Liebe Leserinnen,Kerstin Lüking Hebamme siebenfache Mama Großfamilie Expertin Mamablog Mamablogger Kiel Mutterkutter

herzlich willkommen in meiner Sprechstunde an Bord. Hier könnt ihr mich mit euren Fragen löchern. Ihr dürft alles  loswerden, was euch rund um die großen Themen Familie & Kindererziehung unter den Nägeln brennt.

Ich bin Kerstin Lüking, siebenfache Mama & Hebamme. Von mir bekommt ihr praxiserprobte Betriebsanleitungen für eure Rasselbande nebst Göttergatten.

Von der Schnullerentwöhnung bis zu „Mama ich glaube, ich habe meine Tage bekommen!“ – ich habe viele, viele Tipps für euch parat.

Schreibt mich an, ich freue mich auf eure Fragen!

Eure Kerstin


Diese Seite enthält Werbung, da Marken genannt werden (unbeauftragt).

Sara hat mir eine Mail mit folgendem Anliegen geschickt:

Hi Kerstin, unser Kleiner hat mit dem Mittagsbrei gut gestartet, der Abemdbrei lief jetzt 4 Wochen auch super. Seit zwei Tagen verweigert der kleine Mann nun jedoch jeglichen Brei. Sobald er den Löffel sieht geht das Geschrei los. Bin die letzten zwei Tage dann eingeknickt und hab ihn gestillt statt Brei. Meine Frage nun: kann ich diesen Rückschritt gelassen nehmen oder sollte der Brei schon sein?! LG Sara 

Liebe Sara,

was Du beschreibst ist absolut kein Einzelfall. Viele Kinder essen zunächst interessiert den Brei und plötzlich gibt es nichts besseres als die Rückkehr zur Brust. Ein Kind, was nicht essen möchte, sollte auf keinen Fall dazu gezwungen werden. Je mehr Kampf, um so verfahrener wird die Situation. Du kannst Dich ganz entspannt zurücklehnen und eine Breipause einlegen. Probiere es in 2-3 Wochen wieder, vielleicht klappt es dann besser.
Wenn nicht, warte ab und verlängere die Pause. Muttermilch ist in der Lage, lange den Nährstoffbedarf eines Babys zu decken. Du musst Dir also keine Sorgen machen!

Vielleicht schreiben wir noch, wie alt Dein Baby ist! 6 Monate.

Liebe Grüße in den Schwarzwald. Ich hoffe, es geht Euch gut.

Kerstin


Bloggerin Sarah Küttner aka „Ossilinchen“ ist schwanger und hat ein Treffen mit Kerstin in Dresden genutzt, um ihr ein paar Fragen zu stellen. Herzlichen Dank dir, liebe Sarah. Und weiterhin natürlich alles Liebe und Gute für dich bzw. euch. Du berichtest ja fleißig auf Instagram und Facebook über deine Schwangerschaft – wir freuen uns jedes Mal mit dir.

Ossilinchen Hebamme Wochenbett Schwangerschaft Kerstin Lüking Geburt Baby Baden MutterKutter
Bloggerin Sarah Küttner & Hebamme Kerstin Lüking (rechts)
Wie hoch sollte die Schlaftemperatur für das Baby sein? Kann man nachts das Fenster offen lassen, wenn die Eltern an einbelüfteten Raum gewöhnt sind?

Empfohlen wird eine Raumtemperatur von 16- 18 ° C. Gerade für sehr zarte Kinder kann das etwas zu kalt sein. Dann macht es Sinn, das Schlafzimmer auf angenehme 20°C zu temperieren. Man sollte auch als Eltern nicht unbedingt frieren müssen, gerade wenn die Frauen nachts im Schlafzimmer stillen und der Oberkörper nicht bedeckt ist, sind 16 °C einfach zu kalt.

Bei einer etwas höheren Raumtemperatur sollte man dann nicht unbedingt den dicken Winterschlafsack anziehen, oft reicht die etwas dünnere Variante kombiniert mit einer Wolldecke, die um den Unterkörper des Babys eingeschlagen wird. Mützchen müssen nachts nur aufgesetzt werden, wenn die Raumtemperatur niedrig ist und ihr das Gefühl habt, euer Baby ist zu kalt. Entscheidend ist dabei immer die Temperatur im Nacken und an den Füßen. Die Temperatur der Händchen spielt dabei keine Rolle. Sie sind häufig etwas kühler, da sie nicht so gut durchblutet werden.

Es ist in der Tat kein Problem, mit offenem Fenster zu schlafen. Wichtig ist, dass keine Zugluft im Raum ist, und dass das Baby entsprechend gekleidet ist. Also, für den Herbst/Winter würde das für Euch konkret bedeuten:

  • Langarmbody und evtl. ein Hemdchen ( falls es sehr kalt ist)
  • Weiche Hose
  • Socken
  • Winterschlafsack
  • Leichtes Mützchen
  • evtl. noch eine Wolldecke um den Unterkörper einschlagen
Sind leichte Schmerzen im Bauch bei schneller bzw. plötzlicher Bewegung in der Schwangerschaft normal?

Ja, das ist normal und du musst Dir keine Sorgen machen. Deine Gebärmutter hängt an Bändern auf. Bewegt man sich ruckartig und auch zu schnell, kann dieses einen Schmerz an der Muskulatur und den Sehnen verursachen.

Hast Du alternative Methoden zur Schmerzlinderung unter der Geburt?

Auf jeden Fall solltest du deine Geburtshebamme darauf ansprechen, wie sie dich unter der Geburt unterstützen kann. Vielleicht wird sie dir eine Akupunktur anbieten oder dich zunächst mit pflanzlichen Präparaten versorgen. Bleibe auf jeden Fall viel in Bewegung und teste, ob dir ein warmes Bad gut tut.

Massagen durch deinen Mann werden sicherlich angenehm für dich sein. Vielleicht wäre auch Hypnobirthing etwas für dich. Du kannst bestimmt in Dresden dazu Kurse finden, bzw. gibt es auch Literatur zu diesem Thema ( z. B. von Marie F. Mongan)

Baden mit Baby. Was empfiehlst Du? Eimer oder Wanne?

Ich würde es davon abhängig machen, wie viel Platz ihr zur Verfügung habt. Ein Eimer ist sicherlich platzsparender als ein riesiges Gestell, was auf die Badewanne gesetzt wird. Der Eimer hat den Nachteil, dass er dann irgendwann zu klein wird und du nach dem Badevergnügen noch das ganze Badezimmer wischen darfst, wenn dein kleiner Floh sich wild gedreht hat.

Für den Anfang sind die Eimer natürlich toll. Ein richtiges Wellness- Bad für dein Baby. Dadurch, dass die Kinder völlig vom Wasser umschlossen sind und nur der Kopf zu sehen ist, fühlen sich die Kinder pudelwohl und werden oft sehr ruhig. Praktisch finde ich Klappbadewannen, die ich gerne bei meinen zu betreuenden Eltern in der Küche auf die Arbeitsplatte stelle. Möglichst dort, wo der Wasseranschluss ist, dann muss mann nicht die schwere Wanne heben. Nach dem Badevergnügen wird die Wanne einfach zusammengefaltet und in eine freie Spalte geschoben. Weg ist es aus dem Sichtfeld!

Wenn man ein relativ kleines Baby hat, kann man es natürlich auch im Waschbecken baden. Legt dann ein Frotteewaschlappen auf den Waschbeckenboden, damit das Baby nicht direkt mit seinem Popo auf dem kalten und harten Material liegt.

Alternativ kannst du natürlich auch euer Baby zu deinem Mann in die Wanne geben, wenn e rLust auf ein Bad hat. Ich finde, dass ist im Wochenbett eine schöne Papa-Baby-Auszeit!


Esra hat uns folgende Frage per Mail geschickt:

Hallo liebe Kerstin,
mein Sohn ist jetzt 3 Monate alt und hat seit zwei Wochen eine Bronchitis (…) Mein KA hat gemeint, dass der nächste Schritt eine Cortison-Therapie wäre, womit ich nicht so glücklich bin, weil er noch so klein ist. Hast du evtl. Tipps, was ich machen kann? Es verletzt mich sehr, wenn ich ihn so pfeifen höre beim Atmen… Worüber ich sehr froh bin: dass er gut isst und auch gut gelaunt ist. Meine Angst ist, dass er chronisch wird. Ich hoffe, du hast für mich hilfreiche Tipps. LG Esra.

Liebe Esra,

du solltest keine Angst haben! Eine Bronchitis dauert auch mal bis zu mehreren Wochen. Positiv ist, dass Dein Flo ganz munter zu sein scheint und ordentlich futtert. Auf jeden Fall weiter inhalieren! Du kannst noch folgendes unterstützend machen:

  • In der Apotheke oder per Webshop kannst Du Dir von der Firma Wachswerk einen Thymian-Wickel bestellen. Das sind Wachsplatten, die mit Thymianöl durchtränkt wurden und die nur angefönt und dann auf die Brust gelegt werden. Damit der Wickel schön warm bleibt, kommt ein beiliegendes Stück Heilwolle auf die Brust. Diesen Wickel kannst Du gut über Nacht machen.
  • Alternativ kann man einen Kartoffelwickel machen. Aber Achtung: Auf die Temperatur achten! Du kochst eine Kartoffel weich und drückst sie in ein Stück Mullwindel oder Küchenhandtuch. Für Kinder kühlt man den Wickel auf Handwärme ab. Das Päckchen legst Du Deinem Kind auf die Brust und fixierst es mit einem engeren Hemdchen. Kartoffelwickel sind ein ganz altes Hausmittel und helfen wahre Wunder.
  • Homöopathisch würde ich mit Bryonia D6 arbeiten. Gib 3×2 Globuli/ Tag, bis die Beschwerden besser werden.
  • Atemwegsbeschwerden kann man auch immer gut über den Darm behandeln. Bei meinen eigenen Kindern schwöre ich auf Omni-Biotik Panda ( Apotheke) für Babys. (Anmerkung der Redaktion: Dieser Tipp von Kerstin beruht einzig und allein auf ihrer persönlichen Erfahrung.  Er ist nicht von der genannten Firma gesponsert. Er ersetzt nicht den Gang zum Arzt und auch nicht den Rat eines Apothekers. )

Melde Dich gerne, wenn Du noch Fragen hast. Ansonsten freue ich mich auch über ein Feedback, ob eine Besserung eingetreten ist.

Liebe Grüße
Kerstin


Esra von @schnullerkettenliebe wollte bei Instagram wissen:

Welche Prenahrung kannst du empfehlen?

Ich empfehle PreNahrung von Milupa und Humana. Sie ist hochwertig und die Kinder vertragen sie sehr gut.


Jasmin @jari_bockstahler wollte bei Instagram wissen:

Was empfiehlst du als pflanzliche/ homöopathische Hausapotheke vorrätig zu haben für die Kleinen?

Bei Beginn eines Infektes empfehle ich Ferrum Phosphoricum D6 oder das Schüssler Salz Nr.3 ( ebenfalls Fe-phos.), bei Husten: Drosera (trockener, bellender Husten) oder Bryonia ( Bronchitis, trockener Krampfhusten). Bei Ohrenschmerzen/Mittelohrentzündung (bei weinerlichen und anhängliche Kindern): Pulsatilla D6, bei fieberhaften Entzündungen (z.B. Mittelohrentzündung, Mandelentzündung): Belladonna D6.


Nicki @nickilein84 wollte bei Instagram wissen:

Was hilft bei Säuglingen bei Verstopfung? Ab wann spricht man bei Flaschenkindern bei Verstopfung bzw. nach wieviel Tagen sollte ein Säugling Stuhlgang haben?

Grundsätzlich muss man wissen, dass gestillte Kinder bis zu 14 Tagen keinen Stuhlgang haben brauchen. Flaschenkinder sollten alle 2 Tage etwas in der Windel haben, da sie tatsächlich „verstopfen“ können.

Bei Flaschenkindern hilft es sehr gut, wenn die Babys einfach ein wenig mehr Flüssigkeit bekommen ( z.B. ungesüssten Tee oder Wasser). Bei Kindern mit starken Problemen, gebe ich auch gerne mal eine Tablette vom Schüssler Salz Nr.7 (aufgelöst auf dem Teelöffel mit etwas Wasser). Das hilft sehr gut gegen Verstopfung.


Martina hat uns eine Mail geschrieben. Sie möchte wissen:

Hallo,
unsere kleine Tochter ist am 8.12. 1 Jahr alt geworden. Sie hat vom 4.-6.Monat durchgeschlafen und fing danach an wieder nachts gestillt werden zu wollen. Dabei wollte sie auch nicht mehr in ihrem Bett schlafen. Nach dem Einschlafen mit Stillen, trug ich sie monatelang in ihr Bett (steht direkt neben unserem) und nahm sie nach dem Aufwachen gegen 23 Uhr wieder mit zu uns, wo sie die restliche Nacht alle 2-3 Stunden gestillt wird. Seit ungefähr 6 Wochen schläft sie gar nicht mehr in ihrem Bett. Sie schläft mit mir zusammen ein und ich schleich mich dann raus und dann kommt sie ungefähr alle 3 Stunden, manchmal auch jede und will an die Brust. Schnuller, Flasche nimmt sie gar nicht, Zähne sind auch noch nicht da. Mit dem nächtlichen Stillen komm ich ganz gut zurecht, aber ich möchte, dass sie in ihrem Bett einschläft. Alle Versuche in den letzten Tagen sind gescheitert. Sie weint so doll, trotz mehrmaligem Reingehen und beruhigen, dass sie sich übergibt.
Hast du noch einen Tipp?
LG Martina

Liebe Martina,

ich habe die Erfahrung gemacht, dass alle Beteiligten oft besser schlafen, wenn man ab einem bestimmten Zeitpunkt eine räumlich Trennung vornimmt.
Vielleicht gibt es bei euch die Möglichkeit, ein eigenes Kinderzimmer herzurichten.
Versuche deine Tochter schon durch ein Mittagsschläfchen ans eigene Bettchen und Zimmer zu gewöhnen, so dass ihr am Abend der Platz nicht fremd vorkommt. Wenn du sie abends gestillt hast, solltest du sie im wachen Zustand in ihr Bett legen. Dann ist ihr der Ort vertraut, wenn sie nachts wieder aufwacht. Schwierig wird es, wenn die Kinder an der Brust einschlafen und dann weggelegt werden. Deine Tochter wacht an einem Ort auf, an dem sie nicht eingeschlafen ist. Sie findet also eine fremde Situation vor und fängt an zu weinen.Geburt Wochenbett Babyschlaf Schlaf Baby Mamablog Mamablogger MutterKutter Kiel Mamablogger

Ich würde Dir außerdem vorschlagen, ein kleine Licht brennen zu lassen. Häufig habe ich Situationen erlebt, dass Eltern den Türspalt offen lassen und das Licht vom Flur direkt ins Kinderbettchen scheint . Ich finde das ist ein Störfaktor für die Kinder und ein kleines Nachtlicht ist oft besser.
Auch wenn deine Tochter nachts weint, nimm sie nicht gleich aus dem Bett. Lege einfach deine Hand auf ihren Körper, schuckel sie sanft und flüster einfach nur, dass „Mama“ da ist. Häufig lassen sich die Kinder dadurch schon beruhigen und schlafen weiter.

Überlege auch, ob die festgelegte Schlafenszeit am Abend auch tatsächlich der richtige Zeitpunkt ist. Vielleicht ist es sinnvoller, noch etwas zu warten und deine Tochter etwas später hinzulegen.
Überlegt duch ein festes Ritual, was das Sandmännchen „ankündigt“. In eurem Fall könnte das natürlich das Vorlesen von Bilderbüchern sein.

Du hast geschrieben, dass deine Tochter noch keine Zähne hat. Versuche Ihr mal mittags einen Dinkelbrei mit etwas Birne anzubieten. Meistens mögen das die kleinen Mäuse und haben plötzlich Spaß am Essen. Zum Abend versuchst du den Dinkelbrei mit etwas Gemüse (z.B. Kürbis). Der macht pappsatt. Und vielleicht schläft dein „Flöhchen“ dann mal etwas länger in der Nacht. Probiere ruhig in der Nacht auch mal nur etwas Wasser anzubieten, wenn du vielleicht nicht mehr unbedingt stillen möchtest. Ein paar Schlückchen reichen oft schon und die Kinder sind zufrieden.

Alles in allem empfehle ich, Ruhe zu bewahren und Nerven zu behalten. Das ist einfacher gesagt, als getan. Ich weiß!!

Wenn du das Gefühl hast, dass du kurz vor dem Platzen bist, bitte Deinen Mann für ein paar Tage das Abendritual zu übernehmen. Das klappt oft besser, als wenn wir Mütter immer alles gestresst übernehmen.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen.
Liebe Grüße!
Kerstin


Simone wollte auf Instagram wissen: 

„Kannst du als erfahrene Mutter Tipps geben, wie die Familie in der Erkältungszeit fit bleibt?“

Einige Dinge davon sind euch bestimmt schon bekannt, um der Erkältung ordentlich eins „auf die Mütze“ zu geben und ihr gar nicht erst die Chance zu geben auszubrechen.
Natürlich gehören Dinge dazu, wie viel Bewegung an der frischen Luft, Erhöhung der Luftfeuchtigkeit (z.B. durch einen Luftbefeuchter oder einer Schüssel mit Wasser auf der Heizung). Sehr viel sicherer, gerade bei kleinen Kindern im Haushalt, ist das Aufhängen von nasser Wäsche in den Wohnräumen. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist notwendig, da ausgetrocknete Schleimhäute für Keime und Co. ein gefundenes “Fressen“ sind.Erkältung vermeiden Hebammenwissen Wochenbett Hebamme Hebammentipps Hebammenwissen MutterKutter Mamablog Kerstin Lüking

Bei meinen eigenen Kindern kommen Kneippsche -Anwendungen zum Einsatz. Wir haben damit immer nach dem ersten Geburtstag begonnen. Natürlich nicht mit eiskaltem Wasser, sondern lauwarm und warm im Wechsel. Danach schön abschrubbeln mit einem etwas kratzigem Handtuch, um die Durchblutung anzuregen. Wichtig ist mir auch immer, dass die Übergänge (Fußfessel und Puls) warm gehalten werden. Die ganzen Teenies, die auch im Winter mit Sneaker-Socken rumrennen, sind eigentlich nur dauerverrotzt. Also, Stulpen und Pulswärmer aus den 80ern wieder aus der Kiste holen und anziehen.
Als wir noch an der Grenze zum Sauerland wohnten und im Winter auch wirklich viel Schnee im Garten hatten, habe ich meine Kinder mal als „Nackideis“ durch den Schnee wälzen lassen. Nur ganz kurz, dann ab unter die heiße Dusche und danach mit einem Tee ins Bett gesteckt. Das waren die Winter, wo wir wirklich immer alle ohne Infekt davongekommen sind.

Mir persönlich ist Handhygiene sehr wichtig. Besonders fies sind Einkaufswagengriffe.
Wenn Ihr Eure Kinder dort reinsetzt, ist ein Ablecken oder Herumwischen fast eine Garantie für einen Infekt. Sehr lecker! Deshalb bitte nach der Heimkehr gründlich die Hände waschen. 20 Sekunden ordentliches Händewaschen mit Seife reichen aus, um nahezu 95% der Keime in den Ausguss zu kippen.

80% Eures Immunsystems sitzt im Darm. Eine gesunde Ernährung gehört somit auch ins Präventionsprogramm (das ist aber nichts Neues!). Esst viel gekochtes Gemüse. Wenig Zucker, wenig helles Brot und wenig Milchprodukte. Bei Fleisch auf glückliche „Bio-Viecher“ setzen. Kocht viel mit frischen Kräutern und Gewürzen. Petersilie (Vit.C), Ingwer und Kurkuma (wirken u.a. entzündungshemmend). Ingwer sollte man bei Fieber nicht einnehmen, da es den Körper zusätzlich „aufheizt“ (ein Feuer löscht man ja auch mit kaltem Wasser!).
Solltet Ihr vor Kurzem eine Antibiotika-Therapie gehabt haben (bei Schwangeren wird automatisch unter der Geburt ein Antibiotikum gegeben, wenn eine Streptokokken B-Infektion besteht, bei den Babys kann das einen Soorbefall auslösen), denkt bitte wohlwollend über eine Darmsanierung nach. Es gibt gute Präparate aus der Apotheke, die den Darm wieder aufpäppeln und sanieren ( z.B. Symbioflor, Omnibiotik-Panda, Pro Basan Complete von Tisso).

Es lohnt sich auch, den Vitamin D-Spiegel und den Eisenwert bestimmen zu lassen. Ein Mangel kann eine Infektanfälligkeit begünstigen und kann durch entsprechende Präparate beseitigt werden ( z.B. Devit-Tropfen und Kräuterblut-Dragees, alternativ kann man auch Ferrum Phosphoricum als Schüssler Salz oder Globuli einnehmen).

Sobald die ersten Infektanzeichen auftreten, empfehle ich zu reagieren. Zum Beispiel können Infludoron Globuli von Weleda eingenommen werden. Auch kleine Kinder und Babys können diese schon verabreicht bekommen. Ich selbst bin ein Freund von Thymian (nicht für Säuglinge). Gerade bei Husten ist er ein toller Helfer. Egal, ob als Tee mit Honig oder in der Duftlampe (bitte ätherische Öle nicht in der Reichweite von Kindern lagern und die Dosierung zunächst bei 5 Tropfen in der Lampe belassen).  Bei unseren größeren Kindern und uns Erwachsenen gebe ich auch gerne Propolis-Tropfen, es ist das Kittharz der Honigbiene, was entzündungshemmend, antiviral und immunstimulierend wirkt.

Bei einer verstopften Nase könnt Ihr euren kleinen Mäusen zum Beispiel Engelwurzbalsam oder Anisbutter unter die Nase schmieren, die Nase selbst wird mit Kochsalzlösung befeuchtet. Das erleichtert die Atmung. Noch ein letzter Tip bei Halsschmerzen und Fieber: Ihr solltet immer eine Bio-Zitrone im Haushalt haben. Ritzt die Schale ein und drückt die Zitrone in einer Schüssel mit kaltem Wasser aus. Mit diesem Zitronen-Wasser könnt Ihr Hals- und Wadenwickel bei Euren größeren Kindern machen. Die Zitrone zieht die Entzündung und das Fieber quasi aus dem Körper heraus.

Wenn Ihr weitere Fragen habt, schreibt mich gerne dazu an.

Herzlichst!

Eure Kerstin!

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel, diese Empfehlungen, basieren einzig und allein auf der persönlichen Erfahrung von Hebamme Kerstin Lüking. Sie sind nicht werbefinanziert und  ersetzen weder den persönlichen Rat eines Arztes noch den eines Apothekers.