich ist das so. Zugleich kenne ich Menschen, für die ist Sexualität gar nicht grundlegend.

Nein?!

Das ist typbedingt. Das darf man nicht verallgemeinern.

Was sagst du denn zu dem Fall, ich greife ihn mal aus der Luft: Ein Paar hat seit der Geburt keinen Sex mehr. Das Kind ist mehr als ein Jahr alt. Sie will. Er nicht. Sie findet das doof. Er das Ganze gar nicht so schlimm. Ist das nun ein „Kommunikationsproblem“?

Ich würde fragen: Warum findet er es nicht so schlimm? Hat er Ersatz gefunden? Manchmal ist es aber ein Dilemma, ich sage es sehr provokant: Wenige Männer  schlafen gerne mit der Mutter ihrer Kinder. Die meisten möchten mit ihrer Frau schlafen. Und bei den Frauen höre ich: Ich finde meinen Mann nicht sexy, wenn er selbst zum Kind wird. Ich wünsche mir einen Mann, der mich unterstützt.

Aber im Wochenbett oder danach steht einer Frau oft auch so gar nicht der Sinn danach…Und das finde ich sehr verständlich.

Definitiv. Und da verändert sich ja auch was. Und ich glaube, dass es wichtig ist, auch da miteinander zu sprechen. Wochenbett, dann hat man vielleicht noch einen Kaiserschnitt und es tut weh…Dass man dann einfach sagt: So geht es mir gerade. Und ich hoffe auch, dass es bald besser wird. Nicht zerreden, sondern einfach nur mitteilen. Und dann kann der Mann auch sagen: Du, ich finde das grad gar nicht schlimm. Oder: Irgendwie vermisse ich was, aber mein Gott,  dann gucke ich einfach ein bisschen im Internet, wenn das für dich in Ordnung ist. Dann gibt es Frauen, für die ist das absolut in Ordnung, andere sagen: Wie kannst du nur? Das ist immer hochindiviuell.

Ist denn Sex eines der zentralen Themen, mit dem die Paare zu dir kommen? Oder kommt das erst im Gespräch raus.

Nein, das kommt erst im Gespräch raus, dass die Sexualität im Argen liegt, eingeschlafen ist. Ich mache auch keine Sexualberatung. Daher ist das immer eine  Nebenerwähnung. Aber ich habe ein Pärchen gehabt, die waren kurz vor der Trennung. In der Verzweiflung haben sie gesagt, ach, dann probieren wir es doch nochmal im Bett. Und jetzt ist sie wieder schwanger. Er sucht sich einen neuen Job mit weniger Reisen. Also, da ist durch Sex Bewegung reingekommen.

Ein  ganz anderes Thema. Du bist Paarberater und selber geschieden. Ich frage mal ganz provokativ: Wie passt das denn zusammen?

Ganz wunderbar. Es ist die klassische Heldenstory aus Hollywood. Ich kenne die Höhen und Tiefen (lacht).

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Wie hast du deine Trennung denn erlebt?

Wir haben uns auseinandergelebt. Und eigentlich klischeeartig andersherum. Ich habe nämlich mit Yoga angefangen und Yoga wirkt, besonders auf der Persönlichkeitsebene. Wir haben diametrale Vorstellungen vom zukünftigen gemeinsamen Leben entwickelt – also: Was ist uns wichtig? Wir haben Gott sei Dank den Schlusspunkt gezogen, bevor es zu Verletzungen wie Seitensprung oder Affäre kam. Trennung ist eine Option und kann das Ergebnis einer Paarberatung sein. Ich habe nicht das fertige Ziel, dass die Paare zusammenbleiben. Ich habe das Ziel, dass die Paare miteinander respektvoll umgehen. Entweder als Paar, als Familie, oder als getrenntes Paar, das immer noch Eltern seiner Kinder ist.

Du hast das Nestmodell mit deiner Ex-Frau gelebt. Was ist das genau?

Das Nestmodell ist ein Modell, das es kaum gibt. Nämlich, dass die Kinder in der Wohnung bleiben und die Eltern wechseln. Also die Eltern packen die Koffer und die Kinder bleiben in der Wohnung. Ich habe aber nur ein halbes Nestmodell gelebt, das heißt: Ich bin um die Ecke gezogen in eine kleine Wohnung. Meine Ex-Frau ist in der großen Wohnung mit den Kindern geblieben. Und ich hatte weiter den Schlüssel und war zur Betreuung in der Wohnung. Das ging übrigens nur so lange gut, bis neue Partner ins Leben traten.

Aber schön für die Kinder…

Ja, denn sie sind nicht rausgerissen worden aus ihrer Lebenswelt.

Das ist schön. Klingt toll.

Das geht aber nur wenn du dich respektvoll trennst. Und die wenigsten, weil häufig ist halt vorher schon so viel miteinander schief gelaufen, dass man das nicht will, dass die Person noch mit in der Wohnung wohnt ist, oder was auch immer.

Um den Bogen nochmal zu schließen. Ich habe im Moment das Gefühl, dass es zu wenig Doro gibt. Zu wenig Freizeit. Ich bin eigentlich auch der Typ, der viel rausgeht, mit seinen Freunden Kaffee trinkt, Yoga macht, halt seinen eigenen Raum braucht. Bei uns gibt es im Moment noch ab 19 Uhr Geschrei. Da will meine Tochter partout bei mir auf dem Arm sein. Und ich habe das Gefühl, dass ich – überspitzt gesagt – zu 90 Prozent ein Muttertier bin. Was kann ich in so einer Situation tun?

Mein Impuls für Dich ist, nochmal zu schauen: Wo ist Doro drin, die du grad nicht siehst. Du hast gesagt, du machst beruflich sehr viel nebenbei. Also: Ist da Doro drin? Oder ist Doro noch was ganz Anderes, was du gerade nicht lebst. Und dann empfehle ich zu überlegen: Was kannst du loslassen von deinem Muttertiersein. Was brauchen die Kinder wirklich und was glaubst du nur, dass sie es brauchen?

OK! Danke! Darüber werde ich nachdenken! Und wenn die eine Leserin oder der eine oder andere Leser nun denkt: Irgendwie läuft bei uns auch einiges nicht so, wie ich mir das wünsche. Was wäre so der Punkt, an dem du sagst: Jetzt könnte jemand wie ich nötig sein. Gibt es was oder ist das bei jedem verschieden?

Es ist bei jedem verschieden. Wenn Kinder im Spiel sind, finde ich es wichtig, es mit einer Paarberatung zu versuchen. Um wirklich zu schauen a) Kriegen wir das nochmal hin und wenn ja, wie? Oder b) uns wirklich einzugestehen, bis hierhin haben wir es geschafft. Aber wir können und wollen nicht mehr. Wir schauen uns in die Augen und beenden respektvoll unsere Partnerschaft, um weiterhin die Elternschaft zu unseren Kindern vernünftig Leben zu können.


Vielen Dank für dieses ehrliche Interview, lieber Sascha!

Übrigens arbeitet Sascha Schmidt in Kiel & in München. Hier könnt ihr Kontakt zu dem Paarcoach aufnehmen.

3 thoughts on “Paarcoach Sascha Schmidt: „Ich bestärke meine Klienten darin, wieder ihr eigenes Ding zu machen.“”

  1. Spannend. Und zu oft totgeschwiegen.Sehr inspirierende Aussagen, ich glaube, ich muss das Buch lesen. Oder nach München fahren. Oder hier einen Abend organisieren und Sascha Schmidt einladen.
    Wo ist bei mir Hanna drin, die ich nicht sehen kann und so sehr vermisse?!?Wo meine ich nur, dass meine principessa mich braucht und wo ists wirklich essentiell? DORO, das war ein Interview, was aus diversen Gründen für mich ganz interessant ist. Dankeschön. Liebe Grüße aus Südtirol

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