OK, Mädels, fangen wir einfach direkt an: Stellt euch doch bitte mal vor den Spiegel, guckt euch in die Augen an und sagt euch:

„Ich bin schön. Ich mag mich. Ich bin gut so wie ich bin. Ich bin stolz auf das, was ich als Mama leiste.“

Na, wie leicht gehen euch Sätze wie diese über die Lippen? Wie fühlt ihr euch dabei? Fühlt sich das gut an oder mögt ihr die Worte lieber nur flüstern, damit sie auch ja kein anderer hört – das könnte ja sonst extrem peinlich werden, denn: Eigenlob stinkt ja auch bekanntlich im Volksmund.

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Eine Einstellung, die ich übrigens perfektioniert hatte. Und deshalb hätte ich mich bis vor einiger Zeit nie vor den Spiegel gestellt und mir aus lauter Stolz auf mich selbst die Oberarme geknutscht. Warum sollte ich mir selbst Komplimente machen? Ich bin doch nicht so wichtig. Und nun auch nicht soooo toll. So meine Meinung über Jahrzehnte. Und damit bin ich vermeintlich gut gefahren. Dachte ich. Das war aber völliger Quatsch. Denn ich habe lange mit Selbstzweifeln gelebt. Selbstzweifel, die mich in bestimmten Situationen unsicher werden ließen, mein Selbstbewusstsein hier und da hinweggeschmolzen haben und mich am Ende traurig gemacht haben.

Ich habe mich oft unter Wert verkauft.

Selbstzweifel, die mich kleiner werden ließen als ich bin. Selbstzweifel, die privat und beruflich da waren. Ich habe mich oft verglichen mit anderen Frauen. Ich habe mich oft unter Wert verkauft. Ich habe immer irgendetwas an mir gefunden, an dem ich mäkeln konnte. Das Gefühl „Du bist gut so wie du bist“ – das habe ich lange vermisst. Als Ehefrau. Als Frau. Als Freundin. Und auch als TV-Reporterin, die jahrelang vor der Kamera stand. Selbstzweifel waren mein täglicher Begleiter. Eine Art guter Buddy, den ich überall mit hingenommen habe. Sätze, wie…

„Ich kann das nicht.“
„Ich bin nicht gut genug.“
„Ich bin nicht sonderlich attraktiv.“
„Ich bin zu dick.“
„Gott, dieses Doppelkinn. ‚Mach‘ das Foto bitte weg.“
„Warum liebst du mich überhaupt?“

…haben zu mir und meinem Leben gehört. Sätze, die mich, wenn ich sie hier so lese, erschrecken.

Und auch als Mama hatte ich oft das Gefühl, zu versagen oder nicht gut genug zu sein. „Ich bin keine gute Mutter.“ Was für ein bescheuerter Satz. Aber er war da. Und spätestens mit meiner neuen Rolle habe ich erkannt: Du solltest was ändern. Du darfst dich toll finden. Du hast eine Vorbildfunktion. Und auch: Hey, ich habe ein Kind zur Welt gebracht, obwohl ich das aufgrund meiner Vorerkrankung, einer Endometriose, über Jahre ausgeschlossen hatte.

Seit 2 Jahren, seitdem ich Mutter bin, habe ich viel mehr Selbstvertrauen gewonnen. Ab und an kann ich mir sogar sagen, dass ich stolz auf mich bin. Und das fühlt sich gut an. Die Selbstzweifel sind als Mama weniger geworden…

Ich nehme mich weniger wahr als früher. Kennt ihr das auch?

…dafür habe ich aber vor einiger Zeit festgestellt, dass ich kaum noch bewusst in den Spiegel schaue. Ich nehme mich weniger wahr als früher. Geht euch das ähnlich? Manchmal frage ich mich mittags: „Hast du dich heute überhaupt schon angeguckt?“ Die geschminkten Wimpern sagen mir JA!, aber mein Gefühl sagt mir NEIN!.

Ich schenke mir zu selten ein Lächeln. Und ich danke mir und meinem Körper
zu selten – das ist mir klar geworden. Und das möchte ich ändern. Und wenn ihr solche Gefühle kennt, dann möchte ich das gemeinsam mit euch ändern, denn: Wisst ihr was? Wir sind alle schön. Jede von uns. Wir richten den Blick nur viel zu oft auf das, was uns nicht passt: Die Falte zwischen den Augen. Das eine oder andere Kilo, das wir nach der Geburt einfach nicht von den Hüften kriegen. Die unrasierten Achseln, die aufgrund von morgendlicher Hektik oder quarkendem Kind vor der Dusche auf der Strecke geblieben sind. Auf die 5 Minuten, in denen wir vielleicht mit unseren Kids gemeckert haben und wegen derer wir uns im Nachgang hundeelend fühlen.

Wir dürfen stolz auf uns sein. Auch das gehört zur Selbstliebe.

Hey, aber wisst ihr was? Das ist nur ein Teil der Wahrheit. Vielleicht sehen wir manchmal nicht unsere schönen Augen, unser tolles Lachen, unsere liebevolle Stimme, die dann so richtig zur Geltung kommt, wenn wir unsere Kinder im Arm halten und ihnen sagen, wie lieb wir sie haben. Vielleicht erkennen wir in manchen Momenten nicht, dass auch das Meckern und das „eben nicht Perfekte“ zu unseren Leben dazugehört. Auch das sind wir. Wir haben Leben in diese Welt gesetzt, das ist für mich immer noch das größte Wunder. Wir sind Mamas, wir leisten so viel. Wir hören zu, wir lehren, wir trösten, wir geben Kraft, wir lieben. Wir vereinen so viele Jobs auf einmal: Wir sind Mutter, Ehefrau, Freundin, Tochter, Arbeitnehmerin, Selbständige… Das ist wunderbar. Und wir dürfen so richtig stolz sein auf uns. Und uns täglich unser bezauberndstes Lächeln schenken.

Und genau das übe ich jetzt. Ich kann das nicht von heute auf morgen – aber es geht von Tag zu Tag besser. Mein erster Schritt war, dass ich erkannt habe, dass ich stolz auf mich sein darf. Mein zweiter ist, dass ich mich lebst lieben darf. Mit allen Ecken und Kanten. Claudia, meine MutterKutter-Partnerin und Freundin, hat mir vor Kurzem eine Frage gestellt, die mich nachdenklich gemacht hat. Eine Frage, die sie auch immer in ihren Glücksseminaren in den Raum wirft:

„Auf einer Skala von 1-10: Wie sehr liebst du dich selbst?“

Hmhmhm. Echt jetzt? Das Wort Liebe ist da aber ein bisschen hochgegriffen – so meine ersten Gedanken. Dann fand ich mich aber schon richtig gut, indem ich antwortete: „7.“ Claudias nächste Frage: „Wie sehr liebst du dein Kind?“ Ich: „12, nee 1000.“ Claudias Antwort: „Siehst du. Und dir selbst gibst du nur eine 7. Warum gibst du dir keine 10. Dein Kind ist doch auch nicht perfekt und manachmal bist du auch völlig genervt und liebst es trotzdem unglaublich.“

Schweigen. Mistverdammt. Sie hat recht. Mir ist klargeworden, dass Selbstliebe der Wegbereiter ist für ein glückliches, gesundes und erfülltes Leben. Als Mama, Frau, Freundin… – auf allen Ebenen. Und Selbstliebe bedeutet auch, dass ich mich schön finden darf. Innerlich und äußerlich. Und ich wünsche mir, dass meine Tochter eben nicht so denkt, wie ich es lange getan habe. Ich möchte nicht, dass sie so etwas sagt, wie: „Ich fühle mich unattraktiv.“ Übrigens: Ein Satz, der meinem Mann inzwischen aus den Ohren rauskommt. Ich übe ja noch – das heißt nicht, dass ich meine negativen Gefühle mir gegenüber komplett ausradieren konnte.

Inzwischen fange ich sogar an, mir meine eigenen Komplimente zu glauben.

Ich wünsche mir, dass meine Tochter bzw. meine beiden Töchter (ich erwarte mein 2. Kind im Juni) selbstbewusst durchs Leben gehen. Dass sie sich auch noch als Erwachsene vor den Spiegel stellen und sagen können: „Ich bin schön so wie ich bin.“

Inzwischen schenke ich mir täglich ein Lächeln im Spiegel und sage zaghaft Dinge, wie: „Du bist gut. Und das genau so, wie du bist.“ oder „Das hast du heute toll gemacht.“ oder „Komm, die Falte zwischen den Augen ist vielleicht da, aber dafür hast du hübsche Augen.“ Und ich fühle mich dabei wohl. Ich fange sogar an, mir zu glauben. Verrückt. Dadurch gehe ich leichter, selbstbewusster und entspannter durchs Leben. Ich zweifel nicht mehr so viel, sondern mache mich gerade. Das fühlt sich toll an. Ich bin glücklich, durchlebe noch mehr Glücksgefühle. Positive Energie ist so viel wertvoller als negative. Sie gibt mir Kraft, gute Laune, inneren Frieden – und durch sie kann ich mir selbst leichter verzeihen, wenn ich genervt & unangemessen auf eine Situation reagiere.

Gut, ich kann mich noch nicht im Spiegel angucken und mir sagen: „Du bist schön“ – ohne dabei zu lachen.  Das ist mir noch zu freakig. Noch glaube ich mir das nicht so ganz. Sobald ich das tue, sage ich euch Bescheid.

Aber wisst ihr was? Ich möchte euch sagen: Ihr seid es. Zweifelt nicht daran. Ihr seid gut so wie ihr seid. Sagt euch das. Übt das mal. Und guckt, wie es euch danach geht. Ich bin gespannt auf eure Selbstliebe-Berichte.

Übrigens: Auf dem Weg zur Selbstliebe hilft mir Louise Hay unglaublich. Kennt ihr sie schon? Dieses Video finde ich zum Beispiel super. Viel Spaß damit.

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