Nachhaltig leben. Wir möchten damit anfangen. Zusammen mit euch. Schritt für Schritt, gut informiert und nicht dogmatisch. Aber mit dem Wissen: Wir müssen etwas ändern. Wir sind Mütter, wir sind Frauen, wir haben Angst um diesen Planeten, den wir unseren Kindern einmal hinterlassen werden. Deswegen gilt es, genau jetzt damit anzufangen, es besser zu machen.

Wir wünschen uns, dass wir viele Menschen erreichen, inspirieren und ermutigen können. Und dass wir zeigen können: Bewusster zu leben ist gar nicht so schwer, erst Recht nicht teuer – und es macht sogar Spaß!

Wir freuen uns, wenn du dabei bist. Wenn wir uns verbinden. Und als #klimamamas unserer Teil zur Rettung der Welt beitragen!

Dieser Artikel enthält unbezahlte und unbeauftragte Verlinkungen und auch Empfehlungen. Daher müssen wir hier Werbung* schreiben.


nachhaltig leben 
Hier kommen unsere ersten 8 Tipps, wie wir alle nachhaltiger im Bereich „Bad & Hygiene“ leben können. Wir sind sehr stolz, tolle Mitstreiter/innen gefunden zu haben, die unserer Reihe ihre großartigen Tipps und Tricks beigesteuert haben!

1. Wie können wir ohne umweltschädliche Chemiebomben unsere Abflüsse reinigen?
 von Zero Waste Deutschland

nachhaltig lebenGanz einfach – mit diesen 3 Tipps bekommst du alles ganz schnell wieder frei! Gerade Menschen mit langen Haaren haben im Bad öfter das Problem eines verstopften Abflusses. Doch auch andere Dinge können dazu beitragen, dass das Wasser nicht mehr abfließen kann. Alle vier Varianten sind sowohl effizient, als auch kostengünstig. Bevor du also den Klempner rufst, probiere doch beim nächsten Verstopfungsfall diese Ideen aus:

Rohrreiniger selber machen:

4 EL Soda oder Natron direkt in den Abfluss geben, dann direkt 250 ml Essig hinterher gießen. Es entsteht viel Geblubbert und Schaum. Nach 2 bis 3 Minuten schließlich reichlich heißes Wasser nachschütten.

Haare entfernen

Wenn lange Haare den Abfluss verstopfen, können die Reinigungsstäbe von ‚Twist Out‘ helfen! Es gibt sie bei DM oder in ‚Unverpackt‘-Läden. Du steckst den Stab einfach in den Abfluss und drehst ihn. Durch die kleinen Rillen im Holz ziehen sich Haare und Co. fest und du kannst einfach alle heraus ziehen. Der Stab kommt im Anschluss in den Rest- oder Biomüll.

Ein ähnliche Variante ist, einfach eine Häkelnadel zu verwenden! Dank ihres Hakens kannst du Klumpen aus Haaren gut herausfischen.

Der gute alte Pömpel

Vielleicht das offensichtlichste, aber doch nicht das, was die Werbung immer anpreist (und deshalb wahrscheinlich bei vielen in Vergessenheit geraten ist!): Ein Pömpel! Mit ihm bekommst du die meisten verstopften Rohre wieder frei. Dabei setzt du ihn einfach fest auf den Abfluss, stopfst ein Handtuch o.ä. in das ‚Luftloch‘ (z.B. bei Waschbecken) und drückst den Gummikopf des Pömpels immer wieder stoßweise fest auf den Abfluss. Der Gummirand muss dabei immer in Berührung mit dem Untergrund bleiben. Wenn Dreck hochkommt, ab damit in den Restmüll! Wiederhole das Ganze, bis das Wasser wieder frei abfließt.

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 2. Wie können wir uns umweltfreundlich abschminken?
von Muttiversum

nachhaltig lebenNa, keine Einweg-Wattepads mehr benutzen! Man kann nämlich immer wieder verwendbare Pads ganz einfach selbst nähen. Sind super praktisch, effektiv und sehen auch noch hübsch aus. Hier eine tolle Anleitung:

Das brauchst du:

♥ 1 rundes Glas
♥ 1 Stift
♥ 1 altes T-Shirt (Jersey)
♥ 1 alter, sehr dünner Waschlappen                                                                                       ♥ oder noch besser ein altes weiches Moltontuch
♥ oder vielleicht auch ein etwas dickeres Baby-Spucktuch

Und so wird es gemacht:

Für meine Pads habe ich zunächst ein altes Glas in meiner Wunschgröße gesucht sowie ein altes, weiches T-Shirt, das ich zerschneiden kann. Dann habe ich zehn Kreise auf das T-Shirt gemalt und sie ausgeschnitten. Danach habe ich zehn Kreise in der gleichen Größe auf den Waschlappen/das Moltontuch gemalt und auch ausgeschnitten. Im letzten Schritt habe ich je einen der Kreise (also einmal T-Shirt und einmal Molton) aufeinander gelegt und mit einem Zickzack-Stich grob außen herum am Rand vernäht (ein oder zwei Mal komplett außen herum).

Nachhaltig leben – fertig ist dein selbstgemachtes Wattepad!

Fertig ist der euer Baumwollpad, auch „Wattepad“ genannt, der gewaschen und immer wieder verwendet werden kann.

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3. Wie können wir unsere Haut umweltschonend reinigen?
von Zero Waste Kinder Deutschland

nachhaltig lebenUnsere Devise ist: Weniger ist mehr! Vieles haben wir in unserem Bad mittlerweile aussortiert und nutzen nur noch unsere Basics.

Das Tolle ist: Wenn man etwas braucht, kann man es sich ganz leicht selbst herstellen und die Zutaten haben wir meist eh zu Hause.

Bestes Beispiel: Ein richtig gutes Hautpeeling, das effektiv und nachhaltig ist. Das kann man minutenschnell anrühren.

Und so geht es: Einfach Zucker, Salz oder Kaffeesatz zusammen mit Öl anrühren. Bei der Auswahl des Öls ist der Kreativität keine Grenze gesetzt! Dann auf die Haut auftragen, einmassieren und schließlich mit warmem Wasser wieder abspülen.


4. Wie können wir unser Bad und unsere Hygiene noch nachhaltiger gestalten?
von Zero Waste Kinder Deutschland

Als wir mit unsere Reise zu mehr Nachhaltigkeit gestartet sind, haben wir im Badezimmer begonnen. Dort kann man nämlich unheimlich viel verändern! Die für uns wohl nachhaltigste Veränderung war die Umstellung auf feste Seife.

Nachhaltig leben – Mikroplastik einsparen!

Egal, ob zum Duschen, zum Haare waschen, Gesicht säubern usw. Damit kann man nicht nur viel Verpackungsmüll einsparen, sondern auch bei den Inhaltsstoffen viel bewirken. Denn: Viele Hygieneartikel beinhalten Mikroplastik, das absolut schädlich für unsere Umwelt ist! Nachhaltige Alternativen, wie eben natürliche Seifen, verzichten auf diese schädlichen Inhaltsstoffe.

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5. Wie können wir unsere weibliche Monatshygiene ökologisch verantwortungsvoll gestalten?

Wusstet ihr, dass Periodenartikel wie Tampons und Binden zu den meist gefundenen Abfällen an Stränden zählen? Sie bestehen zu einem großen Teil aus nicht abbaubaren Kunststoffen und belasten deshalb natürlich in allen Bereichen dieser Welt unsere Umwelt. Es gibt aber mittlerweile sehr gute nachhaltige Produkte, die wir euch einmal in Kürze vorstellen möchten:

Nachhaltig leben mit Monatshygiene. Das geht heute gut!

Biotampons: Dieser werden aus Biobaumwolle hergestellt und sind deshalb biologisch abbaubar (z.B. von TheFemaleCompany)

Biobinden: Auch hier wird auf Kunststoff verzichtet und auf nachhaltige Materialien gesetzt (z.B. von Organyc)

Menstruationstassen: Sie bestehen aus Naturkautschuk oder medizinischem Silikon und können jahrelang wieder verwendet werden (z.B. von Merula Cup)

Menstruationsunterwäsche: Sind waschbar, deshalb immer wieder verwendbar, auslauf- und geruchssicher (z.B. Ooshi)


6. Wie können wir Körperhaare nachhaltig entfernen?

Einwegrasierer bestehen zum größten Teil aus Plastik. Viele Frauen (und auch Männer!) bevorzugen eine haarlose Variante und möchten deshalb nicht auf das regelmäßige Haareentfernen verzichten.

Doch Plastikrasierer müssen nicht mehr sein! Die Alternative heißt: Rasierhobel mit ersetzbarer Klinge. Ein schönes Beispiel dafür ist der Hobel von ‚EcoYou‘, welcher komplett plastikfrei ist.


7. Auf was sollte ich im Bad auf Grund des Umweltschutzes besser verzichten?

Mittlerweile benutzen wir viele Dinge quasi automatisch, also, ohne uns weitere Gedanken darüber zu machen, ob sie sinnvoll oder auch ökologisch bedenkenlos sind. Deshalb ist ein wichtiger Grundstein auf dem Weg zum nachhaltigeren Leben, einfach wieder auf einige Dinge zu verzichten. Und das ist überhaupt gar nicht schwer. Hier einige Bespiele von Dingen, die wir im Bad einfach weglassen können:

Desinfektionsmittel:

In der Regel sind diese, bei gesunden Menschen, völlig unnötig, nur teuer und umweltschädlich. Außerdem können sie die Atemwege reizen.

Raumsprays:

Weg damit! Sie überlagern nur unangenehme Gerüche und können Allergien auslösen. Möchtest du dennoch einen ‚angenehmen‘ Geruch im Bad, kannst du diesen ganz einfach selbst herstellen: Du brauchst nur ein luftdurchlässiges Säckchen, das du immer wieder mit getrockneten Kräutern und Blüten füllen kannst. Sie können zusätzlich auch mit natürlichen Aromaöhlen beträufelt werden.

Chemische WC-Reiniger und -Steine:

Sie sollen reinigen und gut riechen. Letztendlich sind sie aber umweltbelastend und auch teuer. Eine ganz einfache Alternative ist: Verteile ein paar Esslöffel Zitronensäurepulver und einen Esslöffel Natron in deiner Toilette und lasse das ganze ein paar Minuten einwirken. Dann kannst du abspülen und noch einmal mit der Toilettenbürste nachreinigen (Quelle: Utopia).


8. Wie kann ich umweltbewusst meine Zähne putzen und reinigen?

Die meisten Zahnbürsten bestehen aus Plastik. Das ist natürlich umweltbelastend. Zahnbürsten aus Bambus oder anderen nachhaltigen Materialien sind eine gute Alternative. Wichtig bei den Bambuszahnbürsten ist, dass sie BPA-frei sind.

Es gibt sie mittlerweile mit Borsten aus biologisch abbaubarem Nylon (z.B. von Hydrophil). Hier diesbezüglich noch ein wichtiger Hinweis der Bundeszahnärztekammer (BZÄK): Bei Zahnbürsten aus Naturmaterialien gilt es, bei reinen Naturborsten vorsichtig zu sein. Naturborsten werden nämlich aus Tierhaaren hergestellt. Diese sind wiederum nicht empfehlenswert, da sie sich nicht richtig reinigen lassen und auch bezüglich Bakterien- und Vireneinnistung bedenklich sind. Deshalb so die BZÄK, sind Nylonbürsten, auch Bio-Nylonbürsten, empfehlenswert. Bei den Griffen gibt es außerdem weitere nachhaltige Materialien, wie Buchenholz und andere holzbasierte, kompostierbare Biokunststoffe.

Übrigens: Zahnseide ist meist nicht aus Seide, sondern in der Regel aus Kunststoff! Es gibt sie aber auch aus echter Seide und Bienenwachs (z.B. von Woobamboo)


9. Und was ist mit den Ohren?

Auch wenn das mechanische Reinigen von Ohren medizinisch nicht zu empfehlen ist, möchten viele Menschen nicht darauf verzichten. Die herkömmlichen Ohrstäbchen sind Einmalartikel und bestehen zu einem großen Teil aus Plastik. Doch auch hier gibt es mittlerweile gute und günstige Alternativen, so zum Beispiel aus den Materialien Bambus und Biobaumwolle (z.B. von Hydrophil). Eine weitere Möglichkeit ist die Benutzung von wiederverwendbaren Bambusohrstäbchen (z.B. von Lamazuna). Sie werden nach jeder Verwendung einfach mit warmem Wasser abgespült.


10. Nachhaltig leben heißt auch…

…dass ihr das, was ihr schon habt, so lange nutzen könnt – bis es wirklich in den Müll muss. Heißt: Unserer MutterKutter-Kapitänin Doro hat zum Beispiel einen alten Rasierer, der nicht nachhaltig hergestellt wurde. Aber sie rasiert und rasiert und rasiert mit ihm. Bis er auseinanderfällt.

Vielleicht kannst du auch eine Creme, die du vielleicht nicht verträgst, einer Freundin schenken. Die hat wiederum irgendwas, was sie nicht braucht. Tauschen ist eine tolle Alternative, finden wir.


Nachhaltig leben: 10 einfache Tipps, 10 Möglichkeiten unser Bad nachhaltiger zu gestalten.

Und wir machen weiter: Wir werden nach und nach verschiedene Bereiche unseres Zuhauses und unseres Familienlebens überprüfen und auch umstellen.

Wir freuen uns auf den Austausch mit euch, eure Ideen und euren Input! Es geht nicht darum, dass wir ab sofort alles ‚perfekt‘ machen. Aber wenn wir nach und nach, alle zusammen, bewusster leben und verbrauchen, dann ist schon ein großer Schritt geschafft!


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