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Das erste Jahr ist rum, die ersten 366 Tage als Mama.(Schaltjahr sei dank) Titus erster Geburtstag.

„Die Zeit rennt“

denken und sagen alle. Und auch mir geht es so. Doch auf der anderen Seite denke ich

„ Was wir alles erlebt haben gemeinsam“

Ich war dabei, als Titus das erste Mal gelächelt hat,

ich habe miterlebt, wie er sich das erste Mal nach oben gedrückt hat,

ich war dabei, als er angefangen hat, zu robben und zu krabbeln,

ich habe miterlebt, wie er seinen ersten Zahn bekommen hat,

ich habe miterlebt, wie er das erste Mal Brei gegessen hat,

ich war dabei, als er sich das erste Mal am Stuhl nach oben gezogen hat,

ich war dabei, als er angefangen hat zu brabbeln und Laute nachzuahmen,

ich war dabei, als er die ersten Schritte an seinem Stuhl gegangen ist,

ich war nicht dabei, als er die ersten Schritte freihändig gemacht hat und das war eine kleine Tragödie für mich. Und er wird noch ganz viele Schritte machen, bei denen ich ihn begleiten darf.

Mehr als 2000 Windeln & 700 Mahlzeiten

Ich habe miterlebt, wie er all das gelernt hat in der kurzen Zeit, wie er sich jeden Tag weiter entwickelt.

Ich habe weit über 2000 Windeln gewechselt, mehr als 700 Mahlzeiten gefüttert und hunderte Male die Nase geputzt. Und das alles in nur einem Jahr.

Ich war im letzten Jahr nur wenige Tage ohne ihn, bin im Grunde 24 Stunden mit ihm zusammen. So viel Zeit verbringe ich sonst mit keinem Menschen, nicht mal mit meinem Partner.

Es kommt mir so vor, als wenn er schon ewig zur unserer Familie gehört und als wenn wir noch nie ohne ihn waren.

Und dann gibt es diese Momente, da gucke ich ihn an und denke „Wer ist dieses kleine Wesen, wo kommt der plötzlich her?“ Dann kommt es mir unvorstellbar vor, dass wir den selber gemacht haben, dass er ein Teil von mir ist. Manchmal fühlt sich das fremd an.

Genauso ist das mit der Mutterrolle. Manchmal fließt alles und Mama-sein fühlt sich total natürlich an und manchmal denke ich „Was mache ich hier überhaupt?“ Dann bin ich gestresst oder genervt.

All das passiert in so kurzer Zeit.

Mit einem Kind ist es so ein bisschen wie mit dem Wetter in Island: Mal ist es stürmisch, mal ist es wolkig, mal ist es sonnig und das alles wechselt in so kurzer Zeit, das ist der Wahnsinn.

Ich habe gelernt, seine Stimmungsveränderungen mitzumachen. Er kann innerhalb weniger Sekunden von total weinerlich auf breit grinsend wechseln. Und ich kann das nun auch. Wenn er mich angrinst, bin ich ganz schnell glücklich. Genauso schnell werde ich traurig oder wütend, wenn er brüllt. Und dann lachen wir beide wieder. Ich habe gelernt, das schnell zu verändern.

Ich bin mit meinem Sohn gewachsen.

Ich habe das Gefühl, seitdem ich ein Kind habe, ruhe ich mehr in mir selber.

Ich gucke ihn an und denke: Das ist das tollste, was ich bislang in meinem Leben kreiert habe!

Ich kann mir nicht vorstellen, den ganzen Tag von morgens bis abends nur mit ihm zu spielen und das jeden Tag und doch gibt es so häufig diese typischen Mama-Momente, wo ich in angucke und denke „das ist das Tollste, was mir je passiert ist“.

Er bringt so viele Emotionen in mein Leben.

Wenn ich daran denke, dass er vor einem Jahr geboren wurde, dann werde ich sentimental, weil es das Leben komplett auf den Kopf stellt. Diesen Satz kann man gar nicht oft genug lesen und hören vorher, es überkommt einen dann, wenn es wirklich so weit ist.

Wenn ich mir kurze Momente nehme, in denen ich ihn einfach nur beobachte, wie er gerade vor mir sitzt und völlig begeistert mit einem Tuch spielt, dann finde ich es so genial, wie er sich freut.
Wie er ganz bei sich ist, in seiner eigenen Welt. Wenn er versunken mit einer Sache spielt, aber auch wenn er mit mir tobt oder das Haus auf den Kopf stellt, er ist immer ganz bei sich und immer ganz im Moment.

Das ist das Wichtigste, was mich dieses kleine Kerlchen gelehrt hat: Ganz im Jetzt zu sein. Wenn Jetzt vorbei ist und der nächste Moment da ist, dann sind die Tränen vorbei und alles ist toll. Dann ist das Spielzeug uninteressant und das nächste wird herausgeholt.

Es ist völlig unwichtig, was vor einer Minute war. Das kann ich von ihm lernen, Tag für Tag, Moment für Moment.

Er bereichert einfach mein Leben!

Happy Birthday mein kleiner Chaot, ich freue mich auf jedes weitere Jahr mit dir, das genauso spannend und aufregend und langwierig und kurzweilig wird. Es macht mich so stolz und glücklich, deine Mama zu sein. Ich liebe dich!

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