Vollgekotzt. Voll gekackt. Voll Verschwitzt. Und voll gestresst. Es gibt sie, diese Tage. Als Mama. Du denkst: Hallo, kann denn heute bitte mal irgendetwas glatt laufen, verdammt?! Und wenn es nur ein einziger trocken gebliebener Body wäre…Babykotze ist heute mein bester Freund.

Mein Tag: Zwei Verabredungen. Zwei Mal (nass geschwitzt) viel zu spät gekommen. Weit mehr als die akademische Viertelstunde versteht sich.

Guten Tag, ich bin Frau von und zu Spät!

„Zu spät kommen“ scheint inzwischen eh mein zweiter Vorname zu sein. Zuerst: der Klassiker – ich hätte den Termin eingehalten, wirklich, wenn…ja, genau, wenn ich das Rattern in der Windel überhört hätte. Ging nicht. Nun gut: Wickeln auf der Rückbank eines Kleinwagens. Bis das Baby schreit und ich schwitze. Ist das eng – viel zu eng! Dann: Mit dem Baby in der Trage durch den Regen. Mit falschen Schuhen. Grmpf. OK! Egal, schließlich sehe ich zum ersten Mal das Neugeborene einer guten Freundin. Owww, wie sweet! War sie vor fünf Monaten wirklich auch so klein? Mein Baby kotzt inzwischen sich und mich voll. Da kann ich jetzt noch drüber hinwegsehen, ist ja schließlich Alltag – das mit dem Kotzen. Und ich bin dazu beseelt, dass Freundin und Kind wohlauf sind. Hach, ist der Kleine Zucker.

Der teure Teppich…Grundgütiger!

Dann: Ab zum Kaffee zu Sandra. Eineinhalb Stunden zu spät. Peinlich. Ampeln rot. Stau. Baby brüllt auf der Rückbank. Ich schwitze schon wieder. Gut, dass ich das Deo eingepackt habe. Endlich da. Endlich frische Klamotten für Anneli. Kind getrunken. Ich löffel genüsslich den Obstsalat, bis ich erschrocken feststelle, dass mein Baby kotzenderweise alles in Sandras Haus „markiert“. Den teuren Teppich. Das gute Sofa. Scheiße, verdammt. Ich schäme mich, denke an unsere Haftpflicht und wische hektisch mit einem Küchentuch über die Flecken. 1000 Mal entschuldigt. Babyklamotten wieder nass. Meine auch. Sandra nimmt es gelassen…So langsam finde ich diesen Spei-Gedeihkind-Spruch nicht mehr lustig…Ich falle auf Sandras Sofa erschöpft in einen Sekundenschlaf. Die vorige Nacht war dazu schon hart. Egal, wir machen wieder Witze. Lachen. Anneli freut sich – und schläft mal wieder nicht. Warum auch? Mann!

Plötzlich muss ich lachen!

Die Quittung gibt es auf der Rückfahrt: sie schreit. Und ich, ja, ich finde keinen Parkplatz ums Eck. Dann laufen wir halt zurück. Wenigstens regnet es nicht mehr, denke ich. Dafür ist aber mein Freund „Schweiß“ wieder da. Baby in der Trage und vollgepackte Tasche machen sich bemerkbar. Feierabend. Meine Beine tun weh. Die Waschmaschine läuft. Das Baby schläft. Jetzt bin ich glücklich. Ich muss lachen! Über das Chaos. Über die Erkenntnis, dass doch eigentlich alles glatt gelaufen ist – bis auf das bisschen Kotze! Verrückte Mama-Welt.

Kennt ihr diese Tage? Was ist euch schon alles passiert?

One thought on “Babykotze 2.0: Mein Tag in Worten”

  1. Gut, wenn man am Ende des Tages noch lachen kann! Ich frage mich dann manchmal ob es ein Lachen aus Erleichterung („wir haben den Tag tatsächlich überstanden“) oder Hysterie ist ;-)

    Gute Nacht! Und liebe Grüße!
    Eva

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