Wenn ihr nach coolen Ausflugstipps für Familien in München sucht oder ihr mehr rund um das Thema „bilinguale Erziehung“ wissen möchtet, dann seid ihr bei Dominika goldrichtig. Auf ihrem Blog From Munich with Love gibt die zweifache Mama unter anderem rund um diese Themen ihre ganz persönlichen Tipps,  aber auch ganz viele Einblicke in ihr Familienleben.

Wir durften sie leider noch nicht persönlich kennenlernen. Aufmerksam geworden sind wir auf Dominika durch das Frauen-Magazin Edition F. Den Kolleginnen hat sie ein tolles Interview über die Arbeit von Bloggern gegeben. Und in diesem haben wir dann auch erfahren, dass die Münchner Mama immer wieder Mama Start-Ups auf ihrem Blog vorstellt. Wir freuen uns immer noch, dass wir Teil dieser tollen Serie werden durften.

So, nun aber zum Interview mit der Mamabloggerin: Mit Liebe gemacht – das trifft bei Dominikas Blog zu. Wieso  – das könnt ihr jetzt hier nachlesen. Viel Spaß euch!


Liebe Dominika, könntest du dich unseren Leserinnen bitte kurz vorstellen:

Servus und moin moin! Ich heiße Dominika, bin 36 Jahre alt, verheiratet und Mama von zwei Jungs (5 und 3 Jahre alt). Ich wohne seit 2010 in meiner Lieblingsstadt München! Zuvor habe ich schon in Warschau, Danzig, Hamburg und Lugano gelebt. Die ersten 6 Jahre in München kümmerte ich mich um meine Familie und meine zwei Blogs. Seit August 2016 bin ich zusätzlich im Head Office einer Münchner PR-Agentur tätig.

Du bist 2010 nach München gezogen. Was hat dich in den Süden verschlagen?

Mein Mann hat damals eine neue Arbeitsstelle in München bekommen und wir sind beide
hierher gezogen – er aus Hamburg und ich aus Warschau. Das hört sich etwas kompliziert an, ist aber einfach erklärt: bis kurz vor der Heirat führten wir eine Fernbeziehung.

Wie war es für dich, ganz neu zu starten…und eine neue Sprache zu erlernen?

Deutsch war keine ganz neue Sprache für mich, denn ich lernte sie bereits in der Schule.
Trotzdem fand ich sie sehr schwierig und da ich keine Deutschen persönlich kannte, war
meine Motivation, diese Sprache zu lernen, sehr gering. Das änderte sich, als ich meinen Mann in Lugano kennen lernte. Anfangs unterhielten wir uns in Englisch oder Italienisch, als wir aber zusammen nach Hamburg zogen, entschloss ich mich, an einem Intensivsprachkurs teilzunehmen. Das gab mir die nötige Basis und Selbstvertrauen. Der Rest kam mit dem Alltag in Deutschland und den regelmäßigen Kontakt zur Familie meines Mannes.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Meinen ersten Blog „Polka w Monachium“ („Polin in München“) entstand in meiner ersten
Elternzeit. Ich merkte, dass viele polnische Familien mit kleinen Kindern in München lebten und wollte einerseits meine Erfahrungen mit und in dieser Stadt teilen, anderseits auch neue Bekannte gewinnen. Das klappte wunderbar und mein Netzwerk unter meinen Polnischen Landsleuten in München ist enorm. Mein Blog ist zum Treffpunkt für viele polnische Familien geworden und das freut mich sehr! In meiner zweiten Elternzeit entstand die Idee, einen deutschsprachigen Blog „From Munich with Love“ zu gründen, damit ich aus meiner Nische rauskommen und noch mehr Familien erreichen kann.

Worum geht es auf „From Munich With Love“?

Am Anfang gab ich vor allem viele Freizeittipps für München und Bayern. Das gefiel vielen
Zuagroasten und half mir, den Blog zu etablieren. Mit der Zeit gewann ich mehr
Selbstbewusstsein und begann auch über andere Themen zu schreiben. Heute, nach 2,5 Jahre. From Munich with Love, schreibe ich Beiträge zum Thema Bilingualität, Auswanderung, Selbstständigkeit unter Frauen und Müttern, sowie Bloggen und Familie.

Was liebst du am Bloggen?

Das Bloggen hat viele Vorteile, die man vielleicht nicht sofort erkennen kann und die man oft nicht erwartet, wenn man gerade mit Bloggen anfängt. Für mich persönlich ist mein Netzwerk, das durch Bloggen entsteht, der große Gewinn und gibt mir die Möglichkeiten, meine Arbeit, meinen Stil und meine Kreativität zeigen zu können. Und zwar genau so, wie ich es will! Ich bin mein eigener Chef und kann frei entscheiden, wie mein Blog aussieht und welche Inhalte ich veröffentliche. Was ich jedoch unterschätzt habe, ist die Zeit, die man ins Bloggen investieren muss. Ich kann nicht mal schnell einen Artikel schreiben und sofort posten. Ich brauche mehrere Stunden, um alles zu recherchieren und so hinzubekommen, wie ich mir es vorstelle.

Wir durften ja auch Teil deiner „Mama Start-Up“-Reihe werden. Vielen Dank noch
einmal dafür. Wie bist du auf die Idee gekommen, Frauen vorzustellen, die neue Wege gehen?

Anfang 2015 trat ich einer großen Mompreneur-Gruppe bei. Ich merkte sofort, wie sich
unsere Herausforderungen und Probleme ähnelten, obwohl wir teilweise ganz verschiedene Businessmodelle führten. Ich war sehr motiviert und inspiriert von den Ideen, die oft erst nach der Geburt des ersten oder zweiten Kindes entstanden. Denn diese neue Rolle als Mutter hat viele von uns so tief verändert, dass sie beruflich etwas ganz neues anfangen wollten. Das Feedback auf diese Interview-Serie ist so positiv, dass ich sie wahrscheinlich fortsetzen werde!

Inwiefern hat das Mamasein deinen Blick auf den Job verändert?

Früher, also in der Zeit vor meinen Kindern, war mir mein Job sehr wichtig. Er gab mir die
nötige Anerkennung und Selbstverwirklichung. Das Mamasein hat meine Prioritäten etwas verschoben. Mein Job ist mir immer noch wichtig, meine Zeit aber ist mir wertvoller geworden. Und die möchte ich nicht mir unwichtigen oder uninteressanten Dingen verbringen.
Ein Thema auf deinem Blog ist ja neben der „Auswanderung“ auch die bilinguale
Erziehung. Wie händelt ihr sie? Wie bringst du deinen Kindern deine Sprache bei?
Vom Leser-Feedback weiß ich, dass mein Blog von vielen Expats oder Auswanderern gelesen wird. Schließlich sind unsere Probleme ähnlich: Wir vermissen unsere Familie und Freunde in unserer Heimat, bemühen uns, unsere Muttersprache und die eigene Kultur unseren Kindern beizubringen etc. Bei der Bilingualität hat es unsere Familie echt „leicht“, da mein Mann kein Polnisch spricht. Mit meinem Mann unterhalte ich mich auf Deutsch, aber mit den Kindern spreche ich ausschließlich Polnisch. So spricht jedes Elternteil mit den Kindern nur in der jeweiligen Muttersprache. Unsere Kinder sind bilingual, auch wenn das Schreiben und Lesen noch vor uns legt. Ich finde Konsequenz und klare Regeln ganz wichtig, auch bei der mehrsprachigen Erziehung.

Herzlichen Dank für das Interview, liebe Dominika!

Übrigens: Normalerweise fragen wir am Ende eines Interviews immer nach dem schnellsten Lieblingsrezept. Dieses Mal verlinken wir einfach auf Dominikas leckeren Sommerkuchen mit Äpfeln & Beeren – 1. ein schöner Ausblick auf die warme Jahreszeit & 2. auch schon jetzt mit Tiefkühlbeeren backbar. Lecker!

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