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Gastartikel

Lena Wendt aus Marokko: über Glück, Armut & Dihiya Inspired

Ein Gastartikel von Lena Wendt über ihr Leben in Marokko.

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Lena Wendt gibt in ihrem Gastartikel Einblicke in ihr Leben in Marokko.


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Außerdem erzählt sie von ihrer (dort gegründeten) Marke Dihiya Inspired. Lena ist eine TV-Kollegin von mir. Ich, Doro, kenne sie über meine Freundin Kati, unsere MutterKutter-Mitbegründerin. Ihre Geschichten über ihren Roadtrip durch Afrika habe ich immer gerne verfolgt. Ich freue mich, dass Lena nun auf MutterKutter zu Gast ist und diesen berührenden Artikel geschrieben hat. Und ich hoffe, dass dich ihre Geschichte und Marke auch inspirieren. Übrigens: Lena ist bunt. Sie ist Buchautorin, Filmemacherin, Yogalehrerin, Glückssuchende, Reisende und nun eben auch Unternehmerin. Einfach spannend!


“Wenn jeder das macht, was er am besten kann und es teilt, entstehen gemeinsam die coolsten Dinge und jedem ist geholfen.”

ein Gastartikel von Lena Wendt

Lena Wendt
Credit: Lena Wendt

Was würdest du machen, wenn du während Corona in einem Land gestrandet wärst, in dem die meisten Menschen von der Hand in den Mund leben? In dem der Großteil vocm Tourismus abhängig ist, der allerdings seit zwei Jahren quasi nicht mehr vorhanden ist? Was würdest du tun, wenn die Menschen um dich herum nicht mehr wissen, wie sie über die Runden kommen sollen? Wenn Kinder nur noch Olivenöl und Brot zu essen kriegen?

Wenn Nutztiere von ihren Besitzern vor lauter Verzweiflung erschossen oder auf die Straße gesetzt, wo sie angefahren, von hungrigen Straßenhundemeuten gerissen werden oder verhungern? Wenn vor dem Strandabschnitt vor deiner Tür innerhalb von drei Wochen zehn tote Delphine und eine tote (riesen) Schildkröte angespült werden? Aber Tierschutzorganisation sich auf deine Nachrichten entweder gar nicht zurückmelden oder damit, dass sie auf Grund von Covid leider nicht kommen und recherchieren können?

Lena Wendt: Ich habe “immer mal wieder geheult und dann auf die Lösung geschaut”.

Was würdest du machen, wenn du Freunde hast, die bei acht Grad im Matsch schlafen. Neben ihrem Esel unter einer Plane? Und wiederum andere, die ihr Leben riskieren, um auf einem Surfbrett nach Europa zu paddeln, weil sie nicht mehr weiterwissen?

Was ich gemacht habe? Immer mal wieder geheult und dann auf die Lösung geschaut. Und so ist Dihiya Inspired entstanden. Ein nachhaltiges Mode- und Interieur-Label, „handmade in Marokko“, das ich gemeinsam mit meinen zwei Nachbarinnen Karen und Nezha gegründet habe. Mit dem Ziel, so viele Menschen wie möglich in Arbeit zu bringen und gleichzeitig etwas für unsere Erde und alle, die auf ihr Leben, zu tun. Wie das aussieht und warum wir dich dringend als Teil unseres Tribes brauchen, erfährst du jetzt von mir.

Warte mal und wer bist du? Über mich, Lena Wendt!

Ich bin Lena. Und seit Beginn von Corona (sowas wie) in Marokko gestrandet. Eigentlich wollte ich hier nur zwei Wochen ein Frauenseminar geben. Aber als Marokko das erste Mal die Grenzen dicht gemacht hat, bin ich geblieben. Im Februar bin ich genau zwei Jahre ununterbrochen hier. Während ich diese Worte schreibe, sind mal wieder die Grenzen über Nacht geschlossen worden und die paar Touristen, die hier waren, werden erneut evakuiert.

Für die lokale Wirtschaft eine Katastrophe. Marokko ist in dieser Zeit mein zu Hause geworden. Seit 7 Jahren in Westafrika unterwegs, bin ich scheinbar sowas wie angekommen. Auch wenn ich illegal hier bin, ohne Krankenversicherung und quasi ohne Einkommen. Dafür seit Kurzem mit marokkanischem Ehemann, Hund und meinem neuen Herzensprojekt Dihiya Inspired. Mir geht es gut. Ich selbst und meine Familie sind gesund. Die Sonne scheint. Ich mache, was mir Spaß macht – und bin viel draußen. Ich habe einen unglaublich geduldigen und positiven Menschen geheiratet. Der viel hätte, worum er sich Sorgen könnte. Zum Beispiel, dass er trotz zwei abgeschlossenen Studiengängen und zuletzt einem Managerjob in einem Surfcamp – Stand gestern – noch genau 5 Euro auf dem Konto hat. Er das Beste aus jedem Tag. Wie so viele hier.

Lena Wendt sagt: Danke Corona!

Auch auf die Gefahr hin, dass das für einige makaber klingen mag, aber: Neben all dem Mist, der in der Welt passiert, all den Schicksalsschlägen … ohne Corona wäre ich nie stehengeblieben. Ohne Corona wäre ich noch lange nicht da, wo ich jetzt bin. Ich habe in so kurzer Zeit so wahnsinnig viel über mich selbst gelernt. Und ich lerne täglich weiter. Ich übe mich in Geduld, Akzeptanz, loslassen, annehmen, werde kreativ, falle und stehe wieder au. Ich schaue auf die Lösung, auch wenn das Problem noch so groß aussieht. Und bei all dem, was nicht da ist, ist mein Fokus auf der Fülle. Nicht immer einfach, aber machbar. Und jetzt habe ich einen Online-Shop.

Lena Wendt: “Wenn jeder das macht, was er am besten kann und es teilt, entstehen gemeinsam die coolsten Dinge und jedem ist geholfen.”

Schneider Mohamed bei der Arbeit// Credit: Lena Wendt

NIE in meinem Leben hätte ich geglaubt, dass das einmal passiert. Doch wenn jeder das macht, was er am besten kann und es teilt, entstehen gemeinsam die coolsten Dinge und jedem ist geholfen. Daran glaube ich. Und manchmal wächst daraus eben auch etwas, mit dem wir vorher niemals gerechnet hätten.

Unser Dihiya Inspired Tribe besteht mittlerweile neben Karen, Nezha und mir aus Mohamed, Simo, Simohamed, Reda, Lamia, Zahra und Fatma. Die Künstler upcyclen und recyceln, um die schönsten Unikat-Produkte herzustellen. Wir Ressourcen die Materialien. Wir designen, fotografieren und kümmern uns ums Marketing und den weltweiten Verkauf.

Unsere Werte

Zahra beim Spannen der Kissen// Credit: Lena Wendt

Dihiya Inspired hat sich das längst verbotene, aber noch immer im Einsatz befindliche Treibnetz der Fischer zum Symbol für Veränderung gemacht. Ein Netz, das tagtäglich Todesursache für so viele Meeresbewohner ist. Um etwas zu tun, geht 1 Prozent jedes verkauften Produktes, das mit Fischernetz verarbeitet ist, an Sea Sheperd. 1 Prozent jedes anderen Produktes geht an medizinische Notfälle für Familien in Armut um uns herum.

Der Gedanke, aus etwas Altem etwas Neues zu machen, ist in Marokko für viele noch komplett fremd. Genauso wie: kein Plastik zu benutzen. Und somit regen wir allein durchs “anders machen” auch zum Umdenken an. In einem Land, das bald an Müll bald “erstickt”.

“Wir liefern hochwertige Waren, die all unseren Werten entsprechen.”

Das Leder, das wir verwenden, stammt aus Resten, die in Europa keiner mehr haben will und die in Containern nach Marokko geschifft werden. Wo es ironischerweise oft ursprünglich herkam. Mit alten Teppichen kombiniert entstehen großartige, hochwertige Taschen. Unsere Verpackungsmaterialien bestehen aus recycelten Tüten. Diese kaufen wir den kleinen Jungs ab, die von ihren Müttern nach der Schule auf den Wochenmarkt geschickt werden, um die Familienkasse aufzustocken. Wir liefern hochwertige Waren, die all unseren Werten entsprechen. Jedes Stück ist ein Unikat mit einer Geschichte. Hinter jedem Produkt steht ein Mensch und seine gesamte Familie, die davon lebt.

Interieur

Wir unterstützen mit dem Verkauf von handgewebten Teppichen und Kissen die Familie eines Freundes aus einem entlegenen Bergdorf bei Taznaght. Die noch immer ihrer Tradition entsprechend lebt. In der die Männer die Schafe hüten und die Frauen die Wolle färben und daraus Kunstwerke machen. Nach einer Reise in ihre Welt ist dieser kleine Film entstanden.

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Ich danke euch!

Eure Lena


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