Bewundernswert!

Frau Wertvoll: „Wir möchten Frauen ermutigen, dranzubleiben.“

Frau Wertvoll: Eine neue Berufsplattform mit Lernimpulsen, Netzwerkcharakter und Wissen für alle Frauen, die beruflich weiterkommen möchten.


Im Gespräch: Daniela Fonrobert, Journalistin, Unternehmerin & Gründerin von Frau Wertvoll. Vor 13 Jahren war sie bei Punkt 12 V.I.P.-Beauftragte und ich, Doro, Volontärin. Da haben wir uns das erste und bisher letzte Mal live getroffen. Die ganzen Jahre hatten wir „nur“ Kontakt via Social Media. Wir haben uns beruflich weitergedreht und sind uns jetzt lachend wiederbegegnet – und das mit wahnsinnig viel Respekt füreinander und dem Wissen, dass wir eine ganz ähnliche Mission verfolgen: wir möchten echten Mehrwert bieten!


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Frau Wertvoll: „Ich lerne jede Woche neue Frauen kennen oder treffe welche wieder, so wie dich, liebe Doro, wo ich denke: wie cool, was die gemacht hat“

Daniela Fonrobert, Gründerin von Frau Wertvoll & Journalistin

Liebe Dani, du hast Frau Wertvoll ins Leben gerufen. Was steckt hinter dieser Plattform, für wen ist sie und was bekommen wir Frauen da?

Frau Wertvoll
Daniela Fonrobert, Gründerin von Frau Wertvoll

Ganz schön viele Fragen. Frau Wertvoll ist eine Plattform für berufstätige Frauen mitten im Leben, die nicht mehr super jung sind – und genau in dieser Lebensphase stecken, wo du merkst: Das läuft nicht so, wie ich mir das mit Mitte 20 vielleicht noch vorgestellt habe! Wo du Kinder bekommst, die Eltern gebrechlicher werden, du feststellst, dass du den Stress nicht mehr so abkannst.

Frau Wertvoll: „Wir möchten Frauen ermutigen, dranzubleiben.“

Das ist die Zeit, in der Frauen zurückstecken und oftmals toll ausgebildete Frauen hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben – was einfach echt schade ist, weil so viel Potential liegen bleibt! Und wo dann übrigens auch die Gender Pay Gap immer größer wird.

Wir möchten Frauen ermutigen, dranzubleiben. Nicht einfach zurückzustecken, sondern mal genau mit ihrem* Partner*in, ihrem*r Arbeitgeber*in, vor allem auch sich selbst zu überlegen: Was will ich eigentlich für mich und was brauche ich dazu? Dazu stellen wir passende weibliche Vorbilder in Videos vor, die ihren Weg gemacht haben. Künftig möchten wir auch verstärkt Arbeitgeber*innen vorstellen, die mit coolen Arbeits(zeit)modellen verantwortungsvolle Positionen für Frauen ermöglichen.

Jede Geschichte ist wertvoll.

Wir bieten kurze, abendliche Events an mit ersten Lernimpulsen von Expertinnen aus genau dieser Lebensphase zu den unterschiedlichsten Themen – von Stressmanagement über sicheres Auftreten bis hin zu Führungsthemen. Und wir bringen Frauen durch diese Events – und durch ein psychologisch fundiertes Matching – ganz leicht in den Austausch miteinander, ohne blöd auf Netzwerkpartys rumzustehen und sich präsentieren zu müssen. Wir übernehmen diesen ersten Schritt, damit Frauen eine passende Gesprächspartnerin finden und auch mal jemand Neutrales fragen können: Wie hast du es denn gemacht? Denn jede Geschichte ist wertvoll und wir können so viel voneinander lernen!

„Das Thema Frauennetzwerken begleitet mich schon seit meiner ersten Führungstätigkeit.“

Wie bist du denn überhaupt auf die Idee eines Online-Netzwerks speziell für Frauen gekommen – und wie wurde die Vision dann Realität?

Das Thema Frauennetzwerken begleitet mich schon seit meiner ersten Führungstätigkeit. Als ich meine erste Teamleitung hatte, stellte ich schon gemeinsam mit einigen Frauen meiner Ebene fest: Unsere männlichen Kollegen gehen ganz entspannt mit dem Chef essen und spinnen ihre Karrierenetzwerke. Wir waren da einfach nicht so gut drin. Und als ich dann Kinder bekam (ich habe zwei, inzwischen 7 und 10 Jahre alt), wurde das noch schwieriger, da war ich – wie die meisten – dann total gefangen in einem sehr engen Zeitbudget, wo ich hauptsächlich dafür gesorgt habe, dass ich meinen Job erledigt kriege.

Und dann haben wir Frau Wertvoll gegründet!

Ich hatte vor zwei Jahren dann die Chance, an einem Programm speziell für Frauen im mittleren und gehobenen Medienmanagement teilzunehmen. Eine tolle Erfahrung, weil wir alle schon einen Weg hinter uns hatten, und – übrigens egal ob Mutter oder nicht – mit ähnlichen Herausforderungen kämpften. Das war extrem inspirierend und ich dachte mir: Sowas muss man doch anderen Frauen auch ermöglichen. Stellte aber fest: Es gibt reichlich Frauennetzwerke für junge, digitale Frauen, die in die erste Reihe wollen, sehr speziell für Mütter – aber nicht für Frauen wie uns.

Mit dieser Idee bin ich dann zu einem so genannten Idea Sprint (einer Art Ideenwettbewerb) der Landesanstalt für Medien gegangen, bei dem Coaches die Idee mit dir feilen und am Ende pitcht du das vor einer Jury. Tja, diesen Sprint haben wir gewonnen, landeten darüber in einem Gründerbootcamp und dann im Fellowship des JournalismusLab der Landesanstalt für Medien NRW. Und hier bekamen wir nicht nur finanzielle Förderung für die Prototypen, sondern auch superwertvolle Coachings, wo wir gelernt haben, was es heißt, ein Unternehmen zu gründen!

Und dann haben wir gesagt: Jetzt müssen wir auch was draus machen, und sind am Weltfrauentag (also am 8. März, vor gut vier Wochen) gestartet.

Erst Berufspause, dann Selbständigkeit!

Du hast beruflich ja auch schon eine weite Reise hinter dir, bist sehr erfahren. Wir beide haben uns das erste Mal vor – Achtung! – 13 Jahren bei RTL Punkt 12 getroffen. Damals warst du CVD (Chefin vom Dienst) für den V.I.P.-Bereich – was ist seitdem passiert? Und inwiefern spielen deine beruflichen Erfahrungen bei Frau Wertvoll eine Rolle?

Ich bin bei der Mediengruppe RTL noch ein Stückchen des Wegs weitergegangen, war zum Schluss stellvertretende Redaktionsleiterin bei Punkt 12 – und muss hier übrigens mal sagen, dass es nie ein Thema war, dass ich meine Führungsposition nicht behalten konnte nach den Elternzeiten; im Gegenteil, es wurde da einiges möglich gemacht, wirklich gut.

Dennoch hatte ich das Gefühl: Ich muss mal was anderes sehen – und bin dann als Redaktionsleiterin in eine Produktionsfirma gewechselt, wo ich zum Schluss hauptsächlich lange Dokus und Reportagen für öffentlich-rechtliche Sender verantwortet habe. Das war in einem kleinen Laden ein ganz anderer wirtschaftlicher Druck als bei einem Tanker wie RTL, weil man – wenn´s nicht so gut läuft – ganz anders kämpfen muss.

Und hier kommt tatsächlich die Verknüpfung zu Frau Wertvoll. Nach beinahe 5 Jahren dort mit zwei kleinen Kindern war ich einfach müde. Ich war durch, ich hab mir wahnsinnig viel Druck gemacht, weil ich einerseits den Erwartungen meines Chefs, aber natürlich auch meiner Familie gerecht werden wollte. Und dann habe ich zum ersten Mal in meinem Leben gesagt: Ich mach jetzt mal 3 Monate Pause. Und unter diesem Eindruck kam es dann durch die Förderung zur konkreten Chance, die Idee eines Frauennetzwerks weiter zu verfolgen. So habe ich es am Ende auch ein bisschen für mich selbst gegründet, weil ich es einfach toll finde, mich von anderen Frauen inspirieren zu lassen.

Dank Frau Wertvoll habe ich ein Dauergrinsen im Gesicht! #toll

Wer hat dich bei Frau Wertvoll bisher am meisten inspiriert bzw. wer inspiriert dich überhaupt? Ich bin neugierig!

Oh, ich könnte inzwischen so viele Frauen nennen! Da ist Julia Holze, eine unserer Coaches im JournalismusLab, die uns echt gezeigt hat, wie man ein Netzwerk im beruflichen Kontext aufbaut und uns dabei wahnsinnig unterstützt hat durch ihr Wissen und ihre ganzen Kontakte (und die sich als alleinerziehende Mutter übrigens getraut hat, sich mit dem, was sie liebt, selbständig zu machen!). Da sind unsere ersten Role Models Carola Garbe und Catherine-Marie Koffnit von der Deuten Bahn und Personalerin und Coach Nicole Zätzsch, die an uns geglaubt haben, mit denen wir wunderschöne Videos drehen durften – und die bis heute ganz viel dafür tun, Frau Wertvoll bekannt zu machen und uns mit anderen Frauen vernetzen.

Das Tolle an Frau Wertvoll ist: Ich lerne jede Woche neue Frauen kennen oder treffe welche wieder, so wie dich, liebe Doro, wo ich denke: wie cool, was die gemacht hat. Wie die das geschafft hat – diese Geschichte muss ich erzählen! Und dann hab ich schon wieder ein Dauergrinsen im Gesicht!

Und hier sind wir (Doro & Kerstin) zu Gast bei Frau Wertvoll:

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„Sei dir nicht zu schade, um Hilfe zu holen!“

Was ist so dein Tipp für Frauen da draußen, die beruflich zweifeln? Was hat dir persönlich
geholfen?

Als allererstes ein Tipp der lieben Nina Paulic, alleinerziehende Dreifachmama, Mediatorin und Coach: Frag dich erstmal selbst, was du brauchst für dich, um glücklich zu sein im Job! Was gehört dazu? Ist es wirklich gleich ein neuer Job oder nur eine andere Aufgabe oder ein anderes Arbeitsmodell? Oder ist es die Selbständigkeit? Und dann besprich das mit deinem*r Partner*in, deinem*r Arbeitgeber*in, deinem Umfeld – wie kannst du das umsetzen und was brauchst du von ihnen? Sei dir nicht zu schade, um Hilfe zu holen!

Das Wichtigste dabei aber: Sei mutig! Und trau dich, auch Dinge einzufordern, denn nur so kannst
du das erreichen, was dich am Ende glücklich macht!

Mehr über Frau Wertvoll erfährst du hier:

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