Kivanta – dieser Shop steht für ein gesundes Leben. Für Nachhaltigkeit. Für unseren Planeten. Für ein Leben ohne Plastik. Eine Welt, die wir unseren Kindern gerne hinterlassen. Und für eine Frau, die macht anstatt machen zu lassen: Nathalie Rau.

Die Dreifachmama hat einen Ort geschaffen, an dem wir online einkaufen können ohne schlechtes Plastik-Gewissen.

Toll, finde ich. Und deshalb möchte ich sie euch vorstellen, die Kivanta-Macherin. Nicht nur, weil auch ich nachhaltiger unterwegs bin ich es super finde, wenn Frauen etwas schaffen, sondern auch, weil ich mich frage: Wann macht sie das alles eigentlich? Die Antwort: im Interview.

Viel Spaß beim Lesen!


Liebe Nathalie, ich beeindruckt davon, was du mit „Kivanta“ auf die Beine gestellt hast. Was hat dich dazu inspiriert, deinen Onlineshop zu eröffnen und diesen Weg so straight zu gehen?

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Credit: Oliver Rau

Ich bedanke mich herzlich für das Kompliment!

Von „straight“ kann jedoch keine Rede sein. Zu Kivanta kam es eigentlich eher zufällig.

Wir hatten Edelstahlflaschen für Freunde und Bekannte und Bekannte von Bekannten, die sich den Kauf in den USA nicht zutrauten, besorgt und nie weiter darüber nachgedacht. Als ich dann aber eine rosafarbene Flasche für unsere Tochter kaufen wollte, da dachte ich so bei mir:

„Wie es sein kann, dass es noch immer niemanden gibt, der endlich Edelstahlflaschen in Deutschland als Alternative zu diesen grässlich stinkenden Aluflaschen für Kinder anbietet?“

In etlichen Nachtschichten zimmerte mein Mann unseren ersten Shop zusammen.

Am Abend redete ich mit meinem Mann darüber und die Idee war geboren. In etlichen Nachtschichten zimmerte er unseren ersten Shop zusammen, den kanteenshop. Ich schrieb, wie auch heute noch, die Artikelbeschreibungen und Infotexte, die er dann in das Gerüst einfügte. Ein Holzregal genügte für unser Lager.

Wir waren unglaublich stolz, dass nicht ein Tag ohne Bestellung verging und es mehr und mehr Bestellungen wurden. Unsere Kunden fragten uns aber auch nach anderen Dingen, wie wir dieses und jenes zuhause lösten. Und so erweiterten wir nach und nach unser Sortiment um die Dinge von Herstellern, die wir selbst benutzen. So wurde aus dem kanteenshop dann kivanta.

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Was hast du vorher eigentlich gemacht?

Ich war mit Leib und Seele Grundschullehrerin – und bin es im Herzen immer noch.

Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist eines, das mich als Mutter noch mehr berührt als vorher. Die Frage „Wie werden unsere Kinder in Zukunft leben“ ist essentiell für mich. Vor allem bei Schlagzeilen, wie „Bis 2050 gibt es mehr Plastik als Fisch in den Weltmeeren“, frage ich mich: Welchen Teil können wir dazu beitragen, um den Plastikkonsum zu reduzieren?  Denn der ist ja, alleine wenn wir in unsere Kühlschränke gucken, enorm…

Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Dieser Zugang gefällt mir besonders gut, denn der Verbraucher ist ja nun nicht dumm.

Zum Verzicht von Kunststoffverpackungen im Konkreten: Nicht jeder hat die Möglichkeit, diese Ware in „bulk“ zu kaufen und dann entsprechend einzulagern. In vielen Orten gibt es auch keine Möglichkeiten in haushaltsüblichen Mengen explizit verpackungsfrei einzukaufen. Und dann kommt auch noch der Faktor Zeit dazu.

Wir können uns im Supermarkt bewusst fragen: Was kann ich zurücklassen?

Nicht jeder Ort hat einen Markt, nicht jeder die Zeit zu Marktzeiten auch einkaufen zu gehen oder dann anwesend zu sein, wenn die Obst- und Gemüsekiste ausgeliefert wird. Und so bleibt für viele Dinge nur der Supermarkt. Und die bewusste Entscheidung, was ich ggf. zurücklasse, weil ich darauf verzichten kann oder eine gute Alternative gefunden habe. Ein einfaches Beispiel sind diese kleinen Obsttütchen und die Tüte an der Kasse. Kleine Beutel für lose Artikel und eine zusätzliche Einkaufstasche kann man immer in der Tasche, im Rucksack oder im Auto verstauen. Tomaten oder Pilze in einem Baumwollnetz sehen doch 1000x besser aus als in einer Plastikfolierung und eine schöne Stofftasche macht doch richtig was her.

Ich würde immer Brotdosen und Flaschen aus Edelstahl bevorzugen.

Und tatsächlich hoffe ich auch, dass sich über diesen optischen und vielleicht ein bisschen oberflächlichen Aspekt, viele finden werden, die auf diese Weise zum verpackungsarmen Einkaufen kommen.

Brotdosen und Flaschen gibt es aus Edelstahl und diese würde ich immer bevorzugen. Schon alleine wegen der Geschmacksneutralität und Haltbarkeit. Ich denke, das kann man unschwer an unserem Sortiment erkennen.

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Aber es gibt Eltern, die sagen, dass das dadurch entstehende zusätzliche Gewicht im Ranzen oder Rucksack einfach zu groß ist oder eine preiswerte, aber dennoch lebensmittelsichere Alternative gesucht wird und sie daher lieber eine Kunststoffdose kaufen. Dann gilt es eben hier, nicht nach einem Wegwerfartikel, sondern guter Qualität zu greifen und das möchten wir anbieten.

Der Einzelne kann dazu beitragen, dass sich die Situation ändert.

Ich finde es ja immer wieder erstaunlich, dass selbst Bio-Obst und Bio-Gemüse in Plastik eingeschweißt sind…

Im Supermarkt gibt es immer mehr verpackungsarme oder freie Angebote. Der Einzelne kann wirklich dazu beitragen, dass sich die Situation ändert. Werden bestimmte Produkte anderen Produkten bevorzugt, ändert sich das Angebot ganz schnell. So ist es bei der Mode, bei der Technik und erst recht bei Lebensmittel, denn diese machen ja einen unheimlich großen Anteil des Konsums aus.

Nun konkret bezogen auf den Konsum verpackter Ware, die in der Küche landet: möglichst nach unverpackter oder effektiv verpackter Ware greifen und dadurch Verpackungsmüll sparen.

Grundsätzlich werden wir aber nicht umhin kommen, nicht auch Lebensmittel zu kaufen, die in Kunststoffen verpackt sind. Denn nur so ist auch eine lange Haltbarkeit und Unversehrtheit mancher Lebensmittel überhaupt zu gewährleisten. Beispielsweise feuchtigkeitsempfindliche Grundnahrungsmittel. Auch darf man nicht vergessen, dass in Papiertüten eingepacktes Mehl auch ursprünglich mal auf einer mit Plastikfolie umwickelten Palette angeliefert wurde.

Und auch wir werden auf Kunststoff nicht unbedingt verzichten können. Ein ganz einfaches Beispiel ist der Sportverschluss oder „to go“-Deckel einer Trinkflasche. Aus Gründen der Zahngesundheit und Hitzeentwicklung lässt sich dieser nicht anders herstellen.

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Nathalie mit ihrem Mann Oliver im Kivanta-Büro.

Wie grün lebt ihr?

Bei den Dingen, die uns umgeben, mögen wir gerne natürliche Materialien wie Holz und Glas, Edelstahl und Porzellan. Vermutlich auch deshalb, weil mein Mann und ich trotz unserer Geburtsjahrgänge in Haushalten groß geworden sind, in denen „das Schöne“ wichtig war und daher Gebrauchsgegenstände aus Kunststoff eher selten waren.

Im Supermarkt spare ich nicht wesentlich.

Gesunde und unbelastete Lebensmittel sind für uns immer schon sehr wichtig gewesen. Auch als wir noch keine Kinder hatten, denn wir essen einfach zu gerne. Jeder kennt den Unterschied zwischen einer klassischen Supermarkt-Tomate, die zwar nach Tomate aussieht, aber nach nichts schmeckt und einer richtig leckeren Tomate.

Und Dank der Möglichkeit bei uns, eine wöchentliche Lieferung durch die regionale „Öko-Kiste“ zu bekommen, können wir verpackungsarm bis verpackungsfrei Obst und Gemüse in bester Qualität bekommen.  Und ich möchte behaupten, dass ich im Supermarkt nicht wesentlich weniger ausgebe, wenn ich vergesse, die Kiste zu bestellen und dann doch am Wochenende zum Einkauf ausrücken muss.

Du hast drei Kinder. Wann ist Mama-Zeit und wann ist Zeit für Kivanta? Musst du manchmal ordentlich jonglieren oder schaffst du es, dir deine Zeit klar einzuteilen?

Ich habe am liebsten alles bis ins Detail geplant. Aber ich habe festgestellt, dass ich das nur bedingt auf die Reihe kriege und der Frust zu groß ist, wenn es nicht läuft wie geplant.

Wir jonglieren uns durchs Leben.

Also gibt es bei uns keine ins Detail geplanten Abläufe, sondern Jonglieren! Und wir jonglieren hier jeden Tag – auch mit unseren Kindern, denn wir ziehen alle an einem Strang und jeder hat seine Aufgaben.

Zu spontanen oder festgelegten Zeiten, je nach Wochentag, Terminen und Arbeitspensum legen wir dann alles beiseite, um uns um die Dinge fernab von Kivanta kümmern zu können und eine Auszeit zu genießen. Aber es ist eben nichts wirklich planbar und das ist ja auch gut so.

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Credit: Oliver Rau

Wie sieht eure Familienzeit aus? Was macht ihr am liebsten?

Wir sind gerne draußen, meist im Garten, denn da gibt es immer viel zu tun und zu spielen. Aber wir kochen auch gerne zusammen, sitzen zusammen, hören Musik, spielen Spiele, schauen Filme oder sind einfach nur dabei, wenn die Kinder ihre Dinge tun.

Wie sehen deine Träume – wo möchtest du privat und beruflich hin?

Mein Mann und ich sind „high school sweethearts“ und nach mehr als 25 Jahren mindestens so verliebt wie am ersten Tag. Wir haben drei wundervolle Kinder und leben beruflich unseren Traum. Mehr kann man sich eigentlich wirklich nicht wünschen.

Kivanta ist ein verwirklichter Traum.

Nur ein kleiner Wunsch drängt sich manchmal auf: Ich freue mich irgendwann mal auf einen Urlaub länger als fünf oder sechs Tage, in dem nicht der erste Blick im Hotelzimmer auf den Schreibtisch erfolgt und wir abschätzen, ob er groß genug für uns beide ist und die erste Handlung dann der Aufbau des mobilen Büros ist.

Aber dann frage ich mich, könnte ich wirklich ernsthaft so abschalten? Kivanta ist dann doch mehr als einfach nur „eine“ Firma, sondern eben ein verwirklichter Traum.

Und wozu rätst du unseren Leserinnen, die sich noch fragen: Soll ich diesen Weg gehen und meinen beruflichen Traum verwirklichen oder es lieber lassen?

Die Lebensentwürfe sind so verschieden wie die Träume. Für viele Fälle gibt es aber sicherlich Mischformen, also das, was man liebt, nebenher aufzubauen, um zu schauen, ob man sich darauf einlassen kann. Manchmal hilft auch nur der Sprung ins kalte Wasser.

Doch egal, wie man sich entscheidet, man braucht dazu Unterstützung. Denn Kräfte und Frustrationstoleranz sind tatsächlich endlich. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Aber genauso gilt auch, dass geteilte Freude doppelte Freude ist und das ist ein besonders schönes Gefühl.

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Nathalie mit ihrer Freundin Andrea Nussbaum/ Gründerin von „Goodies of Desire“

Und unsere nachgefragt!-Frage zum Schluss – was ist dein schnellstes Lieblingsgericht?

Nudeln mit Tomatensauce. Was sonst (lacht).


Herzlichen Dank dir für dein Einblick in euer Leben, liebe Nathalie!

Ihr findet Kivanta übrigens auch auf Facebook und auf Instagram.

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