Offenes Konzept…Das offene Konzept? Was ist das eigentlich, dieses offene Konzept? Was soll das überhaupt? Schwirren da nicht alle Kinder eher so ziellos umher, ohne dass sich ein Erzieher so richtig um sie kümmert? Sind das nicht die Einrichtungen, wo sich keiner so richtig zuständig fühlt, wenn das Kind die Windel voll hat?

Hallo ding dong. Schublade auf. Schublade zu.

Zum Glück habe ich sie wieder aufgemacht und dieses Interview mit Melanie Mendrys bekommen. Sie ist Leiterin der Kita Lollipop in Altenholz. Die dreifache Mama hat mich eines besseren belehrt, nämlich: Dass dieses offene Konzept ganz schön cool sein kann, wenn es richtig umgesetzt ist.

Viel Spaß beim Lesen & Gucken!


Das offene Konzept. Ich konnte damit erst einmal gar nichts anfangen, weil ich das so kenne, herkömmlich, dass es verschiedene Gruppen in einer Kita gibt, sprich: Die Kinder haben die ganze Zeit einen Raum, eine Gruppe. Plötzlich höre ich offenes Konzept: Was ist das überhaupt?

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Melanie Mendrys, Leiterin Kita „Lollipop“ in Altenholz

Offenes Konzept ist im Prinzip einfach zusammenzufassen, kindorientiert mit Hilfe offener Strukturen, was zum Teil auch impliziert, dass die Kita geöffnet ist in Bezug auf offene Türen und offene Angebote. Das heißt aber nicht, dass es nie geschlossene Türen gibt. Oder nie geschlossene Gruppen. Das sind aber eher Projektgruppen, Interessengruppen und/oder spontane Zusammenkünfte. Im Prinzip steht auch da das kindliche Interesse im Vordergrund.

Was ist denn das kindliche Interesse?

Ja, das ist unterschiedlich und hängt z.B. vom Charakter oder der momentanen Entwicklungsphase eines Kindes ab. Interessen entwickeln sich, müssen wachsen, können sich verändern.

Wir bieten an, die Kinder entscheiden und nehmen sich das, was sie brauchen.

Kinder erkunden forschend ihre Welt. Sie sind Macher. Probieren Sachen einfach aus, geben sich ihren Bedürfnissen und Interessen hin, wenn man sie lässt. Das kann genauso bedeuten, dass ein Kind viel Bewegung und Tobezeit braucht, wie auch, dass es ruhig, konzentriert oder beobachtend an einem Angebot oder einer Situation teilnimmt. Wir bieten an, die Kinder entscheiden und nehmen sich das, was sie brauchen.

Inwiefern können sie denn ihre Interessen bei euch umsetzen?

Zum einen dahingehend, dass wir bestimmte Themen- und Schwerpunkträume haben, in denen es vielfältige Materialien zu dem jeweiligen Thema gibt. Wir haben zum Beispiel einen Rollenspielraum mit einer Bühne und Kostümen, Puppen, Kaufmannsladen und vielem mehr. Ebenso wie einen Raum zum Thema Bauen & Konstruieren mit verschiedensten Materialien vom Holzbaustein über Kartons zum Bauen bis hin zu Kaplasteinen und Architekturbüchern oder ein Atelier mit allem was das kreative Herz begehrt.

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Das unterscheidet uns von Kitas mit geschlossenen Gruppen, die in der Regel mit multifunktionalen Räumen arbeiten.offenes Konzept Kita Kleinkind KJSH Altenholz Melanie Mendrys Erziehung offenes Konzept glücklich Leben Kindheit Krippe Familie Erzieher Mamablog MutterKutter

Die Kinder können sich ihrem Interesse folgend einen Raum aussuchen, in dem sie sich aufhalten möchten. In diesem Raum finden sie ein reichhaltiges, spezifisches Angebot und Fachkräfte, die Experten für ihren Raum und die sich dort befindenden Materialien sind. Das beides eröffnet den Kindern die Möglichkeit, sich intensiv in ein Thema hineinzubegeben.

Die Pädagogen sind auch gefordert offen und aufmerksam zu sein.

Für die Fachkräfte hat das Arbeiten im offenen Konzept mit Funktionsräumen den Vorteil, nicht alles können und bedienen zu müssen. Durch die Spezifizierung können sie in dem Themenbereich vertieft arbeiten, in dem ihr eigenes Interesse liegt, was sich wiederum positiv im Hinblick auf die Begeisterung und das Interesse der Kinder auswirkt.
Gleichzeitig sind die Pädagogen auch gefordert offen und aufmerksam zu sein.

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Beobachtungen und Austausch sind wichtig. Was äußern die Kinder verbal und non-verbal? Was mochten sie, was nicht. Welchen Impulse kann ich setzen, um das kindliche Interesse weiter zu nähren. Welche Anregungen geben die Kinder, was gebe ich rein. Für beide Seiten schön und interessant ist auch der Umstand, dass die Gruppengrößen variieren. Manchmal sind nur zwei, drei Kindern im Raum, dann wieder hat man mit 20 Kindern im Projekt.

Welche Themenräume habt ihr noch und was finden die Kinder dort vor?

Neben den bereits genannten haben wir noch eine Lernwerkstatt mit verschiedensten Naturmaterialien, die wir mit den Kindern gesammelt haben. Zudem gibt es dort einen Lichttisch, mit dazugehörigen Experimentiermaterialien, ein Mikroskop mit Zubehör, Thementabletts, Bücher, Spiele, Puzzle. In der Lernwerkstatt kann auch mal eine Zahlen- oder Geschichtenwerkstatt entstehen.offenes Konzept Kita Kleinkind KJSH Altenholz Melanie Mendrys Erziehung offenes Konzept glücklich Leben Kindheit Krippe Familie Erzieher Mamablog MutterKutter

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Aktuell haben die sich die Kinder gewünscht zu erforschen, wie Insekten über und unter der Erde leben. Außerdem es soll gegärtnert werden und ein Insektenhotel gebaut werden. Es zeichnet sich also eine Ausweitung des Raumes nach draußen ab.
Zudem haben wir eine Bibliothek zum Vorlesen, selber lesen und Hörspiele hören. Ein ruhiger Ort in unserer Kita, zum Vertiefen und Runterkommen.

Dann haben wir einen großen Bewegungsraum. Wir haben Bewegung mit Matten, in unterschiedlichen Größen, Sprossenwand, verschiedene Schaukelmöglichkeiten, Bälle, reifen, Softbausteine und einiges mehr.

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Wir haben einen Nestraum für vorwiegend jüngere Kinder, die es ruhig und behütet brauchen und bei denen das Thema Bindung noch eher im Vordergrund steht. Ein ruhiger Raum, in dem micht getobt werden darf und in dem ältere Kinder zwar gerne zu Besuch kommen dürfen, der sich aber von den Spielmaterialien mehr an den Krippenkindern orientiert.

Die Angst der Krippeneltern ist oft, dass einzelne untergehen.

Dieser Raum ist als einziger in der Kita multifunktional ausgestattet, damit die Kinder, die sich noch nicht so frei durch die ganze Kita bewegen möchten auch verschiedene Impulse bekommen und unterschiedlichen Interessen nachgehen können.

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Die Angst der Krippeneltern ist oft, dass im offenen Konzept alles zu wild und zu frei und zu offen für jüngere Kinder ist. Dass einzelne untergehen. Dem versuchen wir mit dem Nestraum entgegen zu wirken. Was uns wichtig ist: Wir haben in jedem Raum Kuschelkörbe und trotz Bibliothek finden sich überall in der Kita Bücher. Beides bietet den Kindern innerhalb eines Raumes Rückzugsmöglichkeiten.

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Zusätzlich gibt es in unserer Kita noch ein Kindercafé, in dem die Mahlzeiten und Koch- oder Backangebote stattfinden und in dem auch Brettspiele gespielt werden können.
Wir haben große, lange Flure auf denen die Kinder Verstecken oder momentan gerne Geisterjagd spielen und für die es zum Hin- und Herfahren Holzfahrzeuge für die Kinder gibt.

Du hast eingangs gesagt: Jedes Kind kann seinen Interessen nachgehen. Aber angenommen: 20 Kinder haben sich für das Atelier entschieden. Wie erkennen denn die Erzieher, was die einzelnen Kinder gerade brauchen, wenn die vielleicht jeden Tag wechseln?

Nur durch Beobachtung und Kommunikation. Das sind die großen Säulen der offenen Arbeit. Es ist wirklich sehr wichtig dass man als Team gut funktioniert, dass man viel miteinander redet, sich austauscht, nachfragt, dokumentiert. Die Öffnung der Räume, der Angebote, der Strukturen bringt mit sich, dass alle Kinder alle Erzieher kennen lernen und umgekehrt. Sodass es keine große Rolle spielt, dass man evtl. täglich mit wechselnden Gruppen von Kindern arbeitet.

Das heißt: Wie ist der Tag bei euch strukturiert?

Ab sieben Uhr ist die Kita geöffnet. von 7:30-9:30 gibt es ein offenes Frühstücksangebot. In dieser Zeit ist Freispielzeit. Danach treffen sich alle Kinder und Erwachsenen im Bewegungsraum zum Morgenkreis. Im Morgenkreis wird gemeinsam gesungen und entweder vorgestellt welche Räume am jeweiligen Tag geöffnet sind oder an zwei Tagen in der Woche mit Hilfe von Gegenständen veranschaulicht, welche Angebote es gibt.

Die Kinder ordnen sich dann den Räumen oder Angeboten zu. Und wenn alle einen Ort gefunden haben, an dem sie sein möchten, gehen die unterschiedlichen Gruppen zu ihren Destinationen.offenes Konzept Kita Kleinkind KJSH Altenholz Melanie Mendrys Erziehung offenes Konzept glücklich Leben Kindheit Krippe Familie Erzieher Mamablog MutterKutter

Um 11.15 startet die erste Mittagsessenrunde mit vorwiegend jüngeren Kindern, danach gehen diese schlafen und zeitgleich startet die zweite Mittagsrunde.

Die Kinder, die nicht schlafen, haben nach dem Mittagessen die Möglichkeit sich in der Bibliothek beim Vorlesen auszuruhen oder aber im Freispiel in den jeweils geöffneten Räumen ihren Interessen nachzugehen. Zudem gibt es ab ca 13.00 im Bewegungsraum eine Ballzeit für größere Kinder, in der Fußball gespielt oder Bälle geworfen werden können, ohne dass Rücksicht auf jüngere Kinder genommen werden muss.

Um 14.30 startet die Schmausepause, unser Nachmittagssnack. Da wir in der Kita sowohl Teilzeit- als auch Vollzeitplätze haben, werden die Kinder ab der Mittagszeit bis maximal 17.00 abgeholt. Sodass die Nachmittgasgestaltung aufgrund der schwankenden Kinderzahlen variiert.

Ich frage mich trotzdem: Haben die Kinder einen festen Erzieher? Ich kenne das vom geschlossenen System, da haben die Kinder ihren Raum, ihren Erzieher, wissen immer: hier ist unser Anlaufpunkt. Wie ist das denn bei euch geregelt?

Theoretisch genauso. Alle werden von einer Bezugserzieherin oder einem Bezugserzieher eingewöhnt und das ist im Prinzip auch meistens über einen langen Zeitraum, wenn nicht über die ganze Zeit hinweg die wichtigste Bezugsperson für die Kinder in der Kita. Plus: Es ist ja immer noch eine 2. Person im Raum, die das Kind relativ schnell besser kennen lernt.

Es entwickelt sich eine Art Raum- und Erziehergebundenes Zugehörigkeitsgefühl.

Aber wie gesagt, durch das offene Konzept lernen die Kinder nach und nach alle Erzieher kennen, sodass viele nach einer gewissen Zeit nicht mehr so das Bedürfnis nach ihrem Erzieher oder ihrem Raum haben. Da sich morgens alle Kinder auch nach der Eingewöhnung in ihrem Stammgruppenraum, bei ihrem Erzieher anmelden sollen, entwickelt sich automatisch eine Art Raum- und Erziehergebundenes Zugehörigkeitsgefühl.

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Heißt für mich aber: Wenn zum Beispiel die Erzieherin – nennen wir sie mal Sandra – meine Tochter eingewöhnt hat, sie ist danach aber kaum da, tobt überall entlang. Wie stellt ihr denn sicher, dass ihr auch mitbekommt, dass es ihr mal nicht gut geht. Böse gesagt: Ich könnte ja nun denken: Das kriegt ja eh keiner mit, wenn sie schweigt, sich in der Garderobe versteckt, weil ihre Bezugserziehering woanders ist…

Das wird bei uns nicht passieren. Zum einen wird man am Anfang immer mitturnen, auch wenn es nicht der eigene Raum ist. Das gehört zur Eingewöhnung dazu, die sich auch etwas länger hinziehen kann. Da guckt man nämlich immer: Wenn es ein schüchternes Kind ist, dann geht man da immer nochmal mit, verlässt seinen Raum, spricht das ab, da sind wir wieder beim Thema Kommunikation.

Es wird nie vorkommen, dass ein Kind irgendwo sitzt und keiner fühlt sich zuständig.

Und wenn die Kinder nicht mehr in der Eingewöhnung und gut angekommen sind, dann ist halt immer der oder die Erzieher zuständig, die im Raum sind. Das heißt, es wird nie vorkommen, dass ein Kind irgendwo sitzt und keiner fühlt sich zuständig. Weil: Sobald jemand in der Nähe ist, ist er automatisch verantwortlich.

Die Bezugserzieherin, holt sich im Zweifelsfall Informationen von den Kollegen, wenn sie merkt, dass das Interesse des Kindes nicht konform mit der Stammgruppenzugehörigkeit ist. Es kann z.B. sein, dass ein Kind formal dem Atelier zugeordnet ist, sich aber phasenweise nur im Bauraum aufhält. Dann muss ich als Bezugserzieherin meine Kollegin aus dem Bauraum ansprechen, nachfragen, Einschätzungen abgleichen usw. Zudem gibt es in den regelmäßigen Teamsitzungen immer die Möglichkeit, sich über Kinder auszutauschen, Ideen zu entwickeln, Beobachtungen mitzuteilen etc.

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Was mir auffällt, wenn ich hier reinkomme: Es ist total viel los. Viele Kinder laufen durch die Gegend, viele Eindrücke. Ist das wirklich für jedes Kind was, dieses offene Konzept? Wenn ein Kind schüchtern ist, könnte ich mir vorstellen, dass es total überrollt ist, von dem ganzen Trubel. Oder ist es dann gerade was?

Ich glaub, das ist tatsächlich Kinder geben könnte, für die das vielleicht nichts ist. Wobei…ich glaube, wenn die Eltern Vertrauen darin haben, dass es gut ist oder gut werden kann, dann kann es für jedes Kind was sein.

Ich glaube aber, dass es bestimmt Kinder gibt, die ein bisschen länger brauchen, um sich in dieses System einzufinden. Ich halte es für wichtig, diesen Kindern Zeit zu geben, sie in Ruhe ankommen zu lassen. Ihre Signale wahrzunehmen. Gerne immer wieder bestimmte Dinge anzubieten, ihnen Aufmerksamkeiten zu schenken und möglichst das Gefühl zu vermitteln, dass ihnen alles offen steht, wenn sie denn wollen. Dass es aber ebenso ok ist, erstmal nur zu beobachten.

Und klar ist es auch mal wuselig und laut, aber nicht überall, es gibt immer auch die Möglichkeit sich in ein ruhiges Angebot zurückzuziehen. Zudem glaube ich, dass lauter Trubel auch eine gewisse Faszination auf Kinder ausübt und durchaus auch als stiller Teilnehmer seinen Reiz hat.

offenes Konzept: Bei uns können die Kinder Eigenverantwortung lernen.
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Melanie Mendrys, KJSH-Kitaverbund

Was siehst du als großen Vorteil: Was können die Kinder bei euch lernen, was sie woanders nicht lernen können?

Bei uns können die Kinder Eigenverantwortung lernen. Das können sie bestimmt auch in anderen Kitas, so mein ich das nicht. Sie könne wählen, dürfen viel ausprobieren und sind innerhalb unserer Regeln und Strukturen, die es natürlich auch gibt, so frei wie nur möglich. Wir unterstützen sie darin, Dinge aus Freude und Liebe zum Thema zu tun.

Dadurch lernen sie, dass sie ernst genommen werden und dass ihre Wünsche und Interessen zählen und dass wir uns als Erwachsene darauf einlassen, mit ihnen zusammen Wege zu gehen.

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Ich denke grad, wahrscheinlich lernen sie auch mehr Kinder kennen, weil sie immer mit allen zusammen sind bzw. auch Verantwortung zu übernehmen für die Kleinen, oder?

Das ist auch ein schöner Effekt. Genau. Und dass sich Freundschaften unabhängig vom Alter bilden können, auch wenn man nicht in der gleichen Gruppe ist, dass Freundschaften auch nach Vorlieben geknüpft werden können. Also: Nach – du bist mir sympathisch, ich will dich als Freundin haben. Oder: Mit dir kann ich so viel spielen, deshalb möchte ich, dass du mein Freund bist. Und nicht: Du bist 2 3/4 und ich 3,5 und deshalb geht das nicht, weil wir uns nie sehen, weil wir in unterschiedlichen Gruppen sind oder Bereichen.

Und wir haben ganz aktuell eine Freundschaft von einem sechsjährigen Mächen mit einer Einjährigen. Da wird natürlich auch sowas, wie das fürsorgende, nährende, von der Älteren gestillt und die Kleine findet das total cool. Ich habe das Gefühl: Die wächst täglich durch diese Freundschaft mit dem älteren Mädchen. Und allgemein. Die Kleinen eifern den Großen gerne nach, finden sie generell spannend. Bei uns in der Kita haben sie die Möglichkeit, sich zu begegnen und Sachen zusammen zu machen.

Musik: Finn Seliger!


Herzlichen Dank dir für das Interview, liebe Melli.

Mehr rund um das Thema Erziehung findet ihr übrigens hier.

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