Kliniktasche? Das ist bei unseren Mitmenschen manchmal mehr Thema als bei uns Schwangeren selbst. Wie oft mussten wir uns anhören:

„Hast du denn auch schon deine Kliniktasche gepackt? Ist ja nicht mehr lang, ne!?“

Und das auch schon Wochen vor unseren Geburten. „Neihein, noch nicht!“, hören wir uns heute noch sagen. Was waren wir entspannt. Sehr entspannt. Gepackt hatten wir nämlich alle schon…Allerdings nur in Gedanken.

So circa drei Wochen vor den jeweils errechneten Entbindungsterminen wurde uns dann aber doch schlagartig bewusst: „Oha, das ist ja nicht mehr lang.“  Und ab da haben wir gekramt, gekauft, gepackt – und uns immer wieder (etwas nervös) gefragt:

„Habe ich auch wirklich alles?“

Wir hören uns heute noch sagen:

„Kati, wie viele Nummern größer hast du deinen Still-BH gekauft? Woher sollen wir denn wissen, was mit unseren Brüsten passieren wird? AHHH!“

„Ja, Doro, fünf Schlüpper reichen!“

„Sandra, wie viele Klamotten nimmst du für Julius mit?“

„Du nimmst einen Ipod mit in den Kreißsaal, Claudia? Echt? Meinst du, du wirst da Musik hören?“


Die Kliniktasche

Was brauche ich wirklich? Wir haben gemeinsam mit unserer Hebamme Meike Nicken eine Checkliste für euch zusammengestellt:

Kliniktasche2

Für das Krankenhaus
  • Versichertenkarte, Personalausweis
  • Mutterpass
  • ggf. Ultraschallbefunde oder andere wichtige Befunde, Allergieausweis
  • Bei Verheirateten: Familienstammbuch
  • Bei Ledigen: Geburtsurkunden, Vaterschaftsanerkennung
  • Und bei Privatversicherten: Klinikcard oder Kostenübernahmebescheinigung
Für die Geburt
  • Hausschuhe, warme Socken
  • Langes, bequemes Shirt oder ein Hemd, das bis über den Po reicht
  • Haargummi (bei Bedarf)
  • Lippenbalsam
  • Pfefferminz, Traubenzucker
  • Pflegeutensilien, bei Bedarf auch Kontaktlinsenflüssigkeit, ggf. auch Brille
  • Taschentücher
  • Nasentropfen bei akuter Erkältung
  • Falls benötigt: eigene Medikamente (z.B. Insulin, Asthmaspray), eigenes Massageöl
  • Musik, Buch, Zeitschriften
Für die Begleitperson
  • Fotoapparat, Handy inkl. Ladegeräte
  • ein bisschen Kleingeld
  • Telefonnummern von Freunden, Verwandten
  • Wechselkleidung bei gewünschtem Familienzimmer
  • Getränke und haltbares, verpacktes Essen
Für die mama im Wochenbett
  • Bequeme Kleidung (Leggings, Umstandshosen, weite stillfreundliche Shirts)
  • Nachtwäsche, eigene Unterhosen (reine Baumwolle, große Größe) – oder Einmalslips
  • Wasch- und Pflegeutensilien (s.o.)
  • 2 kleine und 1 großes Handtuch
  • Stilleinlagen, Still-BH
  • ggf. Oropax, Schlafbrille
  • Stillkissen
  • Block und Stift
  • Uhr/Handy
Für Euer Baby
  • Kuscheldecke
  • Schnuller (bei Bedarf)
  • Mütze
  • dicke Söckchen
  • für den Entlassungstag: Eine Kleidergarnitur, Jacke, Babyautositz

Apropos BH-Größe…Wir raten euch: Kauft euch keinen blind, sondern lasst euch am besten in einem Fachgeschäft noch in der Schwangerschaft beraten. Die Verkäuferinnen wissen in der Regel, welche (Aus-) Maße eure Brust annehmen wird. Wir sagen nur: Größe F! Vorher nicht einmal geahnt, dass es die gibt…

Kauft euch dazu am Besten ein paar Unterhosen, die ihr nach der Klinik entsorgen könnt. Fünf Stück sollten eigentlich reichen – notfalls kann euch ja auch jemand welche vorbeibringen. Einmalslips könnt ihr ganz einfach im Internet bestellen.

Eine Garnitur fürs Baby reicht für den Nachhauseweg. Wir haben in der Klink Klamotten gestellt bekommen. Wir raten euch zu Größe 56.

Und Musik passt tatsächlich in den Kreißsaal. Zum Abschalten. Durchatmen.  Freuen. Packt eure Lieblingsmusik auf den Ipod & Co. – sie kann euch (die mögliche) Wartezeit super versüßen.


Viel Spaß beim Packen eurer Kliniktasche! Falls ihr noch Fragen habt – dann meldet euch immer gerne bei uns!

 

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