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Hebammen sind nicht nur Hebammen. Sie sind für uns viel mehr. Hebammen sind quasi die Feuerwehr im Wochenbett; die Notfallpraxis und Seelsorgehotline für Schwangere und Neumamas; sie sind die beste Freundin, der wir nicht nur alles erzählen, sondern tatsächlich auch zeigen. Ihr wisst schon..

Egal, ob ihr euch für eine Beleghebamme entscheidet, die euch in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett betreut oder für eine, die „nur“ die Vorsorge bzw. die Nachsorge übernimmt – unserer Erfahrung nach gibt es einige Dinge, die eine gute Hebamme auszeichnen. Wir haben sie für euch gesammelt – vielleicht können wir euch ja so bei der Wahl eurer Hebamme ein bisschen weiterhelfen.

  1. Beim ersten Kontakt schon Sympathie. Vielleicht ist die Hebamme eurer Wahl grad im Stress und kann nicht gleich zurückrufen, schreiben oder sich auf einem anderen Weg bei euch melden. Trotzdem finden wir: Schon bei der allerersten Kontaktaufnahme solltet ihr ein gutes Bauchgefühl haben.
  2. Spätestens beim ersten Treffen sollte aber klar sein, ob es passt. Interessiert sich eure Hebamme für euch persönlich? Könnt ihr ihr alle Fragen – auch die etwas unangenehmeren – stellen? Passt sie vom Typ her zu euch? Manche Frauen brauchen zum Beispiel etwas kernigere Hebammen, andere wiederum würden sich in Extremsituationen von einer direkteren Art vielleicht schnell auf den Schlips getreten fühlen. Gegenseitiges Vertrauen sollte eine Art Betreuungsschlüssel sein. Denn: Vor eurer Hebamme seid ihr quasi ungeschminkt: körperlich und seelisch.
  3. Wir haben uns auch mit unseren „Wochenbett-Hebammen“ in der Schwangerschaft getroffen, was super war, um sich besser kennenzulernen und noch ein paar grundlegende Fragen zu klären, wie zum Beispiel: Woran merke ich, dass es losgeht? Wann sollte ich im Kreißsaal anrufen? Dinge, die ihr vielleicht auch schon in eurem Geburtsvorbereitungskurs erfahren habt – trotzdem: doppelt hält besser. Wir fanden es zum Beispiel super, dass wir unter anderem von unseren Hebammen Checklisten für die Kliniktasche oder die Babyapotheke bekommen haben.
  4. Die Geburt geht los. Wir finden es wichtig, dass die Hebamme in jeder Situation ruhig bleibt, einen motiviert, einfühlsam ist und dazu klare Ansagen macht.
  5. Doro hatte zum Beispiel keine Beleghebamme und den absoluten „Baby Blues “ nach der Geburt (hier findet ihr ihren Artikel zum Thema). Dazu gefühlt 1000 Fragen und Unsicherheiten (Stillen, richtiges Handling & Co.). Ihre Hebamme hat sie gleich am Abend nach der Entlassung aus der Uniklinik besucht. Mit den Worten im Telefonat am Morgen: „Ich kläre das mal mit meinem Mann, ob er heute Abend auf unser Kind aufpassen kann. Du brauchst mich jetzt.“  Das war toll. Ihre Hebamme war ihr Anker und ihre Stütze in der Not. Wir finden es wichtig, dass die Hebamme der Situation entsprechend handelt und im Zweifel schnell zur Stelle ist.
  6. Auch im Wochenbett ist es wichtig, dass eure Hebamme eure Probleme ernst nimmt. Wir wissen von Fällen, wo die Hebamme Probleme der Mutter abgetan hat. Das geht unserer Meinung nach gar nicht.
  7. Uns ist völlig klar, dass Hebammen nicht ewig Zeit für ihren Hausbesuch haben und dass sie auch kein fettes Gehalt bekommen. Wir glauben aber trotzdem, dass sie sich – gerade am Anfang – der Situation entsprechend Zeit nehmen und nicht pünktlich – auf bezahlte Minute – gehen sollten.
  8. Toll fanden wir, dass unsere Hebammen vorbereitet waren, zum Beispiel mit bestimmten Themen im Wochenbett, wie Entwicklungsschübe, Zahnen und Co.
  9. Eine gute Hebamme ist für uns im Notfall immer erreichbar
  10. …und verweist einen im Zweifel – bei Komplikationen – an Ärzte, Psychologen oder auch Osteopathen.

Hebammen leisten einen Wahnsinnsjob! Was wären wir ohne sie gewesen. Unsere Hebammen haben uns in allen Situationen erlebt: Weinend, lached, verzweifelt, ängstlich, glücklich,sorgenvoll – oder wahlweise auch in einer nicht gut geputzten Wohnung, in Jogginghosen oder mit ungewaschenen Haaren. Wir haben uns nicht nur körperlich, sondern auch im Zweifel seelisch vor ihnen ausgezogen. Und sie waren einfach da. Immer. DANKE auch noch einmal an dieser Stelle dafür, ihr Lieben!

 

 

 

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