Baby, Kind und Meer: Es ist einer der erfolgreichsten deutschen Familienblogs. Zwischen 350 000 und 400 000 Menschen verfolgen monatlich das Leben von Mari und ihrer Familie. Ihr Erfolgsrezept: Authentizität. Gefühle. Ganz viel Liebe. Und dazu persönliche Einblicke in den Familienalltag.

Genau: Die Familie lässt ihre Fans nah ran. Sie lässt sie durch Videos aus ihrem Alltag, Reisefotos – und berichte oder durch persönliche Stories in den sozialen Netzwerken quasi „mitleben“.

Und das hat Mari auch schon viel Kritik eingebracht. Beschimpfungen, Missgunst, Häme – standen schon auf der Tagesordnung. Unter anderem, weil Mari und ihr Mann Micha ihre 3 Kinder öffentlich zeigen.


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Baby, Kind und Meer – ein Familienmodell.

Worte, die sehr weh tun können. Anfeindungen (teilweise) jenseits von Gut und Böse. Darüber hat Mari schon in diesem Interview mit mir gesprochen. Etwas, was ich, Doro, damals schon nicht verstanden habe. Denn ich denke: Ihre Familie, ihre Entscheidung. Ihr Familienmodell.

Baby Kind und Meer
Credit: www.babykindundmeer.de

Der Blog ist ihr Job. Ihr Einkommen. Darin steckt viel Arbeit und auch Liebe.

Ich freue mich, dass ich Mari jetzt persönlich kennnelernen durfte. Eine Frau, die ich als liebevoll, nachdenklich und gefühlvoll empfunden habe. Eine Berufsbloggerin, deren Fans ihr wirklich am Herzen liegen. Eine Mutter, die Kritik ernst nimmt. Die darüber nachdenkt. Und die auch verletzlich ist – so wie wir alle eben. Eine Frau – wie du und ich.

Der Film mit Mari von Baby, Kind und Meer:

In diesem Film-Interview spricht Mari über das Bloggen, ihre Fans, die Kritik – und sie erzählt uns, warum sie der Meinung ist, dass wir alles schaffen können, was wir wollen.

Übrigens, im Interview zum Nachlesen spreche ich mit Mari unter anderem noch über ihren größten Traum und das Brennpunktthema Klimwandel. Eins, was uns MutterKutter-Macherinnen sehr bewegt und was wir nun verstärkt thematisch in den Fokus rücken werden.

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Das ganze Interview mit Mari @ Baby, Kind und Meer

Liebe Mari, wenn du dich beschreiben würdest – ich meine, dich kennen ja irre viele Leute natürlich – aber für alle, die dich noch nicht kennen: Wer bist du und wie bist du?

Ich bin in erster Linie Mama. Dreifachmama. Und wohne am Meer. Liebe das Meer halt auch. Bin hier groß geworden. Und, ja, bin jetzt froh, hier mit meiner Familie zu wohnen. Und ansonsten bin ich ja sehr spontan, verrückt, kreativ und ich glaube einfach ich selbst.

Baby, Kind und Meer ist ja sozusagen auch dein eigenes Baby. Wenn du mal so beschreiben magst – was bedeutet dir und euch dieser Familienblog?

Also, als ich mit dem Familienblog angefangen habe, da habe ich ja niemals im Traum daran gedacht, dass es mal irgendwie ganz groß werden könnte. Das war wirklich einfach nur ein Ausgleich zum Mama-Dasein. Und es ist ja mit der Zeit gewachsen.

Credit: www.babykindundmeer.de

Damals kannte keiner den Begriff Influencer oder Blog. Diese Szene ist entstanden und groß geworden und wir waren mittendrin. Und ja, es ist für uns wirklich so ein weiteres Baby, sage ich immer. Also, es ist wirklich eine Leidenschaft und es vereint auch alle meine Leidenschaften. Schreiben. Fotografieren. Kreativ sein. Familienleben. Also, es gehört wirklich zu unserem Familienleben dazu.

Heute „frisst“ Baby, Kind und Meer doppelt so viel Zeit.

Butter bei die Fische – wieviel Zeit frisst das eigenlich so? Es gibt ja oft die Kritik: Du bist ja Influencer, du hast ja keine Arbeit. Oft steckt ja offenbar auch der Glaube dahinter, ihr würdet einfach Produkte in die Kamera halten und euer Geld barfuß im Park verdienen. Wie ist es wirklich?

Wir machen das ja mittlerweise zu Zweit, Micha und ich. Seit der Geburt von Tom. Da ist er in Elternzeit gegangen. Und mittlerweile frisst es doppelt Zeit. Seine als auch meine. Er macht Videoschnitt, Grafikdesign, Bürokratie, Verträge, Angebote – all sowas.

Und ich mache halt eben Fotos, Bildbearbeitung, Texte. Und so weiter. Und es ist definitiv täglich mindestens acht Stunden für mich, sechs bis sieben Stunden für ihn. Aber wir machen fast immer abends weiter – mit Ausnahme vom Wochenende. Aber das auch nicht immer. Das haben wir irgendwann so eingeführt, weil wir einfach eine Grenze setzen mussten. Aber das kann auch mal 14-15 Stunden am Tag sein.

Man muss halt einfach bedenken. Es ist nicht nur Instagram. Oder es ist nicht nur Facebook. Sondern es ist Instagram, Insta-Story, Facebook, YouTube, Blog, Foto, Bildbearbeitung, Texte, Verträge, Bürokratie, Banner, Filmschnitt – das ist extrem viel, was einfach im Hintergrund gemacht werden muss.

Baby, Kind und Meer: Bis 400 000 Besucher im Monat!

Wieviele Leute sind bei euch so monatlich drauf?

Also, momentan haben wir so 350 000 – 400 000 unique – also verschiedene Besucher – und, ja, auf Instagram schwankt das natürlich. Wir sind da jetzt ungefähr bei 80 000, Facebook habe ich grad ehrlich gesagt wirklich nicht im Kopf. Und bei YouTube sind wir bei 30 000 Leuten.

Wir beide haben ja auch schon einmal eine Geschichte gemacht. Weil…wenn du wächst ist es ja ganz oft so, das kennen ja viele Blogger da draußen, dann kommen ja auch die Menschen, die Kritik üben, Hass säen, Missgünstig sind – ja, dich beschimpfen. Wie gehst du damit um? Ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist an manchen Tagen. Was ist so dein Weg?

Baby Kind und Meer
Credit: www.babykindundmeer.de

Es ist tatsächlich so, man muss da reinwachsen und lernen, damit umzugehen. Und es gibt gute und schlechte Tage. Es gibt gute Tage, da kann ich darüber schmunzeln. Es gibt Tage, da kann ich es ignorieren. Und es gibt Tage, da berührt mich das.

Und es kommt natürlich auch auf die Art an. Und die Menge. Aber es ist schon eine Sache, natürlich. Weil unser Privatleben mit in den Blog einfließt, dass es natürlich uns  auch persönlich angreift. Ja, ein Weg ist, einfach nur zu sagen: „Man kann es nie allen recht machen.“

Es wird immer Leute geben, die etwas an dir nicht mögen. Oder dich nicht mögen. Und das muss man einfach akzeptieren.

Die Hauptkritik: Mari und Micha zeigen ihre Kinder.

Was ist denn das, was auf dich zuschwappt – sowohl im Positiven als auch im Negativen?

Ein Hauptthema ist natürlich einfach, dass die Kinder bei uns mit zu sehen sind. Oder dass es vielen darum geht, dass wir sehr konsumierend leben. Viel reisen. Viel Werbung machen. Also, das ist so die Hauptangriffsfläche.

Und im Positiven ist es wirklich, dass ganz viele Menschen sagen: Ihr seid sehr inspirierend. Sehr bodenständig. Und wir lesen euch so gerne. Wir schauen euch so gerne. Und ihr gehört für uns so richtig zum Alltag mit dazu. Das ist so das schöne Feedback.

Tatsächlich gucken auch ganz ganz viele Familien auch mit ihren Kindern die Videos oder lesen unsere Blogbeiträge. Und das ist natürlich echt ein schönes Gefühl. Ein schöner Gedanke.

Baby Kind und Meer
Credit: www.babykindundmeer.de

Und das gibt dir auch Kraft?

Das gibt definitiv Kraft. Man muss auch immer sehen, dass die Leute – also die, die böswillige Kritik äußern oder Hass äußern – das sind doch sehr wenige. Die sind natürlich sehr laut, aber der Großteil sind einfach ganz ganz liebe Menschen, die einem so liebe Nachrichten schicken. Es gibt auch ganz viele, mit denen schreibe ich auch sehr sehr regelmäßig. Das stärkt dann immer wieder und zeigt dann, dass man es doch richtig macht.

Klimawandel – das sagt Mari zum Thema unserer Zeit

Ein großer Sprung inhaltlich. Thema Klimawandel. Eine ganz allgemeine Frage an dich dazu. Uns Frauen von MutterKutter beschäftig das Thema grad sehr. Wir sehen diese Bilder, die durch die Nachrichten gehen und denken: F*** Und, ja, wir haben Angst um unseren Planeten. Was machen die Nachrichten, diese Bilder mit dir?

Ich muss sagen, ich befasse mich jetzt akut sehr viel damit. Man neigt ja dazu bzw. ich glaube, jeder Mensch neigt dazu, lange wegzusehen. Das ist einfach so. Oder man nimmt mit oder denkt: wird schon irgendwie. Aber irgendwann löst sich doch der Knoten und man denkt: Nee, das wird nicht irgendwie. Und irgendwie musst du auch was tun.

Und wir befinden uns grad wirklich in dieser Phase, dass wir sehr viel umdenken. Sehr viel auf vegane, vegetarische Produkte umsteigen. Einen Wassersprudler haben wir jetzt seit einem Jahr, Glasstrohhalme haben wir besorgt. Wir kommunizieren mit den Kindern.

Aber, es ist bei uns natürlich so – was bei uns kritisiert wird, ist unser Fliegen. Wir reisen sehr gerne. Das habe ich schon immer getan. Das ist natürlich ganz blöd für dieses Klima und es ist natürlich auch ganz blöd zu verstehen, dass es trotzdem so eine Herzenssache ist. Dass man die Welt sehen möchte. Da muss ich einfach für die Zukunft nochmal gucken, was man da wie ändern kann. Aber wir denken tatsächlich schon drüber nach.

Baby Kind und Meer
Credit: www.babykindundmeer.de
Über Maris größten Traum.

Was ist dein größter Wunsch? Dein größter Traum?

Also, wenn ich meinen allergrößten Wunsch bennenen könnte – dann ist es wirklich nochmal ein Kinderbuch. Eine Kinderbuchreihe – vielleicht auch einen Erwachsenenroman – zu schreiben, den wirklich sehr sehr viele lesen und der es dann auch den Bestsellerang schafft. Das wäre natürlich ein mega Traum – da träumt ja jeder von, der gerne schreibt.

Und – ganz utopisch – wenn dann irgendwas, was man schreibt, verfilmt wird und man geht ins Kino und man sieht seine eigene Geschichte, die man geschrieben hat. Das wäre so ein richtiger Herzenstraum.

Was könntest du andern Müttern, die Selbstzweifel haben im Alltag, mit auf den Weg geben? Die vielleicht ihren beruflichen Traum leben wollen, aber es noch nicht tun. Welcher Rat ist deiner?

Also, ich finde, eine ganz einfache Grundregel ist erstmal: an sich selbst zu glauben. Und eben zu sagen, dass man schaffen kann, wenn man will. Das ist immer so dahergesagt, aber es ist tatsächlich so.

Habt Selbstvertrauen!

Wenn man sagt: „Ich habe nicht die Zeit“ – man wird immer doch Zeit übrig…man kann sich Zeit organisieren, um es anders zu sagen. Wenn man sagt: „Ich schaffe es nicht, ich habe die Kinder“ – dann muss man gucken, vielleicht gibt es eine Nanny, kann ich mir einen Babysitter holen…hole mir ein bisschen Zeit.

Aber definitiv Selbstvertrauen und an sich glauben und einfach mal ins kalte Wasser springen, weil ja…oft klappt es oder funktioniert es, wenn man wirklich sich da reinklemmt.

Credit: www.babykindundmeer.de

Und falls ihr Kontakt mit Mari aufnehmen oder einfach mal bei ihr stöbern möchtet – hier kommen die Links für euch:

Blog

YouTube

Instagram

Facebook

♥ – und hier geht es zu ihrem Koch- und Backbuch, das sie geschrieben hat.


Ihr habt eine tolle Geschichte oder sagt: Darüber müsst ihr unbedingt mal berichten? Nur zu – schreibt uns gerne eine Mail.

2 Kommentare zum Thema “Baby, Kind und Meer: „Man kann es nie allen recht machen.“”

  1. Schade, dass du nicht versuchst, die Kritik mal objektiv zu sehen und tatsächlich hinterfragst.
    Der Artikel ist eine Neuauflage von „Hass im Netz“ verklärt und beschönigt Kinderarbeit und fehlenden Schutz des Privatlebens.
    Und auch wenn der Vergleich hart ist, es ist eben nicht alles ok, was eine Familie entscheidet.
    Das rehabilitiert auch Familien mit Missbrauchsfällen!
    Fehlenden Klimaschutz mit Herzenssache abzutun, grenzt schon wirklich an Scheuklappen und Ignoranz. Vielleicht mag Mari mal eine Fernreise zum Amazonas oder zu den Polklappen unternehmen.
    Am Schluss noch ein bisschen Werbung für ein überflüssiges Buch, weil alles nur aus dem Netz zusammengesetzt wurde.

    1. Liebe Anne,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich muss ehrlich sagen, dass ich kurz überlegt habe, ob ich ihn freigebe – einfach, weil ich den Vergleich mit den „Familien mit Missbrauchsfällen“ total krass und unangebracht empfinde. Ich muss ganz kurz fragen: Bist du zufällig die Anne, mit der wir uns damals auch auf Instagram ausgetauscht hatten? Damals ging es um ein Gesprächsangebot mit Mari. Ein Angebot, das immer noch steht – möchtest du dich mit Mari treffen und ihr deine Gedanken mit auf den Weg geben – das aber bitte konstruktiv und sachlich? Dann bist du eingeladen!
      Ich habe nun noch eine andere Frage: Warum folgst du Mari denn, wenn du ihr Familienmodell nicht gutheißen kannst? Warum gibst du deiner Wut auf sie, die ich hier zumindest empfinde (liege ich da richtig?) Raum? Weißt du, ich würde mir einfach wünschen, dass wir aneinander nicht nur – wie so oft – das „Negative“ sehen, sondern auch das „Positive“. Ich habe eine tolle Frau erlebt, die empathisch, sensibel, lustig und nachdenklich ist. Genauso verletzlich. Das hier ist kein Kreuzverhör, sondern ein Porträt. Über eine Frau, die genauso wenig perfekt ist wie wir alle. Die Schritte macht in Richtung Nachhaltigkeit. Die sich Gedanken macht. Und ich bin der Meinung: Jeder Schritt, sei er noch so klein, zählt. Und gerade jetzt im Hinblick auf unsere Erde: Wut bringt uns nicht weiter. Sondern Verständnis füreinander. Auch wenn es vielleicht manchmal schwer sein mag, wenn andere Werte auf die eigenen treffen. Ich danke dir trotzdem, dass du den Artikel gelesen und den Film gesehen hast. Vielleicht kommst du ja mal für ein anderes Thema wieder „an Bord“. Viele Grüße von Doro

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