Krankenschwester, Heilpraktikerin, Osteopathin i.A. & Zweifachmama: Wann hat sie denn nur ihre ganzen Ausbildungen gemacht? Sie ist doch noch relativ jung, oder nicht? Krass! Das dachten wir uns als wir Nadine das erste Mal getroffen haben. Sie ist einfach eine echte norddeutsche Power-Deern. In unserem nachgefragt! erzählt uns Nadine nicht nur, wie sie Kind & Kegel unter einen Hut bringt – sie verrät uns auch, in welchem Gericht sie am Liebsten heimlich Gemüse versteckt.

Viel Spaß beim Lesen!


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Liebe Nadine, könntest du dich unseren Leserinnen bitte kurz vorstellen.

Hi, ich bin Nadine Barz. Ich bin verheiratet und seit Februar diesen Jahres zweifache Mama. Ich wohne, lebe, liebe und arbeite in Kiel.

Du bist ja nicht nur Mama. Du bist ja noch… Krankenschwester, Heilpraktikerin und angehende Osteopathin. Wie alt bist du nochmal? Äh, wann hast du denn all´ deine Ausbildungen so gemacht?

Ich bin 28 Jahre jung. Schon während der Abiturzeit war mir bewusst, dass ich im großen Bereich “ Medizin“ arbeiten möchte. Somit dachte ich, fang ich „klein“ an und habe von 2007-2010 meine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in Kiel absolviert.
Schon in der Ausbildung wurde mein medizinisches Interesse immer größer und ich entdeckte die Leidenschaft für die Intensivmedizin. In diesem Bereich habe ich bis zur ersten Schwangerschaft (2013) gearbeitet. Eine Geburt verändert ja von jetzt auf gleich einfach alles und somit merkte ich, dass auch ich mich vor allem beruflich verändern will.
Innerhalb eines Jahres habe ich in der Elternzeit bei langen Spaziergängen zahlreiche Lernkarten durchgearbeitet und dann erfolgreich im März 2014 meine Heilpraktikerprüfung gemeistert. Dies war der Grundstein und auch gleich die Vorraussetzung für die nächste Ausbildung. Somit durfte ich Ende 2014 die Osteopathieausbildung in Damp beginnen.

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Das heißt: 1. Kind und nebenbei gelernt. Grad 2. Kind – und du lernst wieder nebenbei und gibst dazu auch noch Babymassagekurse & Co.. Wie geht das? Wie schaffst du das alles?

Das frage ich mich auch so oft. Ich habe die beste Unterstützung von meinem Mann, der mir bei den Schulwochenenden komplett den Rücken freihält. So anstrengend der Alltag mit einer quirligen und teilweise trotzigen Dreijährigen und einem Baby sein kann, sind meine Kinder zugleich auch der größte Ansporn für mich.

Hast du manchmal nicht auch den Punkt, an dem du denkst: Puh, jetzt kann ich aber nicht mehr? Wenn ja: Wobei holst du dir wieder Kraft?

Den habe ich leider oft, gerade wenn die jährlichen Abschlussprüfungen anstehen.
Ich versuche dann nicht den kompletten Berg Arbeit bzw. Lernstoff zu sehen, sondern freue mich über das täglich gelernte und versuche mich dadurch selbst zu motivieren. Kraftspender für mich sind Lernpausen mit meiner Familie.

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Wie wichtig ist es in deinen Augen überhaupt für uns Mamas, mal wieder Energie zu tanken? Hast du als Heilpraktikerin vielleicht sogar einen Tipp, wie wir unsere Zellen wieder auffüllen können, wenn wir mal „am Ende“ sind?

Das ist sehr wichtig. Als Mama bist du 24 Stunden und 7 Tage in der Woche jederzeit zur Stelle. Du bist Stylist, Freund, Krankenschwester, Koch, Einschlaf- und Durchschlafhilfe, Fahrdienst, Konfliktschlichter und Weltenerklärer, Putzfee … Und was ich besonders liebe und genieße sind Kuscheleinheiten. Auszeiten brauch und muss jeder haben, Freunde treffen oder einfach mal abschalten, um wieder Kraft zu tanken für die nächsten Tage.

Du arbeitest heute vor allem mit Babys. Inwiefern hast du dir da einen Traum erfüllt?

Das ist wirklich schwer in Worte zu fassen. Ich möchte gerne meine Leidenschaft zum Beruf machen und dazu gehört vor allem die Arbeit mit Säuglingen und Kleinkindern und um diesen Traum zu verwirklichen arbeite und lerne ich sehr viel. Kinder sind einfach großartig, sie haben ein unvoreingenommenes Vertrauen in uns Erwachsene und grenzenlose Liebe. Ich finde Kinder sind einfach nur kleine große Wunder und es gibt kaum etwas Schöneres für eine Mama als ein liebevoller inniger Blick, eine Umarmung, ein Kinderlachen und/ oder die für mich magischen Worte: „Mama, ich liebe dich!“

Du bietest Babymassagen an. Was nehmen Mama und Kind aus deinen Kursen mit?

Berühren und berührt werden steht bei der Babymassage im Vordergrund. Welche Geste oder Worte können mehr Liebe und Zuneigung ausdrücken als eine Umarmung oder eine liebevolle Berührung? Eine Massage oder ein sanftes Streicheln nach einem anstrengenden Tag ist für jeden eine Wohltat. Berührung für uns Erwachsene ist wichtig und angenehm, für Babys ist sie jedoch lebensnotwendig. Die Bindung und das Vertrauen zwischen Mutter und Kind wird gestärkt und intensiviert. Kleine „Wehwehchen“ wie Bauchweh, die für Babys oft schmerzhaft sind, können durch eine Massage positiv beeinflusst werden.
Mama und Kind können eine Stunde die Zweisamkeit genießen und einfach mal abschalten. In gemütlicher und entspannter Atmosphäre können neue Freundschaften geschlossen werden. Auch Probleme und Nöte, die gerade im Alltag mit einem Kind auftauchen können, werden besprochen. Es werden Fragen gestellt und Erfahrungen der Mamis  untereinander ausgetauscht.
Gerne dürfen auch die Partner mitkommen, denn gerade die bekommen meist durch den Job „nur“ die eher anstrengenden und etwas lauteren Abendstunden mit und können mit einer Massageeinhheit eine andere wunderschöne Seite im Alltag mit einem Kind erleben.

Alles geht bei dir ums Thema Gesundheit, speziell um die Homöopathie. Welche Beschwerden kann sie lindern? Könntest du uns da bitte ein paar Beispiele geben?

Das „Gesund werden“ und ganz besonders das „Gesund bleiben“ kann auf eine sanfte und effektive Weise durch Homoöpathie und auch durch andere – oft in Vergessenheit geratene – Hausmittel unterstützt werden.
Typische Anwendungen findet die Homöopathie besonders in der Schwangerschaft, Stillzeit und im Kindesalter, denn besonders in dieser Zeit dürfen klassische Medikamente oft nicht eingenommen werden.
Bauchweh, Erkältungsbeschwerden des Kindes, aber auch der Mama in der Schwangerschaft & Stillzeit, Zahnungsbeschwerden, Husten, Halsschmerzen, die ersten Verletzungen und noch viele andere typischen „Kindererkrankungen“ können mit Homöopathie oder als Begleitung zur schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden.
Bei Fragen und Problemen sollte man stets Rücksprache mit einem Homöopathen oder dem betreuenden Kinderarzt halten.

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Kann ich da irgendwas kaputt machen? Die frage habe ich mir tatsächlich am Anfang gestellt? Wie oft haben Mamas diese Sorgen und was antwortest du auf diese Frage?

Diese Frage stellt sich fast jedes werdende Elternpaar, besonders die Papis!
Natürlich sehen Neugeborene oft sehr klein, zart und zerbrechlich aus, aber mit den richtigen Haltegriffen, Kniffen und praktischen kleinen Tricks im Alltag kann man da nichts „kaputt“ machen.
Hebammen und Pflegekräfte in der Geburtsklinik stehen immer gerne mit Rat und Tat zur Seite oder auch Geburtsvorbereitungskurse jeglicher Art bereiten werdende Eltern perfekt auf ihre neue Rolle mit allen neuen Aufgaben und Herausforderungen sehr gut vor.

Zurück zu dir als Zweifachmama: Wie war es eigentlich als die Große die Kleine das erste Mal in den Arm nehmen durfte? Wir stellen uns das so herzallerliebst vor…

Wir haben unsere Große sehr lange auf diesen Moment vorbeireitet. Am Anfang der Schwangerschaft war sie von einem Geschwisterchen nicht ganz so begeistert, da sie lieber mit uns allein sein wollte. Aber mit dem wachsenden Bauch wuchs auch das Interesse und ihre Liebe. Sie hat sich riesig auf ihre neue Aufgabe der großen Schwester gefreut. Das erste Wiedersehen war ca. sieben Stunden nach der Geburt, denn
dank der schnellen und ambulanten Geburt durften wir nach sechs Stunden wieder nach Hause gehen. Unsere Große ist aus dem Mittagsschlaf aufgewacht und bekam riesige Augen beim Anblick ihrer kleinen Schwester und hat sich sofort bedingungslos und innig verliebt. Es wurde sofort gekuschelt und geknutscht.
Aber wirklich herzerwärmend war, wie sie ganz stolz jedem von ihrer kleinen Schwester erzählt hat.

Und was ist der Unterschied mit 2en?

Es ist einfacher, weil man als Elternteil auch einfach entspannter ist. Das erste Kind gibt den Tagesrhythmus mit Essen-/ Spiel-/…und Schlafenzeiten ja schon vor und das zweite wächst da nun rein. Auch wenn ich den Spruch “ Kinder werden viel zu schnell groß“ früher nicht ganz nachvollziehen konnte, kann ich ihn heute leider verstehen.
Allerdings muss ich ihn ergänzen, denn gefühlt rennt die Zeit beim zweiten Kind noch viel schneller…

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Was machst du am Liebsten mit deinen Mädchen?

Einfach alles! Ich liebe es mit der Großen zu kochen, basteln, spielen, toben, kuscheln….
Ich genieße jeden Moment und freue mich über neue freche Sprüche und könnte jedes mal die Kamera zücken, wenn beide Mädels unter dem Spielebogen liegen, sich anschauen und einfach glucksen vor Freude! Es ist toll, wenn man miterleben darf wie Kinder die Welt entdecken!

Hast du noch einen tollen Ausflugstipp für uns? Was dürfen wir uns in Kiel und Umgebung nicht entgehen lassen?

Gerade da der Alltag mit Kind/ Kindern oft auch etwas turbulenter ist, finde ich, dass es nichts Schöneres gibt als einfach mal Ruhe und wenig Personen um einen herum zu haben. Genau dafür liebe ich das Tannenberger Gehölz in Kiel Projensdorf, man hat eine ruhige Waldatmosphäre, kann aber auch die Sonne auf der großen Lichtung genießen oder man beobachtet das frei herumlaufende Wild. Bei den etwas sehr unschön duftenden Wildschweinen mache ich eher einen größeren Bogen, aber unsere Große ist davon einfach fasziniert, vor allem wenn die kleinen Frischlinge ganz aufgeweckt herumtoben.

Und unsere nachgefragt!-Frage zum Schluss: Was ist dein schnellstes Lieblingsgericht?

Spaghetti Bolognese, denn in der Tomatensauce kann man wunderbar sämtliches Gemüse verstecken und pürieren und erspart sich lange Diskusionen beim Essen.


Vielen lieben Dank für das Interview!

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