Anke Brinkmann ist Muttiglück. Anke ist Mutti. Und Glück. Für mich, denn ich bin so froh, sie virtuell getroffen zu haben. Erst Instagramblödelei, dann ihr erster Gastartikel bei mir, dann was zum Thema Schnullerentwöhnung nicht ganz nach Lehrbuch von mir bei ihr und schließlich…Telefonate, Ideen, Lachen, Ehrlichkeit, auf den Punkt kommen, eine richtige Verbindung. Irgendwas zwischen Geschäft und Freundschaft.

Anke hat Power. Anke ist direkt, bringt Dinge auf den Punkt. Geschichten, bei denen ich herzlich lachen muss oder heftig nicke, weil ich denke: Ja, genauso. Anke kann derb, Anke kann lustig. Aber vor allem kann sie eins: lustig empathisch. Mit ihr habe ich über ihre späte Mutterschaft, ihr neuestes Projekt und ihr größtes Laster gesprochen.

Viel Spaß beim Lesen!


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Credit: Joerg Koch

Liebe Anke, weißt du, was ich so cool an dir finde? Mit dir rede ich Klartext. Obwohl wir uns nur über Instagram und Telefon kennen. Bist du eigentlich immer…so…so…direkt? Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Ja, ich bin immer so direkt, oder fast immer. Eine Eigenschaft, die mich schon in Teufels Küche gebracht hat. Es kann nicht jeder damit umgehen. Mit zunehmendem Alter lerne ich, besser zu kanalisieren. Weil man einfach nicht jedem soviel Direktheit zumuten kann. Wenn es um meine Schwächen und Gefühle geht, empfinde ich Verschleierung immer noch als Zeitverschwendung.

Dein Blog hat ja auch die Unterzeile „Der ungeschminkte Blog über das Leben als Mutter“ – was ist dein Credo als Bloggerin? Und worum geht´s bei Muttiglück?

Ich finde es ganz besonders erstaunlich, dass es Frauen gibt, die das Thema Mutterschaft glorifizieren. Es ist ein großes Glück Mutter zu sein, aber man bezahlt einen hohen Preis. Man ist gezwungen sich stark zurück zu nehmen und wird ständig hinterfragt. Das ist doch ne tolle Leistung, auch ohne selfmade-Wimpelkette am Kinderwagen. Ich möchte ehrlich mit mir und anderen sein. Aber hey, die anderen „no bullshit-Mammis“ mögen das offensichtlich. Sie lesen gerne meine Texte und amüsieren sich häufig darüber.

Ich habe so in Erinnerung, dass du mal erwähnt hast: Eigentlich hast du nur mit dem Bloggen angefangen, weil deine Freunde deine Texte so super fanden. Sind sie ja auch. Finde ich auch. War das echt der Startschuss für Muttiglück? Erzähl doch mal.

Also: Früher habe ich auf meinem privaten Facebook-Kanal über Anna und mein „Mutter sein“ geschrieben und da gab es viel Zustimmung. Dass meine Texte (also richtig lange) gut sein könnten, habe ich nicht gewusst. Ich habe den Blog begonnen, weil ich neben meiner freien Tätigkeit als Beraterin noch etwas wirklich eigenes wollte.

Du bist – in Anführungszeichen – spät Mama geworden. Du schreibst auf deinem Blog dazu: „Natürlich hatte ich mein Leben zu diesem Zeitpunkt schon ohne Kind geplant… es gab da mal einen Gynäkologen, der hat mir (als ich 30 war) gesagt, ich werde nie Kinder bekommen.“ Was hat es mit dieser Geschichte auf sich? Magst du mir mehr dazu erzählen? Und: Wann hast du denn deinen Mann kennengelernt?

Mit 30 stellte ich mir die Frage, ob ich Mutter werden kann. Ich fand mich damals irgendwie alt. Ich bekam die Diagnose, dass das ausgeschlossen sei. Das hat mich über zwei, drei Jahre echt traurig gemacht. Mein Lebenskonzept war weg. Meinen Mann habe ich viel später getroffen, da war ich Ende 38. Als wir zwei Jahre zusammen waren und in einer chaotischen Umbruchphase steckten, war ich plötzlich schwanger. Ich war völlig überfordert, aber mir waren zwei Dinge klar. 1. Es wird keine andere Gelegenheit mehr kommen, doch noch Mutter zu werden 2. Der Mann von dem ich schwanger bin, ist der tollste, den ich hatte. Die Entscheidung lag auf der Hand und er hat sie sofort mit getragen, obwohl er damals erst 26 war.

Wie ist es für dich, das Leben als Mama? Ganz direkt, ohne Umschweife gesagt…Denn ich denke: Da bekomme ich von dir eine Antwort mit Punktlandung, auf die ich mich schon sehr freue.

Total überraschend. Es ist anstrengend und raubt mir meine geliebte Freiheit, das hasse ich echt – gleichzeitig ist es das aufregendste, wichtigste und echteste, dass ich je erlebt habe. Und es gibt so viel Liebe.

Wie würdest du dich als Mutter beschreiben. Du bist ja studierte Psychologin. Bist du die „Alles-Versteherin“ oder auch hier die „Klartext“-Rednerin. Ich kann mir bei dir vorstellen, dass du Babysprache hasst und immer auf Augenhöhe mit deiner Tochter Anna geredet hast.

Ich kann nicht guzi guzi. Weder bei Erwachsenen noch bei Kindern. Ich fühle mit meiner Tochter, wenn sie Schwierigkeiten hat, aber ich erwarte, dass sie über Lösungen nachdenkt. Wichtig ist mir, viele Gespräche mit ihr zu führen, auch darüber, was meine Schwächen sind. Wenn ich mich blöd verhalten habe, entschuldige ich mich und es ist auch vorgekommen, dass ich dabei weine, weil es mir echt so leid tat.

Vergiss die Psychologin, die bin ich in geschäftlichen Verhandlungen. Als Mama bin ich ein simpler, oft hilfloser Mensch.

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Credit: Joerg Koch

Was ganz anderes: Du hast dich erst vor Kurzem selbständig gemacht und ich habe immer den Eindruck, dass du – mit voller Kraft – mehrere Projekte gleichzeitig bedienst. Was machst du im Moment alles? Und wie machst du das bitte? Woher nimmst du die Kraft und die Zeit?

Ich berate zwei Marketingagenturen, mache meinen Blog Muttiglück und gründe gerade mit einer Freundin eine Contentagentur, die im Bereich „Frauen, Familie, Mütter“ arbeiten wird. Unser erstes Projekt ist Mutti spielt.

Ich mach halt. Der einzige Fehler, den eine Frau im Berufsleben machen kann, ist rumzuzögern. Männer sind auch deshalb erfolgreicher, weil sie weniger zweifeln. Lieber mal anfangen und unterwegs ein Päuschen als nie los gelaufen sein.

Ich schaffe das Pensum gut. OK, zur Zeit ist es ziemlich viel, aber das ist nur die Startphase zur neuen Firma.

Mutti spielt – was ist das für ein Projekt. Worauf dürfen wir Mamas uns freuen?

Interessante Beiträge für Frauen und Familie rund um das Thema „Qualitätszeit“. Weil wir spielen als absolute Qualitätszeit empfinden, veröffentlichen wir auch Spielwarentests, die von Eltern mit ihren Kindern gemacht werden. Wer  mitmachen will, kann sich gerne melden!

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Credit: Joerg Koch

Und wobei entspannst du? Neulich hast du ja mal bei Instagram kommentiert, dass du dir regelmäßige Auszeiten mit deinem Mann nimmst…

Ich entspanne am besten beim Sport. Bewegung, gerne mit frischer Luft, ist mein Ding.

Mein Mann und ich achten darauf, dass wir mindestens einmal im Jahr übers Wochenende zu zweit verreisen und nach Möglichkeit einmal die Woche essen gehen. Schon 2 Stunden die man dabei entspannt miteinander verbringt und das nicht nachdem das Kind schläft, sind Balsam für die Beziehung.

Dein größtes Laster?

Ich esse zu viel.

Wo siehst du dich in 2 Jahren? Was ist dein Traum (beruflich und privat)?

In zwei Jahren sind die Familie und ich gesund und glücklich. Das ist wichtig. Der Rest wird sich finden.

Und zum Schluss verrate mir doch bitte dein schnellstes Lieblingsgericht!

Nudeln mit Butter (Annas Favorit). Kartoffeln mit Quark esse ich super gerne. Ja, wir sind halt Gourmets 🤷🏼‍♀️🤣

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Credit: Joerg Koch

Liebe Anke, herzlichen Dank! Ich freue mich sehr, dass wir uns über den Weg gelaufen sind!

Un d hier findet ihr noch einmal gesammelt die Links zu den verschiedenen Kanälen von Anke Brinkmann:

Muttiglück: Instagram & Facebook.

Muttispielt: Instagram & Facebook.


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