Mamas als Role Models. Warum es so unglaublich wichtig ist, dass wir unseren Kindern einen respektvollen Umgang vorleben – darüber habe ich mit Daniela Wolf aka @nenalisi gesprochen. Die Bloggerin kennt Lästereien über andere Körper zu gut. Auch ihre Kinder wurden schon angegangen. Wie stark sie damit umgeht, das erfahrt ihr hier.


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Ich habe lange mit Daniela telefoniert. Sie hat mich sehr beeindruckt mit ihrem Selbstbewusstsein. Eine Zweifachmama, Powerfrau und Entertainerin, die mit beiden Beinen im Leben steht.

Mamas als Role Models
Credit: Daniela Wolf @nenalisi

Liebe Daniela, wir haben ja eine ganze Weile telefoniert. Ich habe eine selbstbewusste Frau erlebt, die zu sich steht. Erzähl doch mal, wie bist du so stark geworden?

Oh danke! Aber so selbstbewusst war ich nicht immer. Als Teenie war ich schon eher verunsichert und oft auch frustriert. Erst im Laufe meiner 20er Jahre habe ich gemerkt, dass es gar nicht so schlecht ist, weibliche Rundungen zu besitzen.

Und spätestens mit meiner Hochzeit wusste ich: Auch mit ein paar Kilos mehr auf der Waage ist man nicht unvermittelbar. Und wir sind jetzt 12 Jahre verheiratet, obwohl ich mir locker 10 Kilogramm mehr angefuttert habe (OK, es könnten auch die Schwangerschaften Schuld sein).

Ich mache mein Ding!

Du stehst zu dir, deinem Körper, deinem Leben: das finde ich toll. Was geht dir durch den Kopf, wenn du Zeitschriften im Regal siehst, deren Titel Frauenkörper verurteilen, mit einem Satz zunichte machen? Was möchtest du am Liebsten antworten? Ich kann mir denken: du hast einiges zu sagen.

Das juckt mich null. Zum einen, weil ich solche Zeitschriften keines Blickes würdige und zum anderen, weil ich mit mir im Reinen bin. Ich brauche keine Inspiration von Fremden und schon gar nicht so irgendwelchen Photo-geshoppten Damen in Hochglanz-Lektüren.

Ne im Ernst jetzt! Ich folge auch keinen Beauty- oder Fashion Bloggern. Ich mach mein Ding und wenn ich ehrlich bin, sind Beauty- und Mode auch schon lange keine große Nummer mehr in meinem Leben.

Perfekte Bikini-Figur? Deshalb könnte ich nicht mit dem Essen aufhören!

Viele von uns hadern ja mit ihrem Körper. Ich bin zu dünn, zu dick, meine Schenken sind zu breit, mein Po zu schmal…Welchen Rat hast du an Frauen, denen es so geht? Wie kommen wir zu dem Punkt, dass wir sagen: „Ich bin gut so, wie ich bin.“? Wie sieht dein Rat aus?

Wenn es dich stört, ändere es! Wenn nicht, fange an dich so zu mögen, wie du bist! Es gibt nur diese 2 Möglichkeiten, alles andere macht dich auf Dauer unglücklich. Mehr kann ich dazu eigentlich gar nicht sagen.

Ich liebe gutes Essen und könnte wegen einer perfekten Bikini-Figur nie damit aufhören.

Du hast ja mal einen YouTube-Film gemacht mit dem Titel: „Körperwahn. Du bist genau richtig! Fang an dich selbst zu lieben.“ Warum hast du damals gesagt: Ich gehe mit diesem Thema in die Öffentlichkeit?

Weil ich gemerkt habe, dass meine Kinder mit ihren (zu diesem Zeitpunkt) 7 und 10 Jahren schon angegriffen werden und sich Gedanken um ihre Körper machen. Das ist so verrückt, denn in dem Alter sollten Kinder doch unbeschwert und fröhlich sein. Statt sich Gedanken um ihre Figuren zu machen. Das macht mich noch immer so traurig.

Mamas als Role Models: Wir müssen Vorbilder für unsere Kinder sein!

Für alle, die den Film nicht kennen: Worüber redest du?

Darüber, dass wir unseren Kindern ein Vorbild sein müssen. Denn wir selbst werten, tratschen und lästern so oft im Beisein unserer Kinder. Und unsere Kinder sind eben unser Spiegel. Wie sollen sie lernen einander zu achten und schätzen, wenn wir es selbst nicht können.

Welchen Druck erlebst du von Außen/ in der Gesellschaft?

Naja, sobald ein Kind nicht der Norm entspricht heißt es sofort „die werden zuhause gemästet“ und haben uneingeschränkten Zugang zu Süßigkeiten etc.

Dass es aber auch einfach Veranlagung ist und sowieso nicht jeder Mensch gleich ist, das ist egal. Man wird sofort in eine Schublade gesteckt. Egal, ob jung oder alt!

Kinder können fies sein!

Wurden deine Töchter denn auch schon kritisiert? Wenn ja: Was haben sie dir erzählt? Und wie gehst du damit um? Meine sind ja noch sehr jung, ich kann nur erahnen, wie verletzend andere Kinder sein können.

Oh ja, immer wieder! Es werden oft Vergleiche zu irgendwelchen Figuren, die andere Kinder bei YouTube sehen, hergestellt. Und Kinder können so fies sein, dass es mir schon oft fast das Herz zerrissen hat. Zum Glück nehmen sich unsere Mädels das nicht so zu Herzen. Also hoffe ich jedenfalls!

Mamas als Role Models: Dick bedeutet nicht gleich unattraktiv!

Und wie machst du deine Töchter stark?

Ich bzw. wir sagen ihnen immer wieder, dass sie genau richtig sind, so wie sie sind. Klar sind sie nicht blind und wissen selbst, dass sie eben „mehr“ sind als andere Kinder, aber trotzdem wunderschön.

Wer sagt denn, dass „dick“ (und ich hasse dieses Wort) gleich hässlich bedeutet?

Mamas als Role Models
Credit: Daniela Wolf @nenalisi

#gemeinsamstark statt #untereinanderlästern – das wäre so mein Hashtag. Wie können wir eine Gesellschaft schaffen, in der wir uns so annehmen, wie wir sind? Was glaubst du?

Ein Weg wäre für mich: reden, reden, reden. Ich glaube, das ist fast unmöglich, weil es eben immer die gibt, die lästern und hetzen. Die selbst offenbar ein so langweiliges und eintöniges Leben haben, dass sie das Leben anderer auseinandernehmen müssen.

Kinder bleiben eine Zielscheibe!

Der „Curvy“ Trend hat sich zwar mittlerweile genauso etabliert wie „Size Zero“, aber da muss man selbst schon eine starke Persönlichkeit sein, um auch dazu stehen zu können. Und vor allem beginnt dieses „Curvy“-Ding auch frühestens als junge Frau.

Kinder bleiben immer eine Zielscheibe, wenn sie aus dem Raster fallen. Deswegen müssen wir als Erwachsene (Eltern) als Vorbild vorangehen und aufhören, andere Menschen zu werten. Doch wie schwer dieses Ziel zu erreichen scheint, brauche ich dir sicher nicht zu erzählen…


Lieben Dank dir für das ehrliche Gespräch!

Ihr findet Daniela unter anderem übrigens hier:Mamas als Role Models

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