10 Minuten alleine auf dem Klo.

Ehrlich: Es ist doch an manchen Tagen der Wahnsinn. Keine Toilettengang ohne Kind. Kein Gang ohne Worte oder Kommentare, wie „Ich auch!“, „Mama Pipi!“ oder, die Steigerung mit Fragezeichen: „Mama? Kacka? Jaaaaa!“ An manchen Tagen nehme ich, Doro, es locker. An manchen Tagen flehe ich meine 2jährige Tochter regelrecht an: „Bitte, Anni, gib mir einfach mal diese 5 Minuten für mich!“ – um dann einzusehen, dass das einfach nicht geht. Äh, ganz kurz: Wie wird das dann eigentlich mit 2en? Bin ich dann irgendwann umzingelt? Kleiner Schwank aus unserem Toilettenleben. Neulich hüpfte mir meine Tochter mit ihrem so called „Hüpfelch“ hinterher. Sie saß dann direkt vor mir und reichte mir stückchenweise super stolz das Klopapier. In diesem Moment rief ich meinem Mann zu: „Das kannste doch keinem erzählen.“ Doch. Jetzt. Hier. Und, ehrlich: Ich bin dabei vor Lachen fast vom Pott gefallen. Und trotzdem: Bitte, bitte! Zum Muttertag wünsche ich mir nur einfach 1o Minuten alleine. Auf einem wirklich stillen Örtchen. Wahlweise auch eine Geheimtoilette.

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Eine Dusche für mich allein.

Hört sich bekloppt an, oder? Aber wenn meine 2jährige Tochter da ist, dann habe ich kaum ein Chance in Ruhe zu duschen, weil sie entweder auch möchte oder wahlweise die Tür aufmacht, um reinzugucken und zu lachen. Nooooch: Meine Beine in Ruhe zu rasieren. Das Ergebnis oft unter der Woche: Back to the roots. Ist ja noch kein Sommer. Aber der kommt. In diesem Sinne: Ein Hoch auf eine entspannte Rasur! Die nehme ich zum Muttertag!

Schlaf.

Das ist ja schon bekloppt. Erst konnte ich nicht ausschlafen, weil meine Tochter noch zu klein war, nachts trinken wollte, einfach nicht durchschlafen wollte, schlecht geträumt hat oder oder oder. Und nun? Nun sind wir umgezogen. Meine Tochter ist älter geworden, und: Sie schläft in 90 Prozent der Fälle wunderbar durch. Und ich? Mich weckt nun täglich das Murmeltier. Sechs Uhr. Diiiiiiing! Arghs. Und das auch, wenn meine Kleine seelenruhig weiterschlummert. Äh, wo sind die guten alten Zeiten hin, in denen ich schlafen konnte wie ein Weltmeister? Ich fühle mich manchmal schon nach seniler Bettflucht. Ich wünsche mir also: Schlaf. Keine Augenringe. Keine Müdigkeit. Keine innere Uhr. Oder sind die Zeiten echt endgültig vorbei?

Saubere Klamotten!

Es sind die winzigen und natürlich auch wunderschönen Momente, in denen euer Kleinkind die marmeladigen Hände sehnlichst nach Mama ausstreckt, auf den Schoß will…und zack, ist es passiert. Rote Erdbeerflecken auf dem hellen Oberteil. Mist –  das war doch grad frisch gewaschen?! Nun könnte man argumentieren: Trag doch dunkle Kleidung oder wasch die Hände deines Kindes vorher! Neee, geht nicht immer. Auch nicht, wenn der Säugling mal eben die Milch wieder abladen muss – auf Mamas Busen. Hey, daher wünsche ich mir: Einen ganzen Tag ohne Flecken. Sauber. Blitzeblank. Gibt es das eigentlich in echt oder nur bei Instagram?

Blumen? Ja!

Jaja, der Klassiker. Aber ich plädiere trotzdem für ihn: „Schaaaatz, bitte! Ich hätte gerne einen dicken Strauß Frühlingsblumen! Ich freue mich!“

Ein Event…

Lasst uns die Welt umarmen und am Muttertag einen kleinen Herzensausflug machen. Sei es das Café mit dem besten Käsekuchen in der Stadt (bei uns in Kiel Schokodeern), ein Tierpark, ein Picknick auf einer grünen Wiese, der Strand, die Großeltern, das Waffelessen bei guten Freunden. Oder oder oder. Ich freue mich drauf!

…dazu ein bisschen Me-Time…

Das wäre doch gut, oder? Und sei es nur eine halbe Stunde, in der wir Mamas dösen, lesen, schlafen, uns eine halbe Stunde auf die Yogamatte bewegen oder mit der besten Freundin telefonieren. Abschalten! Denn so kommen wir zu frischer Energie.

…und eine für 24 Stunden andauernde multitaskingfreie Zone!

Wir Mamas wickeln das eine Kind, schaukeln das andere, denken dabei noch an die noch zu waschenden Klamotten, an den Einkauf, den Hausputz, die Steuer, dekorieren das Haus um und telefonieren dabei noch für den Job. Hä? Ja! Stimmt. Ist doch verrückt, oder? Geht oft alles, aber: macht auch müde! Also: Lasst uns am Muttertag fokussieren. Auf die Familie, das Leben und…

Außerdem: Viel Liebe…

Da muss ich gar nichts mehr zu sagen, oder? Gebt Liebe raus und lasst sie ins Haus…Und das Ganze mit einer dicken Portion…

…und viel Lachen!

Lasst uns lachen, singen, tanzen. Das Leben genießen. Und auch über das ein oder andere Kindergequengel hinwegsehen und -lachen. Es gibt Tage, an denen mir das – zugegeben – schwer fällt. Ich bin motzig, meine Tochter ist motzig. Und umgekehrt. Aber das führt doch auch zu nix – eine Erkenntnis, zu der ich immer wieder gelange, wenn sich die Wolken ein bisschen gelichtet haben. In diesem Sinne:

Einen fröhlichen Muttertag euch allen!

 

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