Körper

Huch, war der Bauch auch in der 1. Schwangerschaft schon so schnell so groß und quasi so gar nicht zu übersehen? Und die Brüste? Meine Güte sind die schwer geworden. Aber, hey, cool – nun sehen sie aus wie frisch aufgespritzt und nicht mehr wie schlapp gewordene Luftballons. Ein Hoch auf die Natur!

Tragen

Erste Schwangerschaft. Familie, Freunde & Arbeitskollegen zu uns: „Hier, neee, bitte lass mich das doch nehmen. Du bist doch schwanger!“ Wow, was für ein Luxus. Während wir beim 1. Mal kaum die gefühlt 500 Gramm schwere Tonangel (wir waren unterwegs als TV-Journalistinnen) in die Hände nehmen durften, ist es mit der Rücksicht auf Bauch und Beweglichkeit spätestens durch unsere Kinder vorbei. „Mama! Arm!“ heißt es jetzt. Und, natürlich, wir könnten uns auch an manchen Trödeltagen sagen: Planen wir doch 2 Stunden länger für den Rückweg oder den Weg nach oben in die Wohnung ein. Hrrrm, das geht aber leider nicht immer. Also, was sollen wir tun? Richtig: Tragen!

Hormone

War ich nicht wesentlich gechillter in der 1. Schwangerschaft? Die Frage stelle ich, Doro, mir die letzten Tage häufiger. Damals war ich irgendwie voll auf „Hormony“, so, als ob ich 40 Wochen lang einen regelrechten Bachblütencocktail verabreicht bekommen gehabt hätte. Und heute? Auf & ab, auf & ab, auf & ab. Hallo gute Laune, hallo miese Laune. Oh, Kind trotzt, ich trotze immer wieder mit. Puh! Hallo! Aaaaanstrengend! Immerhin: Dadurch habe ich mir einen Tritt gegeben und meditiere wieder regelmäßig. Das bringt meine Hormone regelmäßig zum Jubeln.

drüber reden

„Du redest ja kaum über deine Schwangerschaft.“ Ein Satz, den ich, Doro, immer wieder von meinen Freundinnen höre. Stimmt! Ich hätte das nie gedacht, aber irgendwie läuft diese Schwangerschaft so nebenbei. Mein Bauch wird größer und größer und mir ist erst aufgefallen, dass er schon verdammt riesig ist, als ich darauf angesprochen wurde. Mein Fokus ist woanders. Denn meine kleine Anni nimmt mich ziemlich ein. Manchmal überkommt es mich dann und ich werde ganz wehmütig, weil ich denke: Du bist schon im 7. Monat und irgendwie ist die Zeit nur so an dir vorbeigerauscht. Und dann nehme ich mir die Zeit und spüre in mich hinein. Vor allem abends, wenn die Kleine die Turnstunde einläutet. Doch das Bedürfnis, ständig darüber zu reden, das habe ich nicht. Ich freue mich einfach riesig. Ich bin so gespannt, wie sie aussieht, wie sie sein wird und wie es zu 4. sein wird. Gedanken, die ich dann auch gerne mit meinen Freundinnen & meiner Familie teile.

Essen

Ich, Doro, frage mich ständig Sachen, wie: „Äh, habe ich das Ei gerade ernsthaft so halb flüssig gegessen?“ oder „Huch, war das Stückchen Biosalami nun lange genug im Topf? Das waren doch gefühlt 30 Sekunden?!“ Ehrlich: In der 1. Schwangerschaft ist mir das Ganze entweder nicht passiert oder ich habe dann, wenn doch – in 1, 2 Ausnahmen – vor lauter Panik die Nummer meines Mannes gewählt, um ihm dann heulend zu sagen, dass ich so doof bin und definitiv XY haben werde. In dieser Schwangerschaft ist das anders. Erstens bin ich viel verpeilter, was das Essen angeht & zweitens denke ich dann: „Nützt ja nix. Ich habe es nun runtergeschluckt.“ Gut, Sushi & Co. sind mir nun auch noch nicht untergekommen, dafür habe ich aber diesen 100-Prozent-Blick auf alle Gefahren, die im Essen lauern könnten, verloren. Ist fast meditativ.

Vorbereitungen

Ja, der liebe Nestbautrieb, der hatte mich, Claudia, voll erwischt in der ersten Schwangerschaft. Ich habe liebevoll das Zimmer dekoriert, habe kleine Mützchen gehäkelt, in einem Anfall von Do-it-yourself-Wahn sogar einen Body genäht. (Den Titus übrigens nie anhatte, weil er einfach unpraktisch war und ich Angst hatte, die Knöpfe fliegen ab). Meinen Papa habe ich damit beauftragt, Holzbuchstaben fürs Kinderzimmer zu basteln. Kliniktasche? In der 36. Woche akurat fertig gepackt und im Wohnzimmer griffbereit deponiert. Und nun sitze ich hier zur gleichen Zeit bei Kind Nummer 2 und das Einzige was ich überhaupt schon gemacht habe, ist einmal die kleinste Ladung Babyklamotten rauszusuchen. That´s it. Womit wir gleich beim nächsten Punkt wären:

Ansschaffungen

Was habe ich mich damals durchs halbe Internet geforstet, um zu wissen, was ich alles brauche. Kinderwagentests, Stiftung-Warentest, ist das auch alles öko? Akribisch habe ich mich durch die Geburtslisten gearbeitet, damit auch ja alles da ist. Und jetzt? Sie kriegt halt, was da ist. Ist ja alles schon mal angeschafft. Gut, das erste Kind ist bei uns ein Junge und und nun wird´s ein Mädchen, aber was soll´s? 6 Wochen vor der Geburt war ich noch nicht einmal shoppen für das Kind. Ob sie sich später beschwert, dass sie immer alles auftragen musste?

Woche…? Vergessen!

Ich, Claudia. wusste genau in welcher Schwangerschaftswoche ich bei Kind Nummer 1 war, plus die dazugehörigen Tage. Ich habe sie förmlich jeden Tag im Kalender abgestrichen. Und nicht nur das, da es in meinem Umkreis das erste Kind war, habe ich außerdem meine gesamten Verwandten und Freunde darüber auf dem Laufenden gehalten, was sich in dieser Schwangerschaftswoche so alles entwickelt. Sätze wie: „Es kann jetzt alle großen Gelenke bewegen“ oder „Nun kann es schon riechen und hören“ waren aus meinem Mund deshalb keine Seltenheit. Heute bin ich froh, wenn ich in etwa weiß, wie weit es noch bis zur Geburt ist. Manchmal ist das fast schade, aber Schwangerschaftsapp sei dank kann ich das ja nachgucken.

Energie

Was hatte ich, Doro, am Anfang der Schwangerschaft doch noch für super Vorsätze. Ich wollte regelmäßig Sport machen, Yoga üben und mich so fit halten. Tja, doch dann kam die Kitaeingewöhnung & die ständigen Bazillen. Ich war vorher so gut wie nie krank, doch nun schreie ich „Hiiiiiiier!“, sobald auch nur irgendein mini Schnupfen irgendwo herumkreucht. Herrlich. Und so zahle ich mein Fitnessstudio, um es nur in Ausnahmefällen  besuchen zu können. Für irgendwas wird es schon gut sein, oder? Und da mein Energiehaushalt streckenweise auf „low battery“ herumeiert, bin ich auch gerne schon um 20 Uhr(!) im Bett zu finden. Ausgehen, Party, Essen – tschüüüüüüüß, nä! Aber das alles kommt ja wieder!

Schlaf & Ruhe

Immer mal wieder hinsetzen, sich viel Ruhe gönnen, ausgiebig schlafen. Was waren das für Zeiten vor der ersten Geburt. Heute kommen mir, Claudia, diese Wochen wie eine wahre Wellness-Kur vor. Wie oft saß ich, gerade in den letzten 6 Wochen einfach auf der Couch, habe ein Buch gelesen oder im Internet alles über Babys recherchiert, was Frau so wissen muss. Und heute? Hält mich ein kleiner Wusel auf Trab, der bald großer Bruder wird. Couch gibt es frühestens am Abend, wenn ich das Lego-Chaos beseitigt habe und zwar gefühlt die halbe Stunde, bevor ich dann selber ins Bett gehe. Aber was soll´s, bei allem Stress, den ein Leben mit Kleinkind so hat, es gibt immer wieder unbezahlbare Momente, z.B. wenn wir gemeinsam in der Badewanne sitzen, Titus Schaum auf meinem Bauch verteilt und begeistert „Baby Sssshaum“ ruft.

Geburt

Ach, was? Schon so bald? Joa, das wird schon. Unsere ersten Kinder sind ja auch herausgekommen! OK, Schritt zurück: Dieses Mal haben wir beide eine Beleghebamme  – etwas, was wir schon jetzt nicht mehr missen wollen. Wir haben das Gefühl, dass jemand dann „voll & ganz“ für uns da ist – und das fühlt sich einfach richtig toll an. Wir freuen uns riesig auf den Tag, an dem wir jeweils 2 Kinder in den Armen halten dürfen. Bald bald! Voll toll!

Wer noch mehr rund um das Thema Schwangerschaft erfahren möchte: Wir haben all unsere Tipps vor einiger Zeit in einem Schwangeren-ABC zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen!

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